Politik | 21.03.2024

Freie Wähler irritiert über kurzfristige Ankündigung der H²-Mobility GmbH – Wefelscheid: „Schließung zum 1. April ist wohl ein schlechter Scherz“

Wasserstofftankestelle am Autohof erhalten

Stephan Wefelscheid. Foto: privat

Koblenz. Der Energieträger Wasserstoff soll in der Mobilität der Zukunft ebenfalls eine Rolle spielen. Bundesweit werden über Förderprogramme derzeit Millionen an Euro investiert, um auch ein Netz an Wasserstofftankstellen aufzubauen. Derweil wird in Koblenz der Pionier der Wasserstofftankstellen klammheimlich der Wasserstoffhahn zugedreht: Die 2017 eröffnete Tankstelle wurde dereinst mit 900.000 Euro gefördert. Freie Wähler kritisieren das Vorhaben scharf.

„Wenn wir gerade eine Energiewende vorantreiben wollen und mit ihr eine Mobilitätswende einhergeht, dann ist die Schließung das falsche Signal“, erklären der Koblenzer Landtagsabgeordnete Stephan Wefelscheid und Christian Altmaier, Mitglied der Gesellschafterversammlung Wirtschaftsförderungsgesellschaft Koblenz mbH. Die beiden Ratsmitglieder fragen deshalb Oberbürgermeister David Langner (SPD) und die Landesregierung, ob die Verwaltungen Kenntnis von den Plänen hatten.

2017 eröffnete die damalige Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne) die Tankstelle nahe des Autobahnkreuz A61/A48 im Güterverkehrszentrum Koblenz. Damals war die Einrichtung eine der ersten 50 Wasserstofftankstellen, die im Rahmen der Clean Energy Parntership (CEP) entstanden sind und vom Bundesministerium für Verkehr mit 900.000 Euro gefördert wurde.

„Es verwundert uns sehr, dass das technologische Glanzlicht nach sechs Jahren ausgemacht werden soll, daher fordern wir von Stadt und Land Klarheit, ob auch mit Blick auf die Fördermittel der Betreiber einfach so den Wasserstoff an der Tankstelle abdrehen kann“, begründen Wefelscheid und Altmaier ihre Initiative. „Die Schließung zum 1. April 2024 ist wahrlich ein schlechter April-Scherz“, findet Landtagsabgeordneter Wefelscheid.

In einer Kleinen Anfrage richtet sich Stephan Wefelscheid, MdL an die Landesregierung. Christian Altmaier hat sich an die Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Stadt gewandt, da diese 2017 zitiert wurde mit „Die Stadt Koblenz ist sehr stolz darauf, dass die erste Wasserstoffstation in Rheinland-Pfalz hier im Industriegebiet A61/GVZ nu der Öffentlichkeit zur Verfügung steht.“ Altmaier: „Freie Wähler wollen langfristige Strategien und nicht nur kurzfristige PR-Aktionen. Zur Freiheit und Sicherheit gehört auch, dass die unterschiedlichen Mobilitätsträger auch Kraftstoff in der Region tanken können. Insofern muss die Wasserstofftankstelle in Koblenz erhalten bleiben.“

Pressemitteilung

Freie Wähler RLP

Stephan Wefelscheid. Foto: privat

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