Politik | 23.07.2021

SPD-Kreistagsfraktion beantragt konzertierte Aktion „Wald“

Zustand der Wälder im Kreis soll nachhaltig verbessert werden

Andernach. Die SPD-Kreistagsfraktion fordert in einem kürzlich gestellten Antrag eine konzertierte Aktion aller Kommunen und Forstverwaltungen im Kreis Mayen-Koblenz. Ziel ist es, privaten und kommunalen Waldbesitzern zu helfen, den Zustand der Wälder nachhaltig zu verbessern. Dazu soll ein Zuschusssystem erarbeitet werden, dass die Klimaschutzleistung des Waldes honoriert. Der Kreistag hat in seiner letzten Sitzung beschlossen, den Antrag zur weiteren Beratung an den Fachausschuss Umwelt, Klima und Verkehr zu überweisen.

„Der Wald hat für die Menschen in der Region eine besondere Bedeutung und erbringt viele wichtige Leistungen für unser Gemeinwohl. Er bindet CO2, produziert Sauerstoff, filtert Schadstoffe, reguliert Klima und Wasserhaushalt, liefert Rohstoffe, ist Wirtschaftsfaktor und Lebensraum für Flora und Fauna und dient als Ort für Naturerleben und Erholung. Aber der Klimawandel ist auch bei uns längst angekommen. Der Zustand unserer Wälder ist dramatisch und gibt Anlass zur Sorge: Mangelnder Niederschlag, Schädlinge, Stürme, Hitze und Dürre haben unseren Wäldern stark zugesetzt“, begründet Herbert Keifenheim, Mitglied der SPD-Kreistagsfraktion, den Vorstoß, dem Klimawandel in den Wäldern im Kreis zu begegnen. Hier sieht die Fraktion dringenden Handlungsbedarf und möchte der Forstwirtschaft auch finanziell zur Seite stehen.

Die SPD schlägt vor, ein Modell zu erarbeiten, das die CO2-Einspeicherung des Waldes als Klimaschutzleistung anerkennt, finanziert und fördert. Das Honorierungssystem soll die Ökosystemleistungen des Waldes in Wert setzen und damit eine langfristige Perspektive für die nachhaltige Waldbewirtschaftung schaffen. Eine mögliche Bezugsgröße könnte der aktuelle Preis der gehandelten CO2 Zertifikate sein.

„Es ist uns wichtig, die Forstwirtschaft fit für die Zukunft zu machen. Mit der zielgerichteten Wiederaufforstung von Schadflächen, einer nachhaltigen Verjüngung des Baumbestandes und dem Waldumbau zu rentablen, klimastabilen Mischwäldern stehen wir vor einer Jahrhundertaufgabe. Die dafür notwendigen Investitionen müssen im Wesentlichen von den kommunalen und privaten Waldbesitzern getragen werden. Doch die in der Forstwirtschaft erzielbaren Erlöse können die anstehenden Kosten nicht mehr dauerhaft decken. Hierzu braucht es die angemessene Unterstützung des Kreises. Nur so kann eine nachhaltige Waldwirtschaft gelingen“, argumentiert Achim Hütten, Fraktionsvorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion.

Pressemitteilung

der SPD-Kreistagsfraktion

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