Politik | 18.05.2016

Agentur für Arbeit Bonn/Rhein-Sieg informiert

Wie alt sind die geflüchteten Menschen in der Region?

Rhein-Sieg-Kreis. Das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) stellt in seinem aktuellen Bericht fest, dass im Hinblick auf die Flüchtlingsmigration ein Potenzial für die berufliche Bildung besteht. 30 Prozent der Flüchtlinge sind im Alter von 18 bis unter 25 Jahren. Wie jung sind die geflüchteten Menschen in der Region? Von den im April insgesamt für den Agenturbezirk Bonn/Rhein-Sieg gemeldeten erwerbsfähigen Personen aus den nichteuropäischen Asylzugangsländern (1) waren 1.462 Personen oder 26,4 Prozent im Alter von 15 bis unter 25 Jahren. Insgesamt betrug die Anzahl der gemeldeten erwerbsfähigen Personen aus den nichteuropäischen Asylzugangsländern 5.538 Personen. Die zugangsstärksten nichteuropäischen Asylzugangsländer in Bonn/Rhein-Sieg sind Syrien, Irak und Iran. Von den ursprünglich aus Syrien stammenden geflüchteten Menschen befanden sich 937 Personen oder 29,2 Prozent im Alter von 15 bis unter 25 Jahren. Insgesamt betrug die Anzahl der gemeldeten erwerbsfähigen Personen aus Syrien 3.213 Personen. Von den insgesamt 810 gemeldeten erwerbsfähigen Personen aus dem Irak, waren 204 Personen oder 25,2 Prozent im Alter von 15 bis unter 25 Jahren. 73 Personen oder 13 Prozent von insgesamt 561 gemeldeten erwerbsfähigen Personen aus dem Iran befanden sich im Alter von 15 bis unter 25 Jahren.

Anmerkung:

(1) Asylbewerber und Flüchtlinge können in den Arbeitsmarktstatistiken nicht direkt erkannt werden. Es können aber hilfsweise Auswertungen nach der Staatsangehörigkeit vorgenommen werden. Dazu wurde das Aggregat „Personen mit einer Staatsangehörigkeit aus einem der zugangsstärksten Herkunftsländer von Asylbewerbern“ oder kurz „Asylzugangsländer“ gebildet. Die absolute Zahl der Beschäftigten, Arbeitslosen und Leistungsbezieher mit den aufgelisteten Nationalitäten darf aber nicht mit der unbekannten Zahl der zuletzt Eingewanderten in dem jeweiligen Arbeitsmarktstatus gleichgesetzt werden. Denn in den absoluten Zahlen sind auch Personen enthalten, die schon lange in Deutschland leben. Entscheidend sind die Veränderungen in den Zeitreihen, die plausibel im Zusammenhang mit der aktuellen Migration gesehen werden können.

Pressemitteilung der Agentur

für Arbeit Bonn/Rhein-Sieg

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