Politik | 21.12.2022

Stadtrat beschloss Änderungen der Gebührensatzungen

Wasser und Abwasser werden zum Jahreswechsel in Rheinbach teurer

Wahnbachtalsperrenverband stellt dem Wasserwerk der Stadt einen deutlich höheren Wasserpreis in Rechnung – Steigende Preise für Energie und Dienstleistungen

Rheinbach. Mit steigenden Gebühren für Wasser und Abwasser müssen die Rheinbacher ab dem Jahreswechsel rechnen. Einstimmig beschloss der Stadtrat jetzt die entsprechenden Satzungsänderungen.

Demnach steigt der Wasserpreis von seit 2014 geltenden 1,42 Euro auf 1,75 Euro pro Kubikmeter Frischwasser. Zugleich wurden die Grundgebühren deutlich erhöht: für den in den allermeisten Haushalten verbauten Wasserzähler Q4 sind künftig 8,90 statt bislang 5,90 Euro im Monat zu berappen. Die Kosten für die größeren Wasserzähler Q10 steigen von 14,19 auf 19,87 Euro und für Q16 sogar von 23,64 auf 33,10 Euro monatlich. Angesichts der steigenden Kosten beispielsweise im Energiebereich sei dennoch noch nicht absehbar, ob diese Gebührenanpassung ausreichen wird, um die Kosten zu decken.

Notwendig geworden war die Gebührenanpassung insbesondere durch eine deutlich erhöhten Wasserpreis, der vom Wahnbachtalsperrenverband dem städtischen Wasserwerk in Rechnung gestellt wird. Dieser steigt nämlich von 0,7215 auf 0,866 Euro pro Kubikmeter zuzüglich Mehrwertsteuer, in die Kalkulation eingeflossen sind jedoch seit 2014 lediglich 0.67 Euro pro Kubikmeter. Hinzu kämen gestiegene Kosten durch die derzeitige Energiekrise, durch höhere Material- und Dienstleistungskosten für die Unterhaltung des Leitungsnetzes sowie gestiegene Personalaufwendungen durch Tarifsteigerungen. Derzeit sind fünf Verwaltungsangestellte, ein Rohrnetzmeister und sieben technische Mitarbeiter beim Eigenbetrieb Wasserwerk der Stadt Rheinbach beschäftigt. Pro Jahr werden in der Stadt zwischen 1,4 und 1,5 Millionen Kubikmeter Wasser verbraucht.

Im Vergleich zu Nachbarkommunen immer noch preiswert

Im Vergleich zu den Nachbarkommunen sind die Grundgebühren nach wie vor sehr günstig, lediglich in der Stadt Meckenheim müssen Normalhaushalte mit 5,90 Euro pro Monat weniger bezahlen. In Bornheim wird mit 15,37 Euro fast das Doppelte fällig, Swisttal ist mit 14,76 Euro nur unwesentlich günstiger. Anders sieht es beim Wasserpreis aus, hier ist nur Meckenheim teurer mit 1,85 Euro pro Kubikmeter. Die Stadtwerke Bonn mit 1,74 und Bornheim mit 1,71 Euro liegen auf vergleichbarem Niveau wie Rheinbach, während in Swisttal lediglich 1,12 Euro pro Kubikmeter fällig werden.

Teurer werden auch die Kanalbenutzungsgebühren ab dem 1. Januar. So steigt die Gebühr für Schmutzwasser von 2,93 auf 3,00 Euro pro Kubikmeter, während die Gebühr für Oberflächenwasser sogar leicht von 1,54 auf 1,52 Euro pro Quadratmeter gewichteter Grundstücksfläche sinkt. Außerdem steigt die Brauchwassergebühr für Haushalte, die Regenwasser in Zisternen sammeln und im Haus als Brauchwasser nutzen, von 0,56 auf 0,67 Euro pro Kubikmeter. Insgesamt bezeichnete Bürgermeister Ludger Banken (parteilos) die Gebührenerhöhung jedoch noch als moderat, da sie deutlich unterhalb der aktuellen Inflationsentwicklung verlaufe und im kommunalen Vergleich weiterhin günstig sei.

So muss ein „typischer Vierpersonenhaushalt“, der jährlich 50 Kubikmeter Schmutzwasser pro Person verursacht und auf einem „Durchschnittsgrundstück“ wohnt, statt 771 künftig 802 Euro pro Jahr bezahlen. In 14 der 19 Kreiskommunen sind die Gebührensätze teilweise deutlich höher, nur in Swisttal, Meckenheim, Sankt Augustin und Wachtberg sind sie etwas geringer. Im Durchschnitt muss ein „typischer Vierpersonenhaushalt“ im Rhein-Sieg-Kreis 940 Euro pro Jahr für die Abwasserbeseitigung berappen. Am teuersten ist es in Much mit 1300 Euro.

JOST

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