Politik | 02.11.2016

UWG Wachtberg fordert mehr Angebote für den Durchschnittsverdiener

Zu wenig bezahlbare Wohnungen

Wachtberg. Die Gemeinde Wachtberg mit ihren über 20.000 Einwohnern liegt mit ihrer Nähe zu Bonn in einer boomenden Region. Vor einer reizvollen Kulisse des Siebengebirges übt Wachtberg mit seiner einzigartigen Kulturlandschaft nach wie vor eine besondere Anziehung aus.

Das als Gegenmaßnahme zum Wechsel des Regierungsstandortes beschlossene Bonn-Berlin-Gesetz hat - entgegen den ursprünglichen Erwartungen - die Attraktivität der Gemeinde Wachtberg als Wohnstandort noch erhöht. Finanzhilfen haben den Strukturwandel ermöglicht und flankiert und damit eine Attraktivitätssteigerung der gesamten Region ermöglicht. Die Zuwanderung von Bürgern wurde verstärkt und damit die Berlin-Abwanderung kompensiert. Auf diese Weise konnten sich die Bevölkerungszahlen unter anderem durch die Ansiedlung von großen Dienstleistern in Bonn - trotz hoher Abwanderungsraten - weiter erhöhen. Die Profilierung Wachtbergs in der Region als hochwertiger Wohn- und Wirtschaftsstandort mit besonderer Gewichtung von Freizeit und Naherholung und die Nähe zu Bonn hat eine Bevölkerungsstruktur zur Folge, die sich durch einen hohen Bildungsstand und eine große Finanzkraft auszeichnet. Wachtberg ist die Gemeinde mit einem der höchsten verfügbaren Einkommen pro privatem Haushalt in NRW. Diese Entwicklung hat die Nachfrage nach Wohnraum in der Gemeinde insgesamt verstärkt. Die in den letzten Jahren entstandenen Bauvorhaben waren Folge dieser Bedarfszunahme. Verstärkte Nachfrage und die Zinsentwicklung haben den Wohnungsmarkt zunehmend zu einem Anbietermarkt gemacht und damit den Preis für Wohnraum steigen lassen. Damit besteht die Gefahr, dass Besserverdienende diejenigen verdrängen könnten, die sich Wohnraum zu diesen Preisen nicht leisten können. Für Bürger mit einem durchschnittlichen oder niedrigeren Einkommen wird das zu einem großen Problem. Der starke Zuzug von Flüchtlingen und ihre Integration in unsere Gesellschaft fordern die Wohnungswirtschaft und die Wohnungspolitik zusätzlich heraus. Der Fraktionsvorsitzende Joachim Mittweg betont: „Der UWG ist der gesellschaftliche und soziale Zusammenhalt in unserer Gemeinde wichtig. Auch junge Familien mit mehreren Kindern müssen sich Wohnen in Wachtberg leisten können. Die zunehmende Alterung der Bevölkerung und der demografische Wandel insgesamt haben ebenfalls Auswirkungen auf den Wohnraumbedarf. Was wir brauchen, ist eine stärkere soziale Wohnbauförderung und damit mehr Wohnungsangebote für Menschen mit niedrigerem Einkommen.“ Diese Forderung der UWG sollte jetzt bei der anstehenden Entwicklung der im letzten Flächennutzungsplanverfahren geschaffenen Wohnbaufläche entsprechend stark berücksichtigt werden. Das könnte durch entsprechende Anreize für Investoren geschehen. Denkbar wäre zum Beispiel bei größeren Bauvorhaben direkt eine entsprechende Sozialwohnungsquote vorzusehen (Wohnmix).

Pressemitteilung der

UWG Wachtberg

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Sandra Sattler: Der Zustand der L330 zwischen. Nassau und Zimmerschied ist eine absolute Katastrophe- und das nicht erst seit gestern! Wir sind wohnhaft in Hömberg und werden seit vielen Jahren mit diversen Ausreden vom LBM vertröstet.
  • Janek: Wer die Strecke kennt, kann sich den Grund bereits denken … Der Straßenzustand ist dort so schlecht, dass er besonders für Motorradfahrer ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko darstellt. Dem verunglückten...
  • Siegfried Kowallek: Verwunderlich ist weiterhin, dass die SPD der Neuwieder CDU vorhält, gegen den Unvereinbarkeitsbeschluss der Christdemokraten in Bund und Land im Hinblick auf die Partei Die Linke zu verstoßen. In insgesamt...
  • Siegfried Kowallek: Die Nennung von BSW und der Partei Die Linke im selben Kontext ist sachlich nicht gerechtfertigt und damit unredlich. Prominentester linker Befürworter deutscher Waffenlieferungen an die Ukraine ist Bodo...
  • Beatrix Biskup: Ich habe Bibliotheken immer geliebt und ich freue mich über jeden Schritt den die Stadtbibliothek in Richtung Zukunft geht und über jede Veranstaltung die diese durchführen würde.
Rund um´s Haus
Titel
Rund ums Haus
SB Standesamt
Anzeigenauftrag FMP-1P9L0-AD-351131
Unterstützeranzeige
Wohnträume
Leiter/in (w/m/d)
Sachbearbeiter/in (w/m/d)
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
Vom 6. bis 8. April 2026 machte das Infomobil des Deutschen Bundestages Station auf dem Himmeroder Wall in Rheinbach. Foto: Stadt Rheinbach
4

Bürgermeister begrüßt Bundestagsabgeordneten Röttgen am Infomobil des Deutschen Bundestages

Im Gespräch vor Ort

Rheinbach. Vom 6. bis 8. April 2026 machte das Infomobil des Deutschen Bundestages Station auf dem Himmeroder Wall in Rheinbach. Der 17 Meter lange und 26 Tonnen schwere Promotion-Truck tourt jährlich durch rund 60 Städte in ganz Deutschland. Ziel ist es, die Arbeit des Parlaments anschaulich zu vermitteln. Im Laufe von zwei Wahlperioden sollen so alle 299 Wahlkreise besucht werden.

Weiterlesen

Dauerauftrag
Rund ums Haus
Imageanzeige
Imageanzeige
Dienstleistungen
Kleinanzeigen
Innovatives rund um Andernach
Schulze Klima -Image
fit für`s Alter?
Innovatives rund um Andernach
Koblenz blüht // Frohe Ostern 2026
125-jähriges Jubiläum der Rosenkranzkirche Bad Neuenahr und offizielle Wiedereröffnung am 12.04.26
Mitarbeiter IT-Administrator
Stellenanzeige Personalreferent/in
Stellenanzeige Personalsachbearbeiter/in
Stellenanzeige
Wohnträume