Eine Aktion von Amnesty International Neuwied
„Wir nehmen Rassismus persönlich“
Neuwied. Die Neuwieder Gruppe der Internationalen Menschenrechtsorganisation Amnesty International beteiligte sich mit einem Infostand am Neuwieder Aktionstag gegen Rassismus in der Neuwieder Fußgängerzone, der von mehreren Organisationen im Rahmen der Anti-Rassismus-Wochen in Neuwied begangen wurde. Hierbei hatten die Amnesty Vertreter Petitionen zu aktuellen Fällen von Menschenrechtsverletzungen zur Unterschrift angeboten. Inge Rockenfeller und Manfred Kirsch erklärten: „Rassismus ist immer menschenverachtend und stellt einen Verstoß gegen die humanen Werte der Internationalen Staatengemeinschaft dar.“ Sie beklagten, dass insbesondere in den vergangenen Jahren die Zahl der rassistischen Überfälle und anderer rassistischer Straftaten besorgniserregend zugenommen hätten. So seien die gewaltsamen Übergriffe auf Flüchtlinge sowie hier lebende muslimische und jüdische Menschen und deren Einrichtungen nicht hinnehmbar. Die Taten erforderten den konsequenten und couragierten Widerstand von Demokratinnen und Demokraten. Auch in Neuwied habe es vor nicht allzu langer Zeit während einer Amnesty Aktion einen rassistischen Vorfall gegeben, als ein dunkelhäutiges Mitglied der AI Gruppe wegen seiner Hautfarbe angepöbelt worden sei. Die Amnesty Kampagne gegen Rassismus steht unter dem Motto „Wir nehmen Rassismus persönlich“, denn bei jeder rassistischen Handlung sowie mit jeder rassistischen Äußerung werden Menschen abgewertet und ausgegrenzt.
Pressemitteilung von
Amnesty International Neuwied
