Politik | 24.08.2021, 14:38 Uhr

Klima-Radtour der SPD-Wachtberg mit Bundestagskandidatin Dr. Katja Stoppenbrink

Wie funktioniert eine naturverträgliche Energie- und Verkehrswende?

Hochkarätiges Podium zu Klima- und Naturschutz: v.li. Roswitha Schönwitz, Moderatorin; Georg Wilmers, ADFC; Stefan Gsänger, WWEA, Christian Nachtwey, Bio-Obsthof Nachtwey; Monika Hachtel, NABU und Katja Stoppenbrink, SPD-Bundestagskandidatin.Copyright: SPD-Wachtberg
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Wachtberg. Eine Klima-Radtour „Rund um den Wachtberg“ mit der Bundestagskandidatin Dr. Katja Stoppenbrink veranstaltete die Wachtberger SPD. Los ging es am Hallenbad in Berkum. Am Zielort, dem Grillplatz Stumpeberg folgte eine Diskussion zum Klima- und Naturschutz mit externen Fachleuten. Den Abschluss des Tages bildete ein Grillfest in familiärer Atmosphäre unter Wahrung der aktuellen Coronabestimmungen. Und der Erlös einer privaten Hutsammlung unter den Anwesenden in Höhe von 225 Euro ging an die Hochwasserhilfe der Aktion Weihnachtslicht.

Der erste Stopp war der von der Familie Bollig bewirtschaftete Wittfelder Hof nahe Villip. Der Biolandhof in Umstellung weist alle Argumente, es „lohne“ sich nicht, vom konventionellen auf biologischen Landbau umzusteigen, überzeugend zurück. Hier konnten die 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Radtour friedliche Schweine in einer Mehrfamilienbucht beobachten - ganz ohne aggressive Übergriffe gestresster Tiere. Auch eine spektakuläre Mischung an Zwischenfrüchten zur Gründüngung wurde erklärt. Das Futter produziert man zum größten Teil selbst. Und der gut frequentierte Hofladen lädt unbedingt zum Einkauf ein.

Am Ortsrand von Arzdorf erläuterten Günter Hoffmann von der Aktionsgemeinschaft für den Schutz der Landschaft in Wachtberg und Stefan Gsänger, Generalsekretär der World Wind Energy Association aus ihrer jeweiligen Perspektive die Probleme und Chancen von Windkraftanlagen allgemein und speziell am Standort Adendorf. Kristian Lempa, Vorstandsmitglied der SPD-Wachtberg informierte über das Potenzial erneuerbarer Energien wie Photovoltaik und Biomasse in Wachtberg und die Möglichkeiten, sie mit breiter Beteiligung vor Ort auszubauen.

In Höhe des Gut Holzem zeigte Dr. Georg Wilmers vom ADFC Bonn-Rhein/Sieg am Beispiel des lange geplanten und bisher nicht realisierten Radwegs zwischen Adendorf und Berkum auf, wie die notwendige Verkehrswende in Konflikt mit berechtigten Naturschutzinteressen geraten kann. Und eine zunächst stimmige Planung für einen Radweg durch fehlenden politischen Willen zerbröselt.

Unter dem Motto: Klimaschutz und Naturschutz sind gleich wichtig und müssen zusammen gesehen werden, wurden all diese und weitere Punkte in der von Dr. Roswitha Schönwitz, der umweltpolitischen Sprecherin der SPD, moderierten Diskussion aufgegriffen. Neben Katja Stoppenbrink, Stefan Gsänger und Georg Wilmers komplettierten Monika Hachtel vom NABU Bonn und Christian Nachtwey vom Bio-Obsthof Nachtwey das Podium. Monika Hachtel betonte, dass der NABU für eine naturverträgliche Energie- und Verkehrswende eintritt, bei der Klimaschutz und Naturschutz nicht gegeneinander ausspielt werden. Der Obsthof Nachtwey betreibt eine Agri-Photovoltaikanlage in Gelsdorf als Versuchsanlage der Fraunhofer-Gesellschaft und weiterer Partner. Christian Nachtwey betonte besonders die Schutzwirkung der PV-Systeme vor Starkregen, Hagel oder Trockenheit, neben der Gewinnung von erneuerbarer Energie. Also eine klassische Win-Win-Situation für den Klima- und Naturschutz. Das Fazit der Moderatorin lautete: Bei der Planung von Maßnahmen zum Klimaschutz müssen Naturschutzmaßnahmen weit mehr als bisher mitgedacht werden und umgekehrt.

Bei dem anschließenden Grillfest war die Diskussion noch lange nicht beendet. Laut SPD-Ortsvereinsvorsitzendem Paul Lägel steht fest: „Die Problemfälle sind in der Minderzahl und es braucht die verschiedenen Perspektiven an einem Tisch, um mit großem Konsens die Klimakrise zu bewältigen.“ Eine spannende, komplexe Diskussion der SPD-Wachtberg mit Perspektiven vom ADFC, NABU, World Wind Energy Association, einem Landwirt aus der Region, unter freiem Himmel und mitten in der Natur. SPD-Bundestagskandidatin Katja Stoppenbrink, die selbst Wurzeln in der Landwirtschaft hat, hat viele Anregungen für ihre weitere politische Arbeit mitgenommen.

Pressemitteilung der

SPD Wachtberg

Hochkarätiges Podium zu Klima- und Naturschutz: v.li. Roswitha Schönwitz, Moderatorin; Georg Wilmers, ADFC; Stefan Gsänger, WWEA, Christian Nachtwey, Bio-Obsthof Nachtwey; Monika Hachtel, NABU und Katja Stoppenbrink, SPD-Bundestagskandidatin.Copyright: SPD-Wachtberg

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