Informationsveranstaltung der FWG Nörtershausen-Pfaffenheck
„Wohnen im Alter“ stand im Fokus
Nörtershausen. Rund 20 Interessierte hatten sich bei der Infoveranstaltung der FWG Nörtershausen-Pfaffenheck zum Thema „Wohnen im Alter“ im Besprechungsraum der Pizzeria „Roma“ in Nörtershausen eingefunden. Dabei waren die Informationen von Uwe Behrens, Geschäftsführer von Projekt 3 und Investor der Einrichtung „Villa Ausonius“ in Oberfell, von besonderem Intersse. Das Thema „Wohnen und Leben im Alter“ ist in aller Munde. Dörfer und Städte machen sich Gedanken, so auch die Aktiven der FWG Nörtershausen-Pfaffenheck, wie sie künftig für ältere Generationen attraktive Wohnmöglichkeiten bieten können.
So waren die Fragestellungen: Wie sehen solche Wohnungen für Senioren aus? Wie groß sind sie? Was kann den Bewohnern geboten werden? Nicht alles ist dabei für jeden verständlich, und es gibt durchaus unterschiedliche Vorstellungen dazu. Sollen Wohnformen für das Leben im Alter geeignet sein, ist es selbstverständlich, dass die Räume weitgehend barrierefrei, barrierearm oder seniorengerecht sind.
Dabei ist ein „Gemeinschaftliches Wohnen“ die niedrigschwelligste Form derartiger Projekte, es können Miet- oder Eigentumsobjekte sein. Bauträger können Privatinvestoren, Vereine, Genossenschaften oder Eigentümergemeinschaften sein. Wichtiges Merkmal ist, dass die jeweiligen Wohnungen abgeschlossen sind und jeder eigenes Hausrecht hat und in der Wohnung völlig selbstständig lebt. Das heißt, dass die Bewohner in der Regel noch nicht pflegebedürftig sind.
Leistungen nach Bedarf
Die nächsthöhere Stufe ist das „Betreute Wohnen“. Dies ist kein fester Begriff, die Wohnform wird oftmals auch als „Wohnen mit Service“ bezeichnet. „Betreutes Wohnen“ gibt es in Mietwohnanlagen, die seniorengerecht oder barrierefrei gebaut sind, zentral verwaltet und gewartet werden und über ein Hausnotrufsystem verfügen. Das Alltagsleben der Wohnparteien ist weitgehend selbstbestimmt. Jeder hat Hausrecht in seiner Wohnung, Pflege und Hauswirtschaftshilfe und Betreuung können nach dem jeweiligen Bedarf von verschiedenen Anbietern „hinzugekauft“ werden. Oft bieten die Vermieter einige solcher Leistungen selbst an.
„Wohn-/Pflegewohngemeinschaften“ sind die nächste Stufe. Sie werden auch „Pflegewohngruppen“ genannt. Diese ambulanten Wohnformen sind für alte, behinderte oder an Demenz erkrankte Menschen gedacht, die täglich auf fremde Hilfe angewiesen sind. Sie mieten sich ein Zimmer und einen Anteil an der gemeinsam genutzten weiteren Wohnfläche. In einer Wohn-/Pflege-WG finden sechs bis zwölf Bewohner einen Rahmen zur Alltagsbewältigung. Das Wohnen und der Tagesablauf mit Kochen, Waschen, Leben stehen im Vordergrund der Betreuung, die meist pauschal von einem Pflegedienst oder von eigens angestelltem Personal geleistet wird.
Zuletzt ist das Seniorenheim eine stationäre Einrichtung, in der Menschen wohnen und betreut, versorgt und gepflegt werden. Dort ziehen heute meist nur Menschen ein, die aufgrund altersbedingter Beeinträchtigungen und des jeweiligen Pflegebedarfs nicht mehr in einer eigenen Wohnung leben können. Mit einem entsprechenden Heimvertrag ist für die Bewohner alles geregelt, alle Leistungen sind aus einer Hand eingekauft.
Verbleib in der Heimatregion
In der Diskussion stellte sich durchaus die Frage, was für die Ortsgemeinde Nörtershausen in Frage kommen könne. Wichtig sei dass man sich dieses Themas annehme, denn auch in der Gemeinde wird es in Zukunft mehr ältere Menschen geben. Ziel sollte es sein, dass diese in ihrer Heimatregion bleiben und die sozialen Kontakte in der Gemeinde weiter gepflegt werden können.
Nach der konstruktiven Diskussion bestand Einigkeit, dass ein Bedarf in der Gemeinde zunächst abgefragt werden sollte. Des Weiteren wurde angeregt, mit der örtlichen Gastronomie die Möglichkeit bzw. das Angebot einer gemeinsamen Mittagsmahlzeit, zum Beispiel einmal im Monat, auszuloten.
Pressemitteilung der
FWG Nörtershausen-Pfaffenheck
