MYK10 präsentiert Lösungen für einen smarten Landkreis Mayen-Koblenz
Zweites Zukunftsforum in Kulturhalle Ochtendung war gut besucht
Ochtendung. Nach einer zweijährigen Phase intensiver Strategiearbeit hat der Landkreis Mayen-Koblenz nun den Startschuss für die Umsetzung seiner Digitalisierungsprojekte gegeben. Um die regionalen Partner aus Wirtschaft, Verwaltung, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Politik sowie die Bürgerinnen und Bürger auf diese Phase einzustimmen und erste Umsetzungsmaßnahmen und Lösungsansätze vorzustellen, hat die Initiative „Smarte Region MYK10“ kürzlich ihr zweites Zukunftsforum veranstaltet.
Große Bedeutung
Landrat Dr. Alexander Saftig betonte die Bedeutung dieser Projekte, die dank Bundesfördermittel umgesetzt werden können, um wichtige Impulse für die Digitalisierung in der Region zu setzen. Er betonte die Notwendigkeit, Visionen in der Bevölkerung zu schaffen und die Menschen zum Mitmachen zu motivieren.
Sonja Gröntgen, Chief Digital Officer (CDO) des Landkreises Mayen-Koblenz, informierte über den bisherigen Verlauf und die Fortschritte der „Smarten Region MYK10“. Zahlreiche Projekte sind bereits gestartet, weitere werden in den kommenden Wochen und Monaten folgen. Diese reichen von Großprojekten wie der telemedizinischen Versorgung herzinsuffizienter Patienten bis hin zu kleineren Digitalisierungsprojekten im Landkreis. Ein Höhepunkt ist die kreisweite „Mein-MYK App“, die gemeinsam mit den Städten und Kommunen im Landkreis entwickelt wird und Informationen zu Freizeitaktivitäten, Nachrichten, Katastrophenwarnungen und Verwaltungsleistungen bereithält.
In einem Vortrag betonte der Zukunftsforscher und Stadtgeograph Dr. Stefan Carsten die Bedeutung eines Dreiklangs von Menschen, Umwelt und Technologie, um eine Region zukunftsfähig zu gestalten. Er ermutigte dazu, die Chancen der Digitalisierung anzunehmen und die Identität der Region dabei nicht aus den Augen zu verlieren.
Ein Diskussionspanel mit Vertretern aus anderen smarten Städten und Regionen in Deutschland, die ebenfalls Bundesfördermittel im Rahmen des Programms „Modellprojekte Smart Cities“ erhalten, teilte ihre Erfahrungen und Erkenntnisse aus Modellprojekten in Linz, Wunsiedel und Kaiserslautern, um Impulse für Mayen-Koblenz zu geben.
Die Teilnehmenden des Zukunftsforums hatten zudem die Gelegenheit, bei verschiedenen Ausstellern die Digitalisierung hautnah zu erleben. Es konnten praktische Tests mit dem „Amt-O-Mat“ durchgeführt, Sensoren ausprobiert, Virtual Reality erforscht und sogar eigene Lötversuche unternommen werden. Gastsprecher von regionalen Unternehmen aus den Bereichen Medizin, Regionalentwicklung, Umwelt und Wirtschaft gaben in Impulsvorträgen Einblicke in die Zukunft der Arbeit.
Die Veranstaltung endete mit Musik und Snacks, bei denen die Teilnehmer die Möglichkeit nutzten, sich zu vernetzen. BA
Sonja Gröntgen informierte über den bisherigen Verlauf und die Fortschritte der „Smarten Region MYK10“.
Viele Gäste kamen nach Ochtendung.
