Politik | 17.07.2017

Klares Bekenntnis des Bundes zur Wasserstraße Lahn

Zukunftskonzept soll weiter vorangebracht werden

Rhein-Lahn-Kreis. Ein weiterer Schritt zu einem Zukunftskonzept für die Lahn war das Gespräch, zu dem die Vertreter des Bundesverkehrsministeriums und der Generaldirektion Wasserstraße und Schifffahrt aufgrund des Positionspapiers von IHK Koblenz und Limburg sowie der Bürgerinitiative PROLAHN und der WFG Rhein-Lahn ins Bad Emser Kreishaus kamen.

Der Abteilungsleiter Wasserstraßen und Schifffahrt im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, Reinhard Klingen, trat Gerüchten entgegen, wonach die Schifffahrt auf der Lahn keine Zukunft habe. Im Gegenteil: Der Bund wolle die Schifffahrt auf der Lahn beibehalten und mit der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) dafür sorgen, dass die Schifffahrt auf der Lahn entsprechend in Gang gehalten wird. Dass Investitionen in der jüngeren Vergangenheit zurückgefahren wurden, sei kein spezielles Problem in Bezug auf die Lahn, sondern träfe auf alle Bundeswasserstraßen zu. „Die Politik gibt die Rahmenbedingungen vor. Dazu gehört, dass jede Maßnahme, die wir planen, wirtschaftlich sein muss“, so Klingen.

Der Präsident der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt, Prof. Dr.-Ing. Hans-Heinrich Witte, sprach sich dafür aus, bei der Entwicklung eines „Zukunftskonzepts Lahn“ jede Interessengruppe zu Wort kommen und Position beziehen zu lassen. Sodann sei ein „gemeinsamer Weg“ zu vereinbaren. Dies brauche Vertrauen, aber auch die Bereitschaft zu Kompromissen. Die vordringliche Sorge der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung gelte kurz- und mittelfristig der Ertüchtigung der Wehre, denn von deren Zustand hängt bei Hochwassersituationen auch die gesamte Infrastruktur im Bereich des Flusses und das Hab und Gut der Menschen die dort leben ab.

Dr.-Ing. Manuela Osterthun von der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt stellte die geplanten Maßnahmen und Projekte im Rahmen des von der EU geförderten Life-Projekts „Living Lahn“ vor. Wobei betont wurde, dass kurzfristige Aktivitäten, wie die Einrichtung von Bootsumtragestellen an der Ahler Schleuse bei Lahnstein und nahe Limburg kein Ergebnis des LiLa-Projekts vorwegnähmen.

Die Vertreter von PROLAHN, Heinz Scheyer und Winfried Münch, bemerkten unter anderem, dass die an den Lahnschleusen für die Bootsführer bereitliegende Fehltiefenliste eher für Unsicherheit denn für Klarheit sorgen würde, denn viele Freizeitkapitäne trauten sich dann nicht, die geplante Strecke tatsächlich zu fahren. Die Liste soll nun auf ihre Notwendigkeit hin überprüft werden.

Für Landrat Frank Puchtler, Vorstandsvorsitzender des „Lahntal-Tourismusverbandes“, der Bundesländer übergreifend (NRW, Hessen, Rheinland-Pfalz) die Lahn touristisch vermarktet, liegt die oberste Priorität auf dem gemeinsamen Weg hin zu einem Zukunftskonzept für die Lahn. Er freute sich, dass die Vertreter der zuständigen Behörden dies genauso sähen und forderte einen Zeit- und Handlungsplan ein, der zügig und unter Beteiligung aller Lahn-Akteure und Gruppen abgearbeitet werden müsse. „Den Zeitplan“, so Prof. Dr. Hans-Heinrich Witte, „werden wir nach der Sommerpause vorlegen.“ Die Ergebnisse des Life-Projekts LiLa seien nach wie vor offen. Einzelne Maßnahmen, wie die dringende Ertüchtigung der Wehre, seien unabhängig davon zu betrachten.

Die Vertreter von PROLAHN waren sich mit den Behördenvertretern darüber einig, dass zwischen dem Wassertourismus einerseits und der Ökologie andererseits kein Widerspruch besteht. Sie freuten sich über die bei dem Gespräch im Kreishaus erzielten Ergebnisse. Reinhard Klingen sagte zusammenfassend: „Sie haben uns als Unterstützer an Ihrer Seite. Wir wollen die Lahn als schiffbare Bundeswasserstraße erhalten.“ Pressemitteilung

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