Freie Wähler stellen förmliche Anfrage zur Erneuerung und Umgestaltung der Fußgängerzone im Einkaufszentrum Karthause
Was geschieht konkret im Einkaufszentrum?
Koblenz. In jüngster Zeit gibt es vermehrt Gerüchte und Presseberichte zu Baumaßnahmen im Einkaufszentrum Karthause. Die Freien Wähler wollten es genau wissen. Der Karthäuser Edgar Kühlenthal, Mitglied im Stadtrat und im zuständigen Ausschuss für Stadtentwicklung und Mobilität, hat eine förmliche Anfrage gestellt. Dem „Karthäuser“ liegen Anfrage und Antwort der Verwaltung im Wortlaut vor:
„Sachverhalt: Das Einkaufszentrum Karthause in der Potsdamer Straße am Berliner Ring ist für die Bürgerinnen und Bürger im größten Koblenzer Stadtteil Karthause das Ziel für tägliche und sonstige Einkäufe, für die Erledigung von Bank- und Versicherungsangelegenheiten wie auch zur Inanspruchnahme zahlreicher weiterer Dienstleistungen.
Die Fußgängerzone des Einkaufszentrums mit dem Platz vor den Geschäften, Eiscafe und Pizzeria hat als Raum für Aufenthalt, Begegnung und Kommunikation große Bedeutung. Im Norden schließt sich das Karthäuser JuBüz nahtlos an, im Süden das Dreifaltigkeitshaus der evangelischen Kirchengemeinde Koblenz-Karthause.
Das Einkaufszentrum Karthause wurde 1984 fertiggestellt. Die Gestaltung in den meisten Bereichen wie beispielsweise die zwei Hochbeete oder der Zugang zur darunter liegenden Tiefgarage entspricht schon lange nicht mehr den heutigen Anforderungen und Vorstellungen.
Eine Neugestaltung ist seit vielen Jahren im Gespräch. Sie sollte im Interesse der Stadt, der Eigentümern und der Gewerbetreibenden die Schaffung eines zeitgemäßen Raums für Aufenthalt, Begegnung und Kommuikation der Karthäuser Bürgerinnen und Bürger zum Ziel haben.
Die Fraktion der Freeien Wählerfragt an:
1. Ist es zutreffend, wie in der Presse aktuell berichtet wird, dass die Planungen der Stadt Koblenz zur Umgestaltung der Fußgängerzone im Einkaufszentrum Karthause begonnen haben und im ersten Halbjahr fertiggestellt sein sollen?
Antwort der Stadt zu Frage 1: Die Grundstücksparzelle zwischen den Häusern Potsdamer Straße 8 und 37 gehört der Eigentümergemeinschaft der Anlieger. Unter diesem Grundstück befindet sich eine Tiefgarage ebenfalls im Besitz der Eigentumsgemeinschaft. Die Tiefgarage inkl. der Abdichtung unter der Einkaufspassagenoberfläche muss saniert werden. Diese Aufgabe obliegt ausschließlich den Eigentümern. In dem Zuge der Sanierung müssen auch die Hochbeete entfernt werden. Die Eigentümergemeinschaft hat mit dem EB67 Kontakt wegen der Wiederherstellung aufgenommen. Aus diesem Grund hat der Eigenbetrieb eine Entwurfsplanung begonnen, die sich auf den gesamten Bereich zwischen Parkplatz Bundesarchiv und dem Penny Markt bezieht. Die Planung dient zurzeit nur dafür dem Ingenieurbüro der Eigentümergemeinschaft vorzugeben, wie die Flächen über der Tiefgarage wiederhergestellt werden sollen.
2. Wie sieht die Gestaltungsplanung aus?
Antwort der Stadt zu Frage 2: Die Entwurfsplanung wird im April im Ausschuss für Stadtentwicklung und Mobilität vorgestellt. Grundsätzlich werden die Hochbeete, die eine Barriere zwischen den Geschäften darstellen, durch vereinzeltes mobiles Grün ersetzt. Die Pflasterflächen werden durch ein einheitliches, modernes und zeitloses Pflaster wiederhergestellt. Die Gesamtplanung zielt darauf ab, zu einem späteren Zeitpunkt den o.g. Bereich ganzheitlich zu modernisieren und die Oberflächengestaltung zu vereinheitlichen. Die ehemaligen Spielgeräte vor dem Rewe Eingang sollen durch neue Geräte ersetzt werden.
3. Wie ist die weitere Zeitplanung für Beginn, Ablauf und Fertigstellung der Baumaßnahme?
Antwort der Stadt zu Frage 3: Die Eigentümergemeinschaft wird ihren Bereich zwischen den Einzelhändlern nach Auskunft des Ing. Büros im Sommer 2020 sanieren und nach Vorgaben der Stadtverwaltung wiederherstellen. Für die angrenzenden städtischen Flächen gibt es noch keine Zeitplanung.
4. Gibt es aus Sicht der Verwaltung noch offene Fragen und wenn ja welche?
Antwort der Stadt zu Frage 4: Die angrenzenden städtischen Flächen sind bisher noch nicht projektiert. Somit sind für die weiteren Abschnitte auch noch keine Mittel im Haushalt der Stadt Koblenz eingestellt. „
Pressemitteilung der
Freien Wähler Koblenz
