Politik | 24.06.2025

Stadtrat von Bad Neuenahr-Ahrweiler hat die Zukunftsfähigkeit der Heerstraße im Blick

Ziel sind klare Verkehrsführung und neue Grünflächen

Am westlichen Ende der Heerstraße in Höhe Weinbergstraße und DRK-Rettungswache soll der erste Bauabschnitt in Richtung Rhein beginnen. Fotos: GS

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Der Stadtrat von Bad Neuenahr-Ahrweiler hat grünes Licht für die Vergabe der Ingenieurleistungen für die Heerstraße im Stadtteil Bad Neuenahr-Ahrweiler in Höhe von geschätzt etwas mehr als einer Million Euro gegeben. Die das Ausschreibungsverfahren für die Vergabe ist für das dritte Quartal vorgesehen.

Die Heerstraße ist eine zentrale Verkehrsachse der Stadt und soll aufgrund von Infrastrukturschäden sowie notwendiger Leitungsarbeiten umfassend ausgebaut werden, um die Verkehrs- und Versorgungssicherheit sowie die städtebauliche Qualität nachhaltig zu verbessern.

Grundlegende Erneuerung

Der Ausbau erstreckt sich über rund eineinhalb Kilometer zwischen der Weinbergstraße und dem Kreisel am Schwertstal mit einer Fläche von etwa 22000 Quadratmetern. Der Abschnitt zwischen der Weinbergstraße und dem großen Kreisverkehr an den Ulmen ist vom Ausbau ausgenommen, dort ist lediglich ein Lückenschluss des Gehwegs auf einer Länge von rund 100 Metern vorgesehen. Die Sanierungsarbeiten sollen nicht nur in geschlossener, sondern auch offener Bauweise erfolgen. Sperrungen und Beeinträchtigungen werden unabwendbar sein.

Im Rahmen der systematischen Erfassung tiefbautechnischer Schäden im Stadtgebiet, die nach der Flutkatastrophe vom 14. und 15. Juli 2021 durchgeführt wurde, wurde laut Stadt-Vize Peter Diewald festgestellt, dass die Heerstraße selbst Schäden im Straßenkörper aufweist. Der Anteil der unmittelbar flutbedingten Schäden sei laut externem Schadensgutachten gering, sodass lediglich ein kleiner Kostenanteil von 52000 Euro zur Schadensbehebung über den Wiederaufbaufonds abgedeckt werden könne. Deutlich gravierender betroffen seien zudem die unter der Straße verlaufenden Ver- und Entsorgungsleitungen. Diese wiesen erhebliche Schäden auf, die eine grundlegende Erneuerung erforderlich machten.

Zwei Bauabschnitte

So beabsichtigt der Abwasserzweckverband die Erneuerung seiner dortigen Leitungen. Da der vorhandene Mischwassersammler, im Teilbereich Weinbergstraße bis Bergstraße, beschädigt ist und direkt neben der Bahnstrecke liegt, soll ein Neubau in neuer Trasse in der Heerstraße erfolgen. Die Erneuerung in der Heerstraße soll dabei in zwei Abschnitten erfolgen, erläuterte Beigeordneter Diewald bereits im jüngsten Haupt- und Finanzausschuss. Der erste Abschnitt geht von der Bergstraße bis zur Weinbergstraße. Hier ist geplant, dass der Kanal in geschlossener Bauweise verlegt wird. Die Kanalverlegung dieses Abschnitts ist für kommendes Jahr vorgesehen.

Der zweite Abschnitt geht von der Bergstraße bis zum Kreisel am Schwertstal. Dort soll die Leitung in offener Bauweise parallel zu den weiteren Ver- und Entsorgungsleitungen verlegt werden. In diesem Zusammenhang beabsichtigen die Ahrtal-Werke zusätzlich die Verlegung von Mittelspannungs- sowie Fernwärmeleitungen. Ergo: Eine Komplettsanierung und Neugestaltung wird die Konsequenz sein.

„Ziel ist es, den Straßenraum nicht nur funktional, sondern auch gestalterisch zukunftsfähig zu gestalten. Der Straßenquerschnitt soll neu geordnet werden – mit klaren Verkehrsführungen, neuen Grünflächen, attraktiven Angeboten für den Rad- und Fußverkehr sowie einer deutlich verbesserten Aufenthaltsqualität“, so Diewald zu der Maßnahme bereits im Haupt- und Finanzausschuss. Die Entwurfsplanung soll Mitte 2026 im Bau- und Planungsausschuss vorgestellt werden.

Der Kreisel am Schwertstal ist die östliche Begrenzung der geplanten Baumaßnahme Heerstraße.

Der Kreisel am Schwertstal ist die östliche Begrenzung der geplanten Baumaßnahme Heerstraße.

Am westlichen Ende der Heerstraße in Höhe Weinbergstraße und DRK-Rettungswache soll der erste Bauabschnitt in Richtung Rhein beginnen. Fotos: GS

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Kommentare
28.06.202514:21 Uhr
Werner Borschbach

Hoffentlich gibt’s Tempo 30, damit der Lärm reduziert wird und auch die nächtliche Raserei ein Ende hat.

24.06.202512:56 Uhr
Dirk Lieske

Ich kann nur hoffen, dass sehr viele Bäume gepflanzt werden. Sieht nicht nur gut aus, sondern hat ja auch einen positiven Einfluss auf unser Stadtklima!

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