Politik | 30.04.2020

Grüne wollen sozialen Wohnungsbau fördern

Wohnen muss in Koblenz bezahlbar bleiben

Koblenz. Mit gleich zwei Anträgen zur Ratssitzung am 7. Mai bekennen sich Bündnis 90/Die Grünen zur kommunalen Wohnungsbaugesellschaft und zur Förderung des sozialen Wohnungsbaus.

„Wir wollen prüfen lassen, ob der Parkplatz vor dem „stattstrand“ unterhalb der Universität in Ständerbauweise überbaut werden kann“, so Ratsmitglied Detlef Knopp. Es handelt sich um eine Überschwemmungsfläche der Mosel, die somit weiterhin gesichert werden könnte. Gleichzeitig kann dann geprüft werden, ob beispielsweise die Koblenzer WohnBau dort ein Studierendenwohnheim errichten könnte. Alternativ kann diese Fläche auch dem Studierendenwerk zu einer möglichen Bebauung angeboten werden.

„Der Bedarf ist da, allein das Studierendenwerk führt eine Warteliste für einen Wohnheimplatz von über 500 Studierenden“, so Laura Martín Martorell, stellv. Fraktionsvorsitzende, mit einer weiteren Dynamik sei im Zuge der Selbständigkeit der Universität zu rechnen. „Hier soll bezahlbarer Wohnraum für Studierende geschaffen werden, dies stellt auch eine Aufwertung des Hochschulstandortes Koblenz dar“, ergänzt Laura Martín Martorell.

In einem weiteren Antrag zur Ratssitzung regen die Grünen den Abschluss einer Kooperationsvereinbarung mit dem Land an, um den sozialen Wohnungsbau noch besser fördern zu können. Städte wie Mainz, Ludwigshafen oder Trier haben bereits eine solche Vereinbarung abgeschlossen, die dann greift, wenn eine Kommune bei Wohnungsbauvorhaben mindestens 25 Prozent sozial geförderten Wohnraum vorsieht. Dies ist in Koblenz der Fall. Die Grünen werden die beiden Anträge gemeinsam mit den Fraktionen der SPD, der Linken und der Freien Wähler bei der kommenden Stadtratssitzung stellen.

„Auch mit unserer Hilfe konnte im Stadtrat eine 30 Prozent-Quote für den sozialen Wohnungsbau beschlossen werden. Wir wollen, dass Wohnen in Koblenz bezahlbar bleibt und unser kommunales Wohnungsbauunternehmen gestärkt wird“, so Detlef Knopp.

Pressemitteilung der

Stadtratsfraktion

Bündnis 90/Die Grünen

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