Politik | 05.07.2014

Aus dem Polizeibericht...

Zweiradkontrolle in Koblenz

Koblenz. Im Rahmen einer Zweiradkontrollwoche wurden im Stadtgebiet Koblenz insbesondere junge „Motorradfahrer" unter dem Motto „Sicherheit vor Geschwindigkeit" an mehreren Kontrollstellen angehalten und kontrolliert. Gerade junge Besitzer von Zweirädern „frisieren" ihre Mofas/Roller, um durch diese technischen Veränderungen eine höhere Geschwindigkeit zu erzielen. Strafrechtliche Folgen (Fahren ohne Fahrerlaubnis) oder haftungsrechtliche Folgen (fehlender Versicherungsschutz) werden oftmals entweder nicht bedacht oder leichtfertig ignoriert. Der Blick in die Verkehrsunfallstatistik zeigt, dass ein leichter Rückgang der Verkehrsunfallzahlen unter Beteiligung von Motorradfahrern zu verzeichnen ist, gleichzeitig stieg jedoch die Zahl derer, die bei einem Unfall schwer verletzt wurden.

Im Stadtgebiet Koblenz kam es im Jahr 2012 zu 146 Verkehrsunfällen, dies verringerte sich 2013 auf 130 Verkehrsunfälle.

2012 wurden dabei 65 Zweiradfahrer leicht und 16 schwer verletzt. Ein Zweiradfahrer kam bei einem Unfall ums Leben.

2013 reduzierte sich die Zahl der Leichtverletzen auf 57, die Zahl der Schwerverletzten erhöhte sich auf 21. Im Jahr 2013 war kein toter Zweiradfahrer zu beklagen.

Abschließend ist anzuführen, dass der Anteil der verunglückten Kradfahrer sowohl im Stadtgebiet Koblenz, als auch im gesamten Land Rheinland-Pfalz im Jahr 2013 bei etwa 14 Prozent aller Verunglückten war.

Ziel dieser Kontrollwoche war es, die Zweiräder auf technische Veränderungen hin zu überprüfen und die Fahrer über die möglichen Folgen ihres Handelns aufzuklären. Ferner wurden diese durchgeführten Kontrollen für verkehrserzieherische Gespräche genutzt.  Bei den Kontrollen des Zweiradkontrolltrupps der Polizeidirektion Koblenz kamen technische Hilfsmittel wie der Rollenprüfstand zur Messung der Geschwindigkeit und das Schallpegelmessgerät zum Einsatz. Am Donnerstag, 03.07.2013 sowie am Freitag, 04.07.2014 wurden in Koblenz zwei stationäre Großkontrollen und mobile Kontrollen durch Motorradstreifen durchgeführt. Bei den Kontrollen am Donnerstag wurden insgesamt 64 Zweiräder kontrolliert. Drei dieser Fahrzeuge waren offensichtlich „frisiert" was für die Eigentümer eine Strafverfahren wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis und eine Sicherstellung des Fahrzeugs für die Erstellung eines Geschwindigkeitsgutachtens zur Folge hatte.

13 Fahrzeugführer kamen wegen leichteren Verstößen mit einem Verwarnungsgeld davon, acht Fahrer müssen ihr Fahrzeug wegen technischer Mängel nach entsprechender Reparatur erneut bei der Polizei vorführen. Die zweite Großkontrolle wurde am Freitag in der Zeit von 15.00 Uhr und 17.00 Uhr am Busbahnhof des Löhr-Centers durchgeführt.

Bei dieser Kontrolle, bei der Polizeipräsident Wolfgang Fromm Medienvertretern Rede und Antwort stand, wurden insgesamt 75 Fahrzeuge kontrolliert. Zwei Fahrer waren nicht im Besitz einer erforderlichen Fahrerlaubnis. Ein Fahrzeugführer stand unter Alkoholeinwirkung. Ihm wurde eine Blutprobe entnommen und zusätzlich eine Anzeige wegen der Trunkenheitsfahrt gefertigt. Des Weiteren kam es zu zwei Ordnungswidrigkeiten und dreizehn leichteren Verstößen, die mit einem Verwarnungsgeld geahndet wurden. Sieben Fahrzeugführer müssen ihre Fahrzeuge erneut vorzeigen, da sie technische Mängel aufwiesen.

Pressemitteilung des Polizeipräsidium Koblenz

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