Stadt Remagen und RheinAhrCampus waren Gastgeber des sechsten „Runden Tisches“
Zukunftsfähige Entwicklung
Modellprojekt zur Nachhaltigkeit in Gewerbegebieten in Rheinland-Pfalz
Remagen. Die Stadt Remagen nimmt als eine von nur sieben rheinland-pfälzischen Kommunen mit dem Gewerbepark Remagen-Süd am Modellprojekt „Nachhaltige Entwicklung in Gewerbe- und Industriegebieten“ teil, das vom Wirtschaftsministerium des Landes gefördert wird. Das Ziel des über mehrere Jahre laufenden Vorhabens ist es, das große Potenzial von Gewerbegebieten in Bezug auf eine nachhaltige und damit zukunftsfähige Entwicklung besser zu nutzen. Der vom Projekt initiierte landesweite Runde Tisch ist etwa alle drei Monate bei einer anderen Kommune zu Gast und bietet Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch, zu dem meist auch Experten zu bestimmten Themen eingeladen werden. Ende März fand der Runde Tisch auf Vermittlung von Remagens Wirtschaftsförderer Marc Bors und der Technologietransferbeauftragten der Hochschule Koblenz Dr. Anke Hülster am RheinAhrCampus in Remagen statt. Dass das Thema „Nachhaltigkeit“ gerade für kommunale Wirtschaftsstandorte immer wichtiger wird, machte Projektleiter Prof. Dr. Michael von Hauff von der Technischen Universität Kaiserslautern deutlich. Dabei kann gerade durch Kooperationen zwischen Unternehmen oft mehr erreicht werden, als es für einzelne, kleinere Betriebe machbar scheint: Maßnahmen zur Mitarbeiterentwicklung, Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz, individuelle Angebote zur Kinderbetreuung und ein attraktives Arbeitsumfeld sind nur einige der Beispiele, die im Projekt diskutiert werden. Zentrales Thema des Treffens in Remagen war der gezielte Ausbau der schnellen Breitbandversorgung in Gewerbegebieten. Dieser ist mittlerweile oft Voraussetzung, um Unternehmen am Standort zu halten und neue gewinnen zu können. Thomas Jüngling, Breitbandbeauftragter des rheinland-pfälzischen Innenministeriums berichtete über die unterschiedlichen technischen Möglichkeiten zum kommunalen Breitbandausbau und die hierfür geltenden Gesetzesgrundlagen. Dass dafür nicht immer Kabel nötig sind, sondern auch Richtfunk eine Lösung sein kann, zeigte der Vortrag von Esther Werner und Christian Faber von der Remagener Firma Horus-Net. Schließlich wurde mit der Stadt Betzdorf noch ein besonderes Beispiel vorgestellt, da diese selbst in den Ausbau des Netzes investiert und es dann an einen externen Betreiber vermietet hat.
Abgerundet wurde der Tag durch eine Unternehmensbesichtigung bei der FilaTech GmbH im Gewerbepark Remagen-Süd. FilaTech produziert seit 1990 Anlagen zur weltweiten Herstellung von Hohlfadenmembranen für Dialyse, Wasseraufbereitung und Gastrennung. Aktuell ist eine zusätzliche neue große Halle im Bau. Bei einer Führung konnte Geschäftsführer Heinz Landsberg seinen Gästen noch einen besonderen Einblick gewähren: Eine fertige Anlage stand kurz vor der Zerlegung für den Abtransport per Schiff nach Übersee in der Halle und bot mit ihren 35 Metern Länge ein beeindruckendes Bild.
Der nächste Runde Tisch wird im Juli in der Verbandsgemeinde Hauenstein in der Pfalz stattfinden. Pressemitteilung
der Stadt Remagen
