Bündnis 90/DIE GRÜNEN fordern Klimaanpassungskonzept für den Kreis Cochem-Zell
„Wir dürfen nicht weiter nur reagieren“
Cochem-Zell. Gemeinsam mit ihrem Direktkandidaten im Wahlkreis Mosel/Rhein-Hunsrück, Julian Joswig, diskutierten die Cochem-Zeller Grünen auf ihrer Mitgliederversammlung die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen und das Handeln auf lokaler Ebene. Schwerpunkte an diesem Abend stellten die Themen Klimaschutz- und Klimaanpassung sowie nachhaltiger Tourismus dar.
„Die Flutkatastrophen an der Ahr und Erft haben gezeigt, wie verletzlich unsere Infrastrukturen gegenüber Extremwetterereignissen sind. Einseitige Wetterlagen wie Dürren oder Starkregenereignisse werden auch bei uns immer wahrscheinlicher. Wir dürfen nicht weiter nur reagieren, sondern wir müssen jetzt effektive Klimaschutz- und lokale Anpassungsmaßnahmen entwickeln“ so Joswig. Gleichzeitig dankt der 27-jährige Direktkandidat dem Engagement und dem Einsatz der vielen Hilfskräfte: „In diesen Zeiten sehen wir wie Menschen zusammenhalten, denn schnelle und unbürokratische Hilfen sind das Wichtigste für Betroffene. Es gilt ein großer Dank allen Hilfsorganisationen sowie freiwilligen Helferinnen und Helfer.“
Die Fraktionsvorsitzenden der Kreistagsfraktion sowie aus den VG-Räten Kaisersesch und Cochem stellten den Mitgliedern die zahlreichen Anträge und Initiativen aus dieser Legislaturperiode vor. Einig sind sich alle dabei, dass es eine Analyse und Bewertung der Infrastruktur im Hinblick auf Klimaanpassungsstrategien im Kreis Cochem-Zell geben muss. Beim Klimaschutz setzen die Grünen weiter Impulse. „Neben den Förderprogrammen für innovative Solaranlagen und Balkon-PV-Anlagen für Privathaushalte, ist es uns wichtig, im Bereich Mobilität neue Impulse zu setzen. So könnten Radverkehr und Carsharing-Modelle mit E-Autos den ÖPNV im ländlichen Raum ergänzen,“ so Ingrid Bäumler, stellvertretende Vorsitzende der grünen Kreistagsfraktion. Davon würden nicht nur Einheimische profitieren, sondern es käme auch dem Tourismus in der Region zu Gute.
„Die Anzahl der Radfahrer ist in den letzten Jahren sichtbar gestiegen, Pedelecs und E-Bikes erschließen die Täler und Höhen unserer Region. Es ist höchste Zeit, dass wir ein lückenloses und sicheres Radwegenetz schaffen“, stellte Horst Pullich fest. Eine Initiative der grünen Fraktion im VG-Rat Cochem dazu sei auf breite Zustimmung gestoßen, auch darüber hinaus würden die langjährigen Bemühungen der Grünen für sichere Radwege so langsam Früchte tragen, freute sich der Fraktionsvorsitzende im Verbandsgemeinderat Cochem.
Auch die gegenwärtige Debatte um die UNESCO Bewerbung „Kulturlandschaft Mosel“ beschäftigte die Kreis-Grünen. Grundsätzlich unterstützen die Grünen Cochem-Zell zwar eine UNESCO-Bewerbung, kritisieren jedoch die mangelnde Transparenz und die Beteiligungsmöglichkeiten der Bürgerinnen und Bürger. Auch die Einflussnahme auf bereits gefasste Beschlüsse in den Gemeinderäten erregte bei den Grünen großes Unverständnis.
Joswig, der aus Boppard stammt und dessen Familie ein Hotel im Mittelrheintal betreibt, will sich als Bundestagsabgeordneter für mehr nachhaltigen Tourismus in Rheinland-Pfalz und regionale Wirtschaftsstrukturen einsetzen.
Pressemitteilung Bündnis 90/
Die Grünen Cochem-Zell
