Politik | 27.07.2018, 13:40 Uhr

Waldbrandgefahr im Kreis Ahrweiler erhöht

Was Spaziergänger und Wanderer jetzt wissen müssen

Kreis Ahrweiler. Die anhaltende Hitze und die daraus resultierende Trockenheit der Böden führen auch im Kreis Ahrweiler zu einer erhöhten Waldbrandgefahr. Der aktuelle Waldbrandindex in unserem Bereich steht auf der Stufe vier von fünf. Kreisfeuerwehrinspekteur Michael Zimmermann gibt deshalb Tipps zur Waldbrandprävention.

Spaziergänger sollten darauf achten, keine Glasflaschen oder -scherben zurückzulassen, durch den sogenannten Brennglaseffekt können sie ein Feuer verursachen. Wer mit dem Auto fährt, sollte keine brennenden oder glimmenden Gegenstände aus dem Wagenfenster werfen. Das gilt nicht nur in der Nähe von Waldgebieten, auch auf der Autobahn oder entlang anderer Straßen kann es zu Böschungsbränden kommen. Grillfans sollten ausschließlich auf dafür ausgewiesenen Plätzen grillen und Verbotsschilder respektieren.

Bei einer Waldbrandgefahr der Stufe vier oder fünf wird empfohlen, den betroffenen Wald zu meiden oder zumindest die Hauptwege nicht zu verlassen. Informationen zu den aktuell ausgewiesenen Waldbrandstufen gibt es im Internet unter www.wettergefahren.de.

Fahrzeuge mit heißen Abgasanlagen sollten nicht auf trockenen Feldern oder Wiesen abgestellt werden. Es besteht die Gefahr, dass sich die Vegetation daran entzündet. Dies betrifft neben allen Modellen mit am Fahrzeugboden liegenden Katalysatoren (viele Pkw mit Otto-Motoren) künftig auch immer mehr Fahrzeuge mit der Abgasnorm Euro VI. Werden diese in den Regenerationsmodus geschaltet, können sehr hohe Temperaturen entstehen.

Zimmermann weist daraufhin, dass es auch unabhängig von der aktuellen Waldbrandgefahr rund ums Jahr einiges zu beachten gilt. Ganzjährig verboten ist zum Beispiel das Rauchen im Wald, ein offenes Feuer ist jeweils nur mit Genehmigung des zuständigen Forstamtes möglich. Auch am Waldrand sind Feuer bis zu einem Abstand von 100 Metern nicht erlaubt. Zufahrtswege zu Waldgebieten müssen freibleiben, sie sind Rettungswege für Feuerwehr und Krankenwagen.

Wer Brände oder Rauchentwicklung bemerkt, sollte sofort den Notruf 112 wählen. Kleinere Brände können durch eigene Löschversuche an der Ausbreitung gehindert werden, dabei sollte sich aber niemand in Gefahr bringen.

Pressemitteilung der

Kreisverwaltung Ahrweiler

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