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Haltestellensituation in Berkum

Wie könnte sich die Linienführung 856 ändern?

14.07.2020 - 15:44

Wachtberg-Berkum. Im Rahmen der Auswertung des seit letzten Sommer erweiterten Bus-Angebots durch die Integration des Schülerspezialverkehrs in den Öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) sowie die Fertigstellung der Umgehungsstraße Gimmersdorf und der damit jetzt einhergehenden möglichen Umwidmung des Berkumer Wegs in eine Fahrradstraße, muss die Linienführung der Busse in diesem Bereich von Berkum überprüft und neu konzipiert werden.


Noch am Anfang der Planung


Dies hat im Vorfeld zu Fragen insbesondere bei einigen Eltern geführt, deren Kinder die Schulen im Berkumer Schulzentrum besuchen. Die Gemeinde Wachtberg macht in diesem Zusammenhang deutlich, dass Änderungen erst dann erfolgen, wenn sämtliche Unklarheiten geklärt, alle Stellungnahmen eingeholt und bewertet sowie gegebenenfalls erforderliche Sicherheitsmaßnahmen abgestimmt und geregelt sind. „Aktuell befinden wir uns am Anfang der Planung“, betont Beigeordneter Swen Christian, „Unser Ziel ist es, ein größtmögliches Maß an Sicherheit und eine deutliche Verbesserung gegenüber der heutigen Situation herbeizuführen.“


Berkumer Weg soll Fahrradstraße werden


Am 1. Januar ging durch die Inbetriebnahme der neuen Ortsumgehung K14n die Straßenbaulast des Berkumer Wegs an die Gemeinde Wachtberg über. Dies führt dazu, dass die Verkehrsverbindungen zwischen Gimmersdorf und Berkum neu zuzuordnen sind, nicht nur hinsichtlich der künftigen Nutzung des Berkumer Wegs, sondern auch hinsichtlich der zukünftigen Linienführung der Buslinie 856. Die Mitglieder des Ausschusses für Infrastruktur und Bau haben sich, nachdem die Ortsvertretung Gimmersdorf schon lange für eine Abbindung des Berkumer Wegs geworben hatte, nun dafür ausgesprochen, diese Straße von Gimmersdorf aus bis zur Einmündung in den Stumpebergweg in eine Fahrradstraße umzuwidmen. Eine Entscheidung, für die sich auch der ADFC stark gemacht hatte. Auf einer solchen Straße würde eine Höchstgeschwindigkeit von 30km/h gelten, der Radverkehr hätte Vorrang, Radler dürften sogar nebeneinander fahren. Der Kraftfahrzeugverkehr wäre abgebunden, einzig landwirtschaftlicher Verkehr, Einsatzfahrzeuge und ÖPNV könnten noch passieren.


Oberdorfstraße zu eng für regen Linienbusverkehr


Die Gemeinde Wachtberg befasst sich parallel dazu auch mit dem Linienverkehr auf der Oberdorfstraße. Erste Auswertungen des erweiterten ÖPNV-Angebotes, in denen auch die neue Linienführung über die Oberdorfstraße begutachtet wurde, ergaben, dass es hier regelmäßig zu gefährlichen Begegnungen kommt. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn zwei entgegenkommende Busse die Oberdorfstraße gleichzeitig befahren, da die Straße für Begegnungsverkehr mit Bussen nicht breit genug ist.


Auswirkungen auf die Buslinie 856


Die Buslinie 856 führt sowohl über den Berkumer Weg als auch über die Oberdorfstraße, somit ist eine Überarbeitung der Linienführung nur sinnvoll, wenn diese beiden Punkte mit einbezogen werden.

Laut Verkehrsplaner für den ÖPNV beim Rhein-Sieg-Kreis würde die Höchstgeschwindigkeit von 30km/h und das vorrangige Nebeneinanderherfahren der Radfahrer auf dem Berkumer Weg zu längeren Fahrzeiten der Busse führen. Dies wiederum hätte negative Auswirkunken auf die Anschlussverbindungen in Mehlem und muss, insbesondere mit Blick auf ÖPNV nutzende Fahrgäste auf dem Weg zur Arbeitsstelle, unbedingt vermieden werden. So laufen in enger Abstimmung der Gemeinde Wachtberg mit den Verkehrsplanern des Rhein-Sieg-Kreises und dem zuständigen Verkehrsunternehmen Regional Verkehr Köln (RVK) Überlegungen, die Linienführung 856 zu ändern.


Linie 856


Aus Oedingen kommend hält die Linie 856 jetzt wie folgt: … Berkum: EKZ - Rathaus - Schulzentrum - Gimmersdorf: Berkumer Weg - Hermesgarten - Ließem: Am Köllenhof ... Die neue Linienführung 856 könnte wie folgt aussehen: … Berkum: EKZ - Rathaus - Seniorenpark - Gimmersdorf: (alt: Berkumer Weg) neu: Kommunalweg - Hermesgarten - Ließem: Am Köllenhof … Die Verlegung der Linienführung würde bedeuten, dass künftig die Schulkinder nicht mehr direkt am Schulzentrum aussteigen, sondern einen kurzen Fußweg zur Schule gehen müssten: Entweder von der Haltestelle Rathaus oder von der Haltestelle Seniorenpark aus. Die Gemeinde Wachtberg prüft nun, welche baulichen sowie sicherheitsrelevanten Maßnahmen für den neuen Schulweg zu erfüllen wären. So wäre zum Beispiel dann an der Haltestelle Seniorenpark eine Fußgängerampel vorgesehen, damit die Kinder sicher die Straße überqueren könnten. Auch Lotsendienste zu den Schulanfangs- und -endzeiten sind denkbar.


Ausbau der Haltestellen


Zu beachten ist, dass aktuell schon die Haltestellen am Rathaus ausgebaut werden. Neben barrierefreien Aspekten war bei den Planungen auch räumlich bereits berücksichtigt worden, dass dort gegebenenfalls eine größere Anzahl Schulkinder aus- und einsteigen könnte. Weiter geplant ist, die Berkumer Haltestellen Seniorenpark auszubauen, ebenso die Haltestellen Berkumer Weg in Gimmersdorf, wobei diese auf den dortigen Kommunalweg verlegt werden müssten. Bei jedem Aus- und Umbau von Bushaltestellen werden zudem Sicherheitseinrichtungen, wie Beleuchtung, Zuwegung, Aufstellfläche etc., mit eingeplant.


ÖPNV-Planungen sind ein langwieriger Prozess


Erst wenn alle Schritte abgeschlossen, alle beteiligten Behörden, wie u.a. Polizei und Experten*innen des Zukunftsnetz Mobilität NRW, gehört worden sind, wird die Gemeinde Wachtberg zusammen mit den ÖPNV-Verkehrsplanern des Rhein-Sieg-Kreises und der RVK eine Änderung der Linienführung der 856 beschließen. Dabei machen die Verkehrsplaner nochmals deutlich: Es ist ein langwieriger Prozess. Bei der Angebotsgestaltung geht es darum, den Fahrplan und alle baurechtlich, verkehrsrechtlich sowie sicherheitsrechtlich damit verbundenen Maßnahmen so auszurichten, dass es für alle Fahrgäste zufriedenstellend ist, gleichermaßen für Schüler*innen wie für Berufspendler*innen, für Senioren*innen, Familien und in ihrer Mobilität eingeschränkte Personen. Nur das kann eine für alle akzeptable Lösung sein.

Pressemitteilung

Gemeinde Wachtberg

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Jürgen Müller:
Der Bitte/Forderung von Anwohnern/Herrn Altmaier ist seitens der STADT zu folgen, die bisher KEINE Weitsicht und Kompetenz gezeigt hat - im Gegenteil.Die Reaktion von Herrn Langner ist mehr als bedenklich und kindergartenmässig.Die Auswüchse von alkohol- und feierwütigen Unbelehrbaren in Coronazeiten hat er NICHT im Griff - auch NICHT seine offensichtliche Eitelkeit und Reaktion auf berechtigte Kritik.
Gabriele Friedrich:
Alkoholverbot in der Öffentlichkeit, ob mit oder ohne Corona. Was in anderen Ländern hervorragend funktioniert, scheint in Deutschland unmöglich. Auch die Pizza-Esserei auf der Straße, da braucht man sich nur einmal die städtischen Müllkörbe anzusehen. Wann raffen die Politiker endlich mal, das sie sich auch unbeliebt machen dürfen, wenn es Sinn macht. Keine Chance den Alkoholikern und so schützt man auch Jugendliche, die ohnehin schon zu viel "saufen" Wenn der OB sich beschwert, soll er halt seine Arbeit machen und zwar so, wie die Wähler das wollen.
Jean Seligmann:
Verbote, Verbote und nochmals Verbote, könnt ihr nichts anderes mehr? Es ist doch klar Erkennbar das die Menschen diese immer mehr unterlaufen, lt. einer Studie haben sich 2/3 der Menschen in Deutschland nicht an die Corona-Verbote gehalten! Es geht auch anders, schaut euch Schweden an, sinkende Infektionszahlen! Und das ohne Panik schüren, Verbote, Strafe, hier wurden ganz wenige Maßnahmen ergriffen, die Freiheit der Menschen wurde nicht eingeschränkt!
Gabriele Friedrich:
Bei der AfD ist es eben schwierig die Leute auszusortieren, die rechtes Gedankengut haben. Ich finde auch, das man nicht generell alles ablehnen sollte, was von dieser Partei kommt. Lieber wäre mir, es würde sie gar nicht erst geben. Zu verdanken haben wir das der versagenden Bundespolitik und auch Landespolitik. [ Zitat] Unterdrückung / Isolierung / Diffamierung / Verächtlichmachung [ Zitat Ende] "Das" können Sie auch ganz normal in Arztpraxen, Krankenkassen, öffentliche Stellen, auf der Straße und eigentlich überall erleben, wo Menschen sich begegnen. Ganz normale Deutsche diffamieren andere Deutsche, nur weil sie sich gegen etwas wehren, etwas einfordern wollen oder einfach nur freundlich behandelt werden wollen. Auch wer eine "andere" Meinung hat, wird verbal niedergetrampelt oder verächtlich gemacht. Deutschland ist nicht unbedingt mehr das Vorbild für andere. Die Menschen haben noch niemals aus der Vergangenheit gelernt, die Fehler geschehen immer in der Gegenwart!
Jean Seligmann:
"auf allen Ebenen der kommunalen politischen Arbeit Anträge der AfD abzulehnen, wurde dabei einstimmig beschlossen." So sieht das demokratische Verständnis der anderen Parteien also aus, INTOLERANT wäre noch geschmeichelt, hier werden Menschen diskriminiert ob ihrer politischen Ansicht, obwohl diese durch Artikel 3 Absatz 3 Grundgesetz im Grunde ausgeschlossen sein sollte. Aber soviel Verständnis für Andersdenkende darf von den anderen Parteien und im besonderen von GRÜNEN nicht erwartet werden! Wo die Unterdrückung / Isolierung / Diffamierung / Verächtlichmachung von anderen Menschen hinführt, dass hat uns die Geschichte hinlänglich gelehrt!
juergen mueller:
Dieser sogenannte "Handlungsbedarf" wurde über JAHRE ignoriert. Jetzt, wo die Kacke am Dampfen ist, wird man munter. Dieses plötzliche Umdenken ist das was Politik ausmacht - erst dann, wenn die Öffentlichkeit auf etwas aufmerksam macht, was über Jahre vernachlässigt wurde, (vermeintlich) aktiv werden. Man sucht sich halt zu seinem persönlichen Vorteil das aus, was eben zur eigenen Profilierung gerade passt. Widerlich und anbiedernd.
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