Kreiswaldbauverein-Neuwied lädt zum Waldbildungstag ein
„Wiederaufforstung von Kalamitätsflächen“ und „Vorführung GPS-Gerät“
Steimel. Wer gegenwärtig auf die Rheinhänge und die Westerwaldhöhen schaut, erkennt den erschreckenden Zustand der Nadelwälder. Der Befall von Fichtenwäldern im Landkreis Neuwied durch den Fichtenborkenkäfer Buchdrucker hinterlässt nach der Aufarbeitung des Holzes teilweise großflächig unbestockte Kahlflächen ohne Baumbewuchs. Würde die Wiederbewaldung dieser Kalamitätsflächen sich selbst überlassen und nicht aktiv wieder aufgeforstet werden, entstünden dem Wald im Landkreis Neuwied erhebliche Verluste an Qualität und Stabilität, was aus vielfältigen Gründen nicht erwünscht sein kann. Da der Wald eine besondere Bedeutung für den Schutz von Klima, Wasser, Luft, Boden und den gesamten Naturhaushalt besitzt, ist ein standortgemäßer und möglichst naturnaher Zustand des Waldes zu bewahren oder herzustellen. Aus diesem Grund ist anzustreben, die durch die Borkenkäfer entstehenden Schadensflächen mit Baumarten wieder aufzuforsten und in Bestockung zu bringen. Bevor mit der Wiederbewaldung begonnen werden kann, muss die Kahlfläche für die Pflanzung vorbereitet werden. Die Firma „Van den Nagel“ wird an diesem Waldbildungstag demonstrieren, wie eine Kahlfläche mit dem Raptor zur Pflanzung vorbereitet werden kann.
Zudem möchte man das von der Forstbetriebsgemeinschaft angeschaffte GPS-Gerät zur Auffindung von Grenzpunkten vorführen. Die Grenzfindung mit dem GPS-Gerät ist für die Waldbesitzer eine erhebliche Erleichterung. Die Arbeitsweise von dem Gerät ist auf den Zentimeter zielgenau, bei ungünstigen Verhältnissen ist eine Abweichung von wenigen Zentimetern möglich. Bei besonders kleinen Waldparzellen ist es sonst recht schwierig den genauen Grenzverlauf zu finden. Gerade im Grenzbereich zu anderen Grundstücken stellt sich oft die Frage „Wem gehört der Baum eigentlich“? An dieser Stelle punktet natürlich ein zielgenaues GPS-Gerät und gibt somit einen schnellen Aufschluss.
Der Termin findet am Mittwoch, 20. März um 16 Uhr statt. Treffpunkt ist der Ruhewald/Friedhof in Steimel (Udertsweg). Der Kreiswaldbauverein lädt alle Mitglieder und interessierte Gäste zur Teilnahme ein. Anmeldung ist nicht erforderlich. BA
