Politik | 10.05.2017

Rheinbacher Grüne unterstützen Europäische Bürgerinitiative

„Wir haben’s Glyphosatt“

Unterschriftensammlung am 13. Mai

Rheinbach. Der Rheinbacher Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen unterstützt die Europäische Bürgerinitiative (EBI) „Stopp Glyphosat“, die durch zahlreiche Umweltorganisationen ins Leben gerufen worden ist. „Wir wollen nicht zulassen, dass Glyphosat weiterhin auf unsere Äcker und Teller kommt“, sagt OV-Sprecherin Deborah Rupprecht. „Wir wollen eine Landwirtschaft, die gute und giftfreie Lebensmittel für uns alle erzeugt und im Einklang mit der Natur wirtschaftet!“

Zusammen mit vielen anderen grünen Orts- und Kreisverbänden sammeln die Rheinbach Grünen deshalb Unterschriften für ein Verbot von Glyphosat und möchten damit dafür sorgen, dass sich Bürgerinitiativen wie die EBI weiter als Elemente einer lebendigen demokratischen Kultur in Europa etablieren.

Unabhängiges Genehmigungsverfahren ist das Ziel

Ziel der EBI ist es, unabhängige Genehmigungsverfahren für Pestizide einzuführen und Glyphosat aus dem Verkehr zu ziehen. Innerhalb eines Jahres braucht die EBI dazu mindestens eine Million Unterstützerinnen und Unterstützer aus mindestens sieben verschiedenen EU-Ländern.

Das Pflanzengift Glyphosat vernichtet nicht nur Pflanzen, die von Landwirten als schädlich angesehen werden, es tötet zudem alles Grün auf dem Acker, zerstört die Artenvielfalt, gefährdet Böden sowie Grundwasser und damit die menschliche Gesundheit. Glyphosat ist für Menschen laut Weltgesundheitsorganisation WHO „wahrscheinlich krebserregend“.

Ein Verbot des Pflanzengiftes durch die Bundesregierung wird aus wirtschaftlichen Erwägungen von der Agrarlobby bisher erfolgreich blockiert. Geld ist eben wichtiger und bedeutender als Gesundheit und natürliche Vielfalt.

Die Rheinbacher Grünen wollen die Million voll machen und laden am Samstagvormittag, 13. Mai, zwischen 10 und 12 Uhr an ihren Wahlstand (Hauptstr. Rheinbach, vor dem Modegeschäft Heidi Pitzen) ein.

Pressemitteilung Die Grünen

Ortsverband Rheinbach

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Kommentare
13.05.201703:11 Uhr
Roberta Orlek

Wer genau wissen, will wie Glyphosat bei Mensch und Tier Nieren-, DNA- und Leber- und Zellen, Darmbakterien und das Immunsystem schädigt, Hormone beeinflusst… kann das in dieser Übersicht mit 100 Studien nachlesen:

http://www.umweltinstitut.org/images/gen/aktionen/Roundup/Studien-Glyphosat.pdf

Auch der 119. Deutsche Ärztetag, also alle in Deutschland organisierten Mediziner, haben sich in einem Brief an Frau Merkel geschlossen für ein Verbot von Glyphosat ausgesprochen.
Warum? Weil: "Glyphosat (...) DNA- und chromosomale Defekte in menschlichen Zellen verursacht". Und „Für gentoxische Effekte besteht nach derzeitiger wissenschaftlicher Meinung kein unschädlicher Schwellenwert…“ wie man hier nachlesen kann:

http://www.presseportal.de/pm/9062/3337906

Mit diesen Fakten muss man man sich auch nicht auf Hobbyärzte im Internet verlasen, sondern erfährt von echten Ärzten, Biologen, Toxikologen und Krebsexperten, wie gefährlich Glyphosat wirklich für uns Verbraucher ist. Danke.

12.05.201710:10 Uhr
Uwe Klasen

Wie Text berreits erkennbar, geht es den Glyphosat-Gegnern um eine allgemeine Attacke auf die moderne Landwirtschaft!
Das weltweit zur Unkrautbekämpfung eingesetzt Herbizid Glyphosat steht seit Jahren unter Beschuss. Ihm wird in teilweise hysterischen Kampagnen z.B. unterstellt, Krebs auszulösen. Die angeführten Belege für eine angebliche Gesundheitsgefährdung erweisen sich bei näherem Hinsehen als wissenschaftlich nicht stichhaltig, sind empirisch nicht belegbar und somit auch nicht falsifizierbar, also Untauglich!

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