Politik | 03.12.2019

Die Problematik „Römer-Thermen“ ist komplexer als oft dargestellt

„Was sind uns die Römer-Thermen wert?“

Bad Breisig. Die SPD spricht von drei Szenarien: Schließung, Weiterbetrieb in kommunaler Hand oder Privatisierung. Die Sachlage ist leider nicht so einfach, wie sie in dem Artikel der SPD beschrieben wurde. Es ist richtig, dass die Thermen mit langfristigen Schulden in Höhe von 6,5 Millionen Euro zu kämpfen haben. Bei einer Schließung müssten diese von der Stadt Bad Breisig übernommen werden. Darüber hinaus käme es bei einer Schließung auch noch zu Buchwertabschreibungen von Gebäuden und technischen Anlagen in Höhe von rund 3,5 Millionen Euro. Auch weitere Kosten, wie zum Beispiel Weiterzahlung der Gehälter und Verpflichtungen aus bestehenden Leasingverträgen kämen bei einer Schließung noch on top hinzu. Auch beim Verkauf der Römer-Thermen an einen Privatinvestor würden diese Beträge den städtischen Haushalt belasten. Ein nennenswerter Verkaufserlös wäre hingegen in der Regel nicht zu erwarten. Nach einer Schließung fragt sich zudem, ob die Stadt weiterhin einen Gäste- und Tourismusbeitrag in der bisherigen Höhe vereinnahmen könnte. Diese Einnahmen summieren sich immerhin auf 300.000 Euro, die man nur vereinnahmen kann und darf, wenn eine touristische Infrastruktur auch in Form der Römer-Thermen vorgehalten wird. Im Werksausschuss war man sich insofern einig, dass die Suche nach einem Investor nur Sinn macht, wenn man die „Braut“ vorher aufhübscht. Heißt, sowohl die energetische Sanierung als auch die Neuausrichtung durch das Betriebskonzept der Firma PROVA. Anschließend muss dann nach einer Lösung gesucht werden, bei der die Stadt auf alle Fälle Eigentümer des Grundstücks sowie der Gebäude und Quellen bleiben sollte. Auch wenn die Thermen dann durch einen Investor betrieben würden, hätte die Stadt jährliche Kosten in Höhe von 300.000 Euro für Abschreibungen und Schuldentilgungen zu tragen. Die Frage muss doch jetzt lauten: „Was sind uns die Römer-Thermen wert und können wir uns das als Stadt leisten?“ Die CDU ist der Meinung, ja, das geht. Durch das Projekt „Geothermie“, also die Nutzung der Quellen als Fernwärme, können hier sicherlich in Zukunft Einnahmen für die Stadt generiert werden, die auch den Betrieb der Römer-Thermen ermöglichen. Die Römer-Thermen gehören zu Bad Breisig. Die Therme ist Arbeitgeber, Aufraggeber für Handwerker und Aushängeschild der Stadt Bad Breisig. Jedes Szenario kostet Geld, sowohl die Schließung, als auch ein Verkauf. Aber allen sollte an einer langfristigen Lösung gelegen sein, die der Stadt weiterhilft. Weitere Informationen gibt es auch auf der Website: www.cdubadbreisig.de und auf Facebook.

Pressemitteilung des

CDU Ortsverbands Bad Breisig

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