Bürgerinitiative Lebenswertes Swisttal e.V
Windkraft ja - aber vielleicht 13 Anlagen in Swisttal?
Odendorf. Nun ist es soweit, der Windenergie Riese Enercon richtet eine Baustelle in Odendorf ein. Eine Tatsache, die schon lange voraussehbar war. Die Gemeinde Swisttal wird ihre Klage gegen Enercon verlieren und vier Windkraftanlagen werden in Odendorf entstehen. Diese Fläche ist wegen ihrer Nähe zu den Wohngebieten genauso ungeeignet wie die Flächen vor Heimerzheim, Ollheim und Dünstekoven. Auch wenn formal beide Flächen eine unterschiedliche Ausweisung besitzen, sind es Flächen auf dem Gebiet von Swisttal. Nur die Gemeindeleitung sieht das anders und hat- warum auch immer - gegen diese Fläche vor Odendorf gegen Enercon geklagt. Würde es der Gemeindeleitung und dem mehrheitlichen Rat nur um eine Flächenausweisung gehen, um einer Verspargelung der Landschaft in Swisttal zu entgehen, so könnte der Teilflächennutzungsplan für Windkrafträder entweder reduziert oder ganz gestrichen werden. Auch die Gefahr, die von der Pipeline der Rhein-Main Rohrleitungsgesellschaft ausgeht, könnte damit beseitigt werden. Darum geht es aber schon lange nicht mehr! Hinter dem Festhalten am Flächennutzungsplan geht es um massive wirtschaftliche Interessen der Windkraftlobby und einzelner Swisttaler Landbesitzer auf dem Rücken der Bürger Swisttals. Wenn die geplanten Windkrafträder in diesem Einzugsgebiet zusammenzählt werden, dann kommt man auf mindestens 11 Anlagen. Auf der Fläche 3 des Teilflächennutzungsplanes vor Dünstekoven sind zur Zeit aber nur zwei Anlagen geplant. Auf diese Fläche passen aber locker vier Windkraftanlagen! Also werden in Swisttal in absehbarer Zeit sage und schreibe 13 Anlagen ihre Arbeit verrichten. In absehbarer Zeit deshalb, weil ab 2017 die staatliche Förderung für Windkraftanlagen eingeschränkt wird und viele Investoren noch schnell die alte Förderung mitnehmen wollen. Selbst die hartgesottensten Befürworter von Windkraft müssten stutzig werden und überlegen, ob dem kleinen Swisttal so etwas zuzumuten ist. Unser Aufruf geht an die Politiker in Swisttal! Bei allem guten Willen zu alternativen Energien, sollten sie die Menschen nicht ganz vergessen und Vernunft und Maß walten lassen und den Teilflächennutzungsplan auf Grund vieler neuer Erkenntnisse überdenken und ändern.
Pressemitteilung Bürgerinitiative
Lebenswertes Swisttal e.V
