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Windpark Hartenfelser Kopf wird erweitert

Zwei zusätzliche Anlagen zugelassen

Über die Hälfte des regenerativ erzeugten Stroms im Westerwaldkreis stammt bereits heute aus Windkraft

Zwei zusätzliche Anlagen zugelassen

Nach Errichtung der Anlagen kann der Windpark Hartenfelser Kopf den Energiebedarf von knapp 210.000 Menschen decken. Foto: Pressestelle der Kreisverwaltung

20.01.2020 - 14:32

Herschbach. Der derzeit größte Windpark innerhalb des Westerwaldkreises, der Windpark Hartenfelser Kopf, kann um zwei weitere Windenergieanlagen erweitert werden. Damit kann der Anteil erneuerbarer Energien an der Energieerzeugung weiter erhöht werden.

Die ersten zwölf Windenergieanlagen wurden bereits im Jahr 2006 errichtet und in Betrieb genommen. Der damals aktuelle Anlagentyp Enercon E 70 E 4 hatte eine Gesamthöhe von 149 Metern und eine Nennleistung von zwei Megawatt. Im Lauf der Zeit kamen weitere Windenergieanlagen hinzu. So hat beispielsweise auch der Westerwälder Anlagenhersteller Schütz aus Selters bis dato dort insgesamt acht seiner Anlagen errichtet. Der Park besteht aktuell aus insgesamt 26 Windenergieanlagen. Jetzt sollen im Bereich der Gemarkung Herschbach zwei weitere moderne und entsprechend leistungsstarke Anlagen des Typs Enercon E 138 hinzukommen. Die Gesamthöhe liegt inzwischen bei rund 230 Metern und die Nennleistung bei 3,5 bzw. 4,2 Megawatt.


Hinweise auf Schwarzstorch haben sich nicht bestätigt


Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens wurde eine vollständige Umweltverträglichkeitsprüfung und damit auch eine Öffentlichkeitsbeteiligung durchgeführt. Hierdurch wurden Fragestellungen, insbesondere aus dem Bereich Natur- und Artenschutz, aufgeworfen. So gab es Hinweise auf einen Schwarzstorchhorst in der Nähe der Anlagenstandorte, die sich aber im Verlauf der sich hieraus notwendigerweise ergebenden Ermittlungen zur Sachverhaltsaufklärung nicht bestätigen ließen. „Gerade aus dem Bereich Natur- und Artenschutz hat sich deshalb ein erheblicher Aufklärungsbedarf ergeben, was das Verfahren besonders langwierig und schwierig gemacht hat“, so die Erste Kreisbeigeordnete Gabriele Wieland.

Nach Errichtung der Anlagen wird der Park insgesamt eine Nennleistung von 70,8 Megawatt aufweisen. Im gesamten Kreisgebiet ist dann Windenergie mit insgesamt knapp 150 Megawatt Nennleistung installiert. Im Jahr 2016 hat sich eine durchschnittliche Produktivität von rund 1,4 Millionen Kilowattstunden Strom pro installiertem Megawatt Nennleistung ergeben. Legt man als durchschnittlichen Jahresbedarf rund 1.000 Kilowattstunden Strom pro Person zugrunde, wäre damit der Bedarf von knapp 210.000 Menschen abgedeckt, die Einwohnerzahl des Kreises liegt aktuell bei rund 203.000.


Energiewende ist ohne Windenergie nicht möglich


Die Nutzung der Windenergie ist allerdings nicht unumstritten. So würden beispielsweise das Landschaftsbild gestört und wildlebende Tiere gefährdet. Und tatsächlich ist es auch im Jahr 2015 zu einem Schlagopfer des Rotmilans im Windpark gekommen. Andererseits darf die Bedeutung der Windenergie für die regenerative Stromerzeugung darüber nicht aus dem Blick geraten. So lässt sich beispielsweise schon dem 7. Umweltbericht des Westerwaldkreises entnehmen, dass der Anteil des regenerativ erzeugten Stroms im Kreisgebiet bereits 2015 gut 43 Prozent des Gesamtstromverbrauchs abgedeckt hat und davon knapp über 50 Prozent allein aus der Windenergie stammen. In ganz Deutschland sieht es nicht anders aus. So beträgt laut Fraunhofer ISE 01/2019 der Anteil der erneuerbaren Energien an der Gesamtstromproduktion im Jahr 2018 deutschlandweit 40,2 Prozent, davon stammen wiederum 20,2 Prozent aus der Windenergie. „Im Ergebnis führt somit nichts an der Erkenntnis vorbei, dass die von vielen für richtig und notwendig gehaltene Energiewende ohne Windenergie nicht zu haben ist. Ziel muss ein sorgsamer Ausbau an ausgewählten Standpunkten sein“ so Wieland, in deren Dezernat auch die Verantwortung für die Themen Umwelt- und Naturschutz liegt.

Pressemitteilung der

Kreisverwaltung Westerwald

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Helmut Gelhardt:
Herr Seemann ist für die für IHN vorgesehene Position/haupt- amtliche Beigeordnetenstelle objektiv nicht angemessen geeignet.Sollte es den Tatsachen entsprechen, dass gerade Herr Seemann den Ausschreibungstext für diese Beigeordnetenstelle mitentworfen hat(und im Stadtrat "die recht offene Formulierung" rechtfertigte),so ist dies keine Kuriosität mehr,sondern entspricht dem Wesen einer Bananenrepublik und liegt in der politischen Verantwortung der Papaya-Koalition aus CDU / Bündnis 90/Die Grünen / FWG.Bündnis 90/Die Grünen, die VOR der Kommunalwahl mit tendenziell richtigen Zielen angetreten waren, haben sich durch DIESE Beigeordnetenwahl selbst politisch grob beschädigt!Dass die übergroße Mehrheit der CDU-Fraktion unter der Führung von Herrn Martin Hahn und die FWG dieses beschämende Spiel jedenfalls zugelassen haben, zeugt nicht von Seriosität.Es spricht gemeindeverfassungsrechtlich sehr Gewichtiges dafür, dass diese Beigeordnetenwahl rechtlich angreifbar ist.Der OB sollte aussetzen!
juergen mueller:
Ängste VOR Information - u.die SPD Horchheim springt gleich mit auf den Zug ohne Detailkenntnis - ein Markenzeichen der Politik.Alleine der Geruch (Aberglaube - riecht etwas schlecht,ist es gesundheitsschädlich) lässt viele denken,dass Bitumen gefährlich u.gesundheitsschädlich ist - weil man ihn mit TEER verwechselt,der gesundheitsschädlich/krebserregend ist,was sich schon aus der Herstellung u.chemischen Zusammensetzung ergibt.Bei BITUMEN ist das NICHT der Fall. Wenn sich die SPD hier in der Pflicht sieht,dann sollte sie sich gefälligst hinreichend informieren,bevor sie ihrer "falsch informierten" Unterstützung nachkommt.Dieses "Wir tun was für unsere Bevölkerung - übernehmen Verantwortung" unterliegt zu oft fehlender Detailkenntnis,kaschiert durch pures,inhaltloses Gerede.

Vortrags- und Diskussionsabend

Antje Schulz:
Es wird ja nicht nur über Gerlinde Seidel bei Demos e.V. auf Facebook berichtet. Aktuell hat Demos e.V. Erschreckendes über Stefanie Ehl, der Pressereferentin der rheinland-pfälzischen AfD-Landtagsfraktion, ans Licht der Öffentlichkeit befördert. Bei der AfD im Raum Westerwald herrschen rechtsextreme Zustände.
juergen mueller:
Kein Freund der AfD - im GegenteilDieses Hauen u.Stechen bringt überhaupt nichts,differenziert man nicht,dass es in der AfD radikale,nicht öffentliche Positionen gibt,die aber auf Grund von Äusserungen ihre offensichtliche Nähe zum Nazismus nicht verleugnen können.Zwischen der AfD u.der NSDAP gibt es erhebliche Unterschiede,weshalb man auch den Begriff Nazi u.Faschist nicht inflationär benutzen sollte.Hier hat man sich auf eine Personalie eingeschossen,die nur ein ganz kleines Licht im gesamten AfD-Apparat darstellt,Helfershelfer für eine Ideologie,der sich die AfD-Führung insgeheim verschrieben hat,die,noch nicht offen, zur Schau gestellt wird,außer HÖCKE,der zu unserer Vergangenheit offen steht,diese nicht verharmlost,was gefährlich ist,unterstützt durch das Wirken kleiner Partei-Soldaten,deren Infiltration mit Erfolg dazu beiträgt,wie man sieht,dass alte Werte wie Unzufriedenheit mit dem System zu einem Umschwung führen,deren Folgen viele nicht realisieren.
Wally Karl:
Warum schreibt hier einer vom anderen ab, sollte man sich in so turbulenten Zeiten nicht ein eigenes Bild von den Ereignissen verschaffen? Warum übernimmt man Informationen ungeprüft und schreibt sie in die Welt hinaus, weil man denunzieren will?
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