Bürgerinitiative „Unsere Altstadt“
Wenn nicht jetzt, wann dann?
Form- und fristgerecht Anregungen und Bedenken zum Bebauungsplan „Hotel zwischen Firmungstraße und Herletweg“ eingelegt
Koblenz. Bereits im frühen Planungsstadium hatte sich die Bürgerinitiative „Unsere Altstadt“ mit dem Bauprojekt rund um den Herletgarten beschäftigt. Bei der Analyse und Prüfung des Offenlegungsmaterials haben sich nun nach Ansicht der BI aber erhebliche Diskrepanzen im Sinne des Baugesetzbuches aufgezeigt. Entsprechend hat die Bürgerinitiative in fünf Punkten ihre Einlassungen gegenüber der Stadtverwaltung auf dem Weg gebracht.
Thematisiert werden dabei Fragen des Klimaschutzes und Auswirkungen auf die Biodiversität, Einschätzung zur Verkehrssituation und der Verschlechterung des Wohnumfeldes, sowie Veränderungen durch die Unterbauung und ungenügende Berücksichtigung sozialer Bedürfnisse. Begrüßt wird zwar der Schluss der Baulücke in der Firmungstraße, die Forderung nach Wegfall der Tiefgaragenanlage und eine andere Verwendung des Hochbunkers sowie insbesondere die unter Schutzstellung des Herletgartens gemäß Bundesnaturschutzgesetz sind für die BI jedoch unabdingbar.
Darüber hinaus haben Mitglieder der Bürgerinitiative noch ein Einzelvotum als Anmerkung/Hinweis über den formaljuristischen Widerspruch hinaus zum Thema „nicht hinreichende Berücksichtigung von Barrierefreiheit und Behindertengerechtigkeit“ vorgelegt. Insbesondere vor dem Hintergrund der Nutzung des Bereiches durch Bewohnende der nahegelegenen Senioreneinrichtung „Elzerhof“ haben wir gebeten, die Planungsunterlagen um entsprechende Hinweise zu ergänzen, respektive in der vorliegenden Form nicht weiter zu verfolgen.
Detaillierte, Informationen sind unter www.bi-altstadt-koblenz.de eingestellt. Pressemitteilung der
Bürgerinitiative „Unsere Altstadt“

Man darf gespannt sein, was dabei herauskommt. Ich bin mir aber sicher, dass von Seiten der Stadt schon alles in trockenen Tüchern ist. Denn, was wäre ein Hotel ohne Stellplätze für Autos..
Über eines muss man sich im klaren sein. Sowohl Kunst als auch Kultur haben ihre Grenzen, wenn es um wirtschaftliche Interessen geht u. Kultur plötzlich nicht mehr die Bedeutung zukommt, die man ihr vorher vollmundig zugesprochen hat. Was denjenigen, die ihr fähnchen immer nach dem Wind richten fehlt ist, dass sie nicht verinnerlichen, dass wir ohne Kunst u. Kultur Barbaren wären (einmal knallhart formuliert), etwas, was unsere Seele erreicht, uns erst zu Menschen macht, unsere Füße auf dem Boden hält, damit wir nicht völlig verkommen - vor allem, wenn es sich wie hier um das letzte "grüne" Kleinod in einer zubetonierten, versiegelten Stadt handelt. Es gibt auch kulturfreundlichere Wege zum Schließen einer Baulücke. Man muss nur darauf kommen u. mal von seinem Profitdenken wegkommen.