FDP im Kreis Neuwied

Weeser: Ausgangssperren und Schließung von Tierparks sind unverhältnismäßig

19.04.2021 - 11:46

Kreis Neuwied. Die heimische Bundestagsabgeordnete Sandra Weeser hat sich im Vorfeld der ersten Beratung des von den Bundestagsfraktionen der CDU/CSU und SPD eingebrachten Entwurfs eines Vierten Gesetzes zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite klar positioniert: „Wir werden als FDP Fraktion im Deutschen Bundestag dem Gesetzesentwurf in der derzeitigen Fassung nicht zustimmen können. Besonders die geplanten flächendeckenden Ausgangssperren ab einer Inzidenz von 100 sind vollkommen unverhältnismäßig. Hier muss unbedingt nachgebessert werden“, stellt die Abgeordnete aus Betzdorf klar.


Auch an anderer Stelle sieht Sandra Weeser Korrekturbedarf. Nachdem sich der Direktor des Zoos Neuwied an die Abgeordnete gewandt hatte, hat sie umgehend bei den fraktionsinternen Abstimmungen der Änderungs- und Entschließungsanträge zum Vierten Bevölkerungsschutzgesetz eindringlich auf die Unverhältnismäßigkeit der Schließung von Zoos und Tierparks hingewiesen.

„Die Schließung von zoologischen und botanischen Gärten ab einer Inzidenz von 100 ist ebenfalls unverhältnismäßig und daher zurückzunehmen. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse der Aerosol-Forscher gehen klar von einer äußerst geringen Ansteckungsgefahr im Außenbereich aus. Menschen können sich in Tierparks vergleichbar wie in öffentlichen Parks im Freien bewegen. Darüber hinaus können durch eine klare Kontingentierung Menschenansammlungen besser gesteuert und vermieden werden, als es auf öffentlichen Außenflächen der Fall ist. Gerade für Familien fehlt es, bei der Umsetzung des Gesetzentwurfs an ausreichend sicheren Angeboten der Freizeitgestaltung außerhalb der eigenen vier Wände“, kritisiert Weeser und ergänzt: „Ich erwarte, dass hier der Gesundheitsausschuss mit dem Vorsitzenden Erwin Rüddel nachbessert. Die Freien Demokraten werden jedenfalls entsprechend Änderungs- und Entschließungsanträge einbringen.“

Pressemitteilung

Büro Sandra Weeser, MdB (FDP)

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Kommentare
Gabriele Friedrich:
Klar, den Kindern die Natur beibringen und wie Papier hergestellt wird, das der Regenwald schon abgegrast ist und man achtsam sein muss... und dann bunten Krempel und *bling*bling* aus China kaufen. Oder Fischstäbchen mit wenig Fisch und viel Panade in viel Verpackung. Hauptsache bunt... hört mir doch...
juergen mueller:
Da haben wir es wieder. Andere, wie hier Kinder, inspirieren zu wollen, mit einem tatsächlich wertvollen Material wie Papier sorgsam umzugehen, ihnen näherzubringen, woraus es eigentlich hergestellt wird u. sich selbst dessen ausgiebig u. verschwenderisch zu bedienen, weil man es für ein Festhalten...

„Gedanken...“

Gabriele Friedrich:
Ich kann da auch nichts mit anfangen, schon recht nicht wenn "Gott" genannt ist. Seelsorge -das ist ein Begriff, der die Tatsachen ausblendet, das der Mensch körperliche Leiden hat, existenzielle Sorgen, Probleme mit anderen oder eben einfach nur Hilfe sucht. Der Alltag sieht so aus, das man relativ...
juergen mueller:
Ich persönlich verzichte gerne auf solche Hilfe und das aus einem bestimmten Grund. Jeder, der das liest, sollte sich darüber im Klaren sein, dass das alles mit Realität nichts zu tun hat. Unter Seelsorge stelle ich mir etwas anderes vor - greifbar, der Realität entsprechend, kein Gelaber von etwas,...
Gabriele Friedrich:
[ Zitat ] „Die Stärke der SPD war es schon immer, zuzuhören und nah bei den Menschen zu sein“ [ Zitat Ende ] Das muss aber mindestens über 50 Jahre her sein,, wenn nicht länger....
juergen mueller:
Klar ist hier garnichts. In Kontakt mit den Bürger*innen zu treten, zuzuhören, nah bei den Menschen zu sein ist keine Stärke der SPD u. war es nie. Selbstlob stinkt nun einmal. 3 Kriterien, die jeder Politiker für sich ins Feld führt, weil sie einfach zum politischen Leben dazugehören, für ihn persönlich...
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