Politik | 15.12.2020

Corona-Impfzentrum in Landkern ist einsatzbereit

Zunächst ist die Inbetriebnahme einer Impfstraße vorgesehen

In der Eifelgoldhalle wurde binnen 14 Tagen ein hochgesichertesCorona-Impfzentrum eingerichtet. Fotos: TE

Landkern. In der Eifelgoldhalle in Landkern ist innerhalb von 14 Tagen das für den Landkreis Cochem-Zell erforderliche Impfzentrum aufgebaut worden. Auch wenn noch letzte Handgriffe bis zur kompletten Fertigstellung erforderlich sind, so konnten Landrat Manfred Schnur, Verbandsbürgermeister Albert Jung und Ortsbürgermeister Thomas Heucher grünes Licht für eine zeitnahe Inbetriebnahme vermelden. Dies zu Wochenbeginn im Beisein zahlreicher Medienvertreter, die sich bei einer Führung durch die Räumlichkeiten vor Ort selbst ein Bild vom professionell eingerichteten Impfzentrum machen konnten. Koordinationsleiter Michael Stein (Kreisverwaltung Cochem-Zell) übernahm als Verantwortlicher für das Impfzentrum die Vorstellung von zwei installierten Impfstraßen, in welchen man, je nach Verfügbarkeit von eingehenden Impfdosen, bis zu 200 Menschen pro Tag impfen möchte. Rundum mit einem Metallzaun abgesichert, gleicht die Eifelgoldhalle derzeit einem Hochsicherheitstrakt, der in den kommenden Monaten als stationäres Impfzentrum für Cochem-Zell dienen wird. Zudem wird das Impfzentrum während seines Betriebs rund um die Uhr von einem Sicherheitsdienst bewacht. Aufgrund der zentralen Lage der Halle, ausreichend Parkmöglichkeiten und einer guten Verkehrsanbindung (ÖPNV), hat man sich beim Austausch zwischen Landkreis und Verbandsgemeinden letztendlich für Landkern entschieden, da Cochem bereits im Vorfeld wegen eventueller Hochwassergefahr in den Wintermonaten und der gesperrten Stadtwaldlinie als Zuwegung eher nicht in Frage kam. Zum stationären Impfzentrum in Landkern wird es überdies „Mobile Impfteams“ geben, die dafür Sorge tragen, dass auch Menschen die nicht mobil sind, außerhalb des Impfzentrums eine Impfung erhalten können. Die Einsatzkoordination für diese Teams übernimmt der DRK-Landesverband in Abstimmung mit dem Land Rheinland-Pfalz, das auch die Kosten für das Impfzentrum trägt. Landrat Manfred Schnur verlieh derweil seiner Hoffnung darüber Ausdruck, dass man nach zeitnaher Zulassung des Impfstoffs der Firma Biontech-Pfizer, so schnell wie möglich mit den Impfmaßnahmen beginnen kann. So wird es zu Beginn der Impfaktion, vermutlich Anfang des neuen Jahres, wohl nur eine begrenzte Anzahl von Impfdosen geben, die zunächst nur solche Menschen erhalten, die auf der vom Land vorgegebenen Prioritätenliste an erster Stelle stehen. Derweil sieht Koordinationsleiter Michael Stein einen entsprechend hohen Personalbedarf bei Inbetriebnahme des Impfzentrums, der unter anderem auch durch ehrenamtliche Helfer abgedeckt werden soll. Wer sich diesbezüglich engagieren möchte, kann sich direkt mit Herrn Stein in Verbindung setzen. Kontakt: Tel.: 02671-61127 oder E-Mail: michael.stein@cochem-zell.de. Dahingehend sehen laut Landrat Manfred Schnur und Verbandsbürgermeister Albert Jung die Menschen das Impfzentrum und seinen Einsatz als eine Art Gemeinschaftsprojekt, was die zahlreichen Hilfs- und Unterstützungsangebote schon beim Aufbau des Zentrums erkennen ließ. So zeigen auch die ortsansässigen Menschen in Landkern durchweg Verständnis für die Situation und die getroffenen Maßnahmen, ergänzt OB Thomas Heucher beim Rundgang durch das Impfzentrum. Hier erklärt wiederum Michael Stein die einzelnen Stationen bzw. Anlaufpunkte für die Impflinge, die hier mit einer Art leicht verständlichem Laufzettel durch die jeweilige Impfstraße geführt werden. Diese starten bei der Anmeldung inklusive Registrierung und führen in einen Warteraum für höchstens acht Personen, in welchem Impfinformationen in Form eines kurzen Filmbeitrags über einen großen Bildschirm gezeigt werden. Anschließend erfolgt ein Aufklärungs- und Beratungsgespräch mit dem Arzt, bevor die Patienten ihre Impfung in den eingerichteten Kabinen erhalten. Diese werden zuvor in der pharmazeutischen Abteilung des Impfzentrums und strengsten Hygienevorschriften vorbereitet und im Anschluss verabreicht. Nach der Impfung erhalten die Impflinge sofort einen neuen Termin, für die erforderliche Nachimpfung in drei Wochen, bevor sie erneut in einem Wartebereich mit angrenzendem Erste-Hilfe-Raum Platz nehmen müssen. Dies für rund 15 Minuten, wo sie von medizinischem Personal wegen eventueller körperlicher Reaktionen auf die Impfung beobachtet und auch betreut werden. Für den Erhalt einer Impfung ist im Vorfeld eine Anmeldung bei der Kreisverwaltung Cochem-Zell erforderlich, die auch für die anschließende Terminvergabe zuständig ist. Sobald der Impfstoff eintrifft, geht man in Landkern an den Start. Entsprechende Parkplätze sind ab sofort per Beschilderung ausgewiesen. Die Kreisverwaltung Cochem-Zell hält die Bürger bezüglich Neuigkeiten in Sachen Impfinformationen über die bekannten Medien immer auf dem neuesten Stand.

TE

Im Anschluss an das Arztgespräch erfolgtdie Impfung in einer der zahlreich installierten Impfkabinen.

Im Anschluss an das Arztgespräch erfolgt die Impfung in einer der zahlreich installierten Impfkabinen.

Hygiene hat oberste Priorität, erklären LandratSchnur und Koordinator Michael Stein im Pharmaraum.

Hygiene hat oberste Priorität, erklären Landrat Schnur und Koordinator Michael Stein im Pharmaraum.

Nach Anmeldung und Registrierung erhalten dieImpflinge einen Laufzettel für die einzelnen Stationen.

Nach Anmeldung und Registrierung erhalten die Impflinge einen Laufzettel für die einzelnen Stationen.

Der Landrat machte sich vor Ort selbst ein Bildvon dem professionell eingerichteten Impfzentrum.

Der Landrat machte sich vor Ort selbst ein Bild von dem professionell eingerichteten Impfzentrum.

In der Eifelgoldhalle wurde binnen 14 Tagen ein hochgesichertes Corona-Impfzentrum eingerichtet. Fotos: TE

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