Politik | 22.02.2021

Jenny Groß im Austausch mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn

„Wir werden wieder zur Normalität kehren zurückkehren können“

Montabaur. Gesundheitspolitik ist seit Corona gefragter denn je. Mit dem Besuch des Bundesgesundheitsministers Jens Spahn ist der Landtagsabgeordneten Jenny Groß ein echter Coup gelungen. Auf ihre Einladung hin kam er kürzlich zu einer Videokonferenz und stand den gut 70 Anwesenden Rede und Antwort. Für die WesterwälderInnen war es eine gute Gelegenheit, die sie entsprechend zahlreich nutzten, um Informationen aus erster Hand zu erhalten. Das Ziel der Landtagsabgeordneten, dass die Menschen direkt ihre Fragen von Spahn beantwortet bekommen und nah dran sind, glückte.

Nach einer kurzen Einführung von Jenny Groß MdL und Dr. Andreas Nick MdB (CDU Kreisvorsitzender), nahm sich Minister Jens Spahn die Zeit, um zunächst einmal über den derzeitigen Sachstand der Pandemie und damit verbunden den Impfungen, zu informieren. Dass der Winter hart werden würde, so Spahn, war klar. Dass er jedoch so hart werden würde und es quasi eine weitere Welle in der zweiten Welle geben würde, hatte niemand erwartet. Gemeint waren die diversen Mutationen, die inzwischen weltweit auftreten und auch in Deutschland schon mit recht hohen Prozentwerten angekommen sind. Spahn bedauert sehr die zahlreichen Opfer, die das Covid19-Virus gefordert hat, gibt sich aber auch zuversichtlich, dass die Impfstoffe einen Weg aus dem Dilemma öffnen. Knapp ein Jahr, nachdem das Virus bekannt geworden ist, sich ihm in den Weg stellen zu können, bewertet der Politiker als großartig. „Wer hätte im März 2020 damit gerechnet, dass wir im gleichen Jahr noch geeignete Impfstoffe finden und verimpfen können?“

Die Impfstrategie im Gesamten verteidigt Spahn, räumt aber ein, dass sie nicht reibungslos verläuft. Was auch wieder sein Gutes mit sich bringe – Diskussion sei auch Erkenntniserfahrung.

Die wohl brennendsten Fragen waren, wann es genügend Impfstoff gebe und wie das Procedere bei Volllast künftig laufen könne. Spahn entgegnete, dass sich das Bild der „leeren“ Impfzentren schon in den nächsten Wochen komplett ändern werde, noch in den nächsten Tagen sollen acht Millionen Impfdosen in Deutschland ankommen. „Derzeit ist auch ein Impfstoff von Johnson & Johnson sowie der des Tübinger Unternehmens Curevac dabei seine Zulassung von der EU und der EMA zu erhalten. Mit jedem Impfstoff mehr retten wir Menschen und verhindern bei vielen einen schlimmen Verlauf des Virus,“ sagte Jens Spahn MdB. Insgesamt seien mehr als 600 Millionen Impfdosen für Deutschland bestellt worden, viel mehr, als beispielsweise die USA geordert hat. Andere Länder, die derzeit im Vergleich mit Deutschland mehr geimpft haben, so auch Großbritannien, erklärte Minister Spahn damit, dass dort nicht die zweite Impfung erfolge, sondern man dort entschieden habe, die erste Impfung zu sichern und damit viele Menschen zu erreichen, Deutschland hält sich an die Vorgaben der Erst- und Zweitimpfung in einem gewissen zeitlichen Abstand. „In Deutschland räumen wir dem Gesundheitsschutz höchste Priorität ein und daher wird es deshalb manchmal etwas mehr Zeit brauchen.“

In Zusammenhang mit dem Gesundheitsschutz beantwortete der Minister auch die Frage nach der Priorisierungsliste. „Bekannt ist“, so Spahn, „dass ältere und vorerkrankte Menschen am meisten durch das Virus bedroht sind. Deshalb stehen sie zusammen mit dem Pflegepersonal an allererster Stelle.“ Mit dem Hinweis der mangelnden Solidarität kritisiert er scharf das Bekanntwerden von Informationen, dass mancherorts Menschen geimpft worden seien, die nicht zu dieser Gruppe gehörten. „Hier werden Sanktionen geprüft,“ unterstrich er die Frage knapp.

Guter Hoffnung ist Spahn, dass es im Sommer auch einen Impfstoff für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren geben wird, ebenso, dass die Impfungen auch in den Hausarztpraxen durchgeführt werden können. Auch Schnelltests könnten zur Beendigung des „harten“ Lockdowns beitragen. Spahn warnt jedoch eindringlich: Selbst das beste Schutzkonzept ist nicht ohne Risiko, deshalb sieht er die Regierung in der Pflicht, besonders achtsam vorzugehen. Er machte aber Hoffnung, bereits im März kostenlose Antigen-Schnelltests von geschultem Personal durchzuführen in Testzentren oder Apotheken. Ebenso verwies er auf sogenannte „Laien-Schnelltests“, die nach der baldigen Zulassung für alle möglich seien. Sie sollen zu einem sicheren Alltag beitragen, gerade in Schulen und Kitas.

Auch wurde Klartext bezüglich der unterschiedlichen Impfstoffe gesprochen: „Wir haben sehr gute Impfstoffe, ob Biontech, Moderna oder ebenso Astra Zeneca. Sie alle sind zugelassen und wirksam gegen eine Corona Erkrankung. Es wird nicht die Wahl für den einen oder anderen Impfstoff geben, ich würde mich mit jedem der Impfstoffe gegen Covid-19 impfen lassen.“

Jenny Groß MdL bedankte sich bei Gesundheitsminister Jens Spahn und machte deutlich, wie wichtig die Impfung für die Herdenimmunität, die Sicherheit aller und dem Sieg gegen Corona sei. „Ja es ist eine unglaublich harte Zeit, an die wir uns noch Jahrzehnte erinnern werden. Wir haben bereits bewiesen, dass wir in Deutschland diese Krise meistern und ich vertraue unserer Wissenschaft und Medizin, dass sie wirksame Medikamente und Impfstoffe finden. Ebenso sehe ich Licht am Ende des Tunnels, sodass wir bis Ende des Sommers alle zumindest eine Erstimpfung erhalten haben,“ erklärte Jenny Groß MdL am Ende der digitalen Veranstaltung.

Pressemitteilung von

MdL Jenny Groß, CDU

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