SPD begrüßt Elektrifizierung der Ahrtalbahn
Weg frei für S-Bahn?
Bad Neuenahr-Ahrweiler.Auf ungeteilte Zustimmung des SPD-Ortsvereins und der SPD-Stadtratsfraktion Bad Neuenahr-Ahrweiler trifft die Vereinbarung der Landesregierung mit der Deutschen Bahn AG zur Elektrifizierung der Ahrtalbahn. Bund und Land haben sich auf eine gemeinsame Finanzierung der aktuell geschätzt 388 Millionen Euro teuren Maßnahme verständigt. Im Anschluss an SPD-Gremiensitzungen verdeutlichten Ortsverein und Fraktion ihre Unterstützung.
Fraktionsvorsitzender Werner Kasel: „Mit der Elektrifizierung und dem Abschied vom Dieselantrieb wird ein großer Schritt in Richtung Klimaschutz getan. Zudem werden die Anwohner der Bahnstrecke von einem leiseren Betrieb deutlich profitieren:“
Zudem eröffnet die Elektrifizierung für die SPD gerade im Bereich der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler die Chance, echten S-Bahn-Charakter zu entwickeln. Die Sozialdemokraten verweisen darauf, dass sie seit vielen Jahren auf diese Lösung hinarbeiten. Ursula Koll, Co-Vorsitzende in Fraktion und Ortsverein: „Von uns geforderte zusätzliche Haltepunkte in Lohrsdorf, Heppingen und in Bad Neuenahr-Weinbergstraße müssen jetzt kommen. Bisher wurden die trägen, lauten Dieselfahrzeuge oftmals als Hinderungsgrund für eine verbesserte Struktur an Haltepunkten genannt. Elektrofahrzeuge lassen dieses Argument entfallen. Wie eine Straßenbahn können sie auch kurze Abschnitte bewältigen“. Unterstützung für ihre Position fand die SPD aktuell durch Verkehrsplaner und Raumentwickler Prof. Dr. Heiner Monheim, der bei einer Veranstaltung der „Aktion Dachmarke Ahrtal“ unterstrich, dass „Haltepunkte wie Perlen aneinandergereiht werden müssen“.
Bewusst ist der SPD dabei, dass die Umsetzung des Projekts noch Jahre in Anspruch nehmen wird. Sie hofft, dass die Zielsetzung 2028 realistisch ist. Umso wichtiger ist aus ihrer Sicht, dass insbesondere eine sichere fußläufige Erreichbarkeit des Bahnhofs in Heimersheim für die ÖPNV-Nutzerinnen und Nutzern aus Lohrsdorf, Green, Ehlingen und Heimersheim geschaffen wird. Hierzu erklärte der designierte Ortsvorsteher von Heimersheim, Jürgen Saess: „Wir erwarten von den Verantwortlichen bei Bahn und Landesbetrieb Mobilität ein Höchstmaß an Flexibilität, um den gefährlichen Fußweg entlang der B 266 so zu gestalten, dass man sicher zum Bahnhof gelangen kann. Bis zur baulichen Fertigstellung sollte als Übergangslösung für die Bahnkundinnen und -kunden ein Ruf-Shuttlebus aus und nach Ehlingen/Heimersheim zum Einsatz kommen. Das könnte die bislang nicht verkehrssichere An- und Abreise zum Heimersheimer Bahnhof bestens kompensieren“.
Pressemitteilung SPD-Ortsverein und SPD-Stadtratsfraktion
Bad Neuenahr-Ahrweiler
