Leserbrief zum Thema „Nahversorgung in Buschhoven“
Wer kann die Schaufel am höchsten halten?
Fünf lange Jahre diskutieren die Fraktionen im Ratssaal das Thema Nahversorgung in Buschhoven. Die Schließung der dortigen Ortskernversorger ist bereits terminiert, einer Lösung der drohenden Versorgungskatastrophe durch einen Nettomarkt am Ortsrand stellen sich SPD und Grüne aber dennoch vehement entgegen. Dort vertritt man die Auffassung, dass es auch große Investoren für kleine Flächen in Ortskernen geben müsse und dass sich das für diese Investoren auch rechne. Den Beweis bleibt man aber in den langen Jahren der Diskussion konsequent schuldig. Als schließlich der Versorgungsabriss für die Bevölkerung unmittelbar vor der Buschhovener Haustür steht, besinnt man sich schließlich auf grunddemokratische Prinzipien und schlägt vor, doch einfach das Volk zu befragen. Das spricht sich schließlich mit 81,2 Prozent gegen den drohenden Versorgungsnotstand und für die Netto-Ortsrandlösung aus, worüber wir uns als CDU sehr gefreut haben. Zähneknirschend stimmen die Kritiker dem Netto-Projekt für Buschhoven zu. So schön kann Demokratie sein. Dass die SPD Bürgermeisterkandidatin Gisela Hein nun aber anlässlich des ersten Spatenstichs zum Netto-Markt in Buschhoven die Schaufel beinahe am höchsten hält, scheint verwunderlich. Konsequent hingegen die Genossen, die zum ersten Spatenstich dieses für sie verlorenen Projektes vollständig nicht erschienen sind.Jutta Brune und
Sieglinde Hübsch-Barten, Swisttal
