Politik | 23.11.2022, 14:53 Uhr

Die aktuelle Energiekrise führt zu teilweise enormen finanziellen Belastungen

evm zieht im Dezember keine Abschläge für Erdgas ein

Symbolbild.  Foto: pixabay.com

Region. Um die finanziellen Belastungen für Gas- und Wärmekunden. etwas zu dämpfen, plant die Bundesregierung verschiedene finanzielle Entlastungen. Eine davon ist die sogenannte „Dezemberhilfe“. Gaskundinnen und -kunden profitieren hierbei von einer staatlichen Soforthilfe, die sich an den monatlichen Abschlägen orientiert. Dazu Marcelo Peerenboom, Pressesprecher der Energieversorgung Mittelrhein (evm): „Einfach gesagt, verzichten wir auf die Zahlung des Abschlags im Dezember. Unsere Kundinnen und Kunden müssen nichts tun. Der Staat springt ein und zahlt einen Entlastungsbetrag, den wir dann gutschreiben.“ Wer selbst an die evm zahlt, zum Beispiel durch Überweisung oder Dauerauftrag, kann die Zahlung für Dezember einbehalten bzw. aussetzen. Wer dennoch zahlt, erhält diesen Betrag in der nächsten Jahresrechnung als Gutschrift ausgewiesen.

Die Höhe der Soforthilfe des Bundes entspricht einem Zwölftel des im September 2022 prognostizierten individuellen Jahresverbrauchs, multipliziert mit dem am 1. Dezember gültigen Gaspreis (Arbeitspreis). Hinzugerechnet wird dann noch der Grundpreis für den Monat Dezember. Der Beitrag, den der Staat je Kunde bzw. Kundin zahlt, wird in der Jahresrechnung gesondert als Entlastungsbeitrag ausgewiesen. „Gaskunden und Gaskundinnen, die uns ein SEPA-Mandat erteilt haben, müssen also nichts tun. Sie profitieren automatisch von der Dezemberhilfe. Alle anderen müssen nur darauf achten, ihre Abschlagszahlung im Dezember auszusetzen“, so Peerenboom.

Im kommenden Jahr soll dann darüber hinaus eine Strom- und Gaspreisbremse greifen. Sobald Bundestag und Bundesrat die entsprechenden Gesetze verabschiedet haben, wird die evm umgehend informieren. „Sollten die Pläne vom Bund umgesetzt werden, können wir die Abschläge für unsere Kundinnen und Kunden absenken und so die Belastung reduzieren“, erläutert der evm-Sprecher. Insgesamt summieren sich die staatlichen Unterstützungszahlungen bei einem Musterhaushalt, der 20.000 kWh Gas und 4.000 kWh Strom im Jahr verbraucht, je nach Konstellation auf schätzungsweise 1.600 Euro. Wer dann noch sparsam im Verbrauch ist, kann die Mehrbelastung durch die Preissteigerungen bei Strom und Gas auf etwa 50 Euro im Monat deutlich reduzieren.

Pressemitteilung evm

Symbolbild. Foto: pixabay.com

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Dauerauftrag
Vocatium, Ausbildung kaufmännisch
Anzeige Herbstmesse
Zwiebelsmarkt
Ausbildung Ratiodata Koblenz
Titel-Anzeige
Empfohlene Artikel
Kreiswahlleiterin Gabriele Wieland gratulierte Klaus Lütkefedder, der am 11. September zum neuen Landrat des Westerwaldkreises ernannt wird.
81

Westerwaldkreis. Am 30. August traten Klaus Lütkefedder von der CDU und Dr. Tanja Machalet von der SPD in der Stichwahl um das Amt an der Spitze der Kreisverwaltung des Westerwaldkreises an. Wie der Wahlausschuss in seiner Sitzung feststellte, entfielen 60,6 % der abgegebenen gültigen Stimmen auf Klaus Lütkefedder. Somit haben ihn die Bürgerinnen und Bürger bei einer Wahlbeteiligung von 30,9 % zum neuen Landrat des Westerwaldkreises gewählt.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Vor einem Vierteljahrhundert wurde die GrünCard vorgestellt.  Fotos: privat
1821

Bad Neuenahr-Ahrweiler. 25 Jahre, 15.000 aktive Nutzer, mehr als 190 Millionen Euro regionaler Einkaufsumsatz – die GrünCard gehört seit einem Vierteljahrhundert zum Wirtschaftsleben von Bad Neuenahr-Ahrweiler. Am 1. September 2001 initiierten lokale Händler die Bonuskarte, um die regionale Kaufkraft vor Ort zu binden und inhabergeführte Geschäfte zu unterstützen. Heute blickt das System auf eine beispiellose Entwicklung zurück und steht für gelebten regionalen Zusammenhalt.

Weiterlesen

Symbolbild.
330

Fahrplananpassung der Linie 61 gilt ab 14. September 2026 – Längere Route führt über die Andernacher Straße und die B42

14.09.: Sperrung der „La Porte“-Unterführung erfordert Fahrplan-Anpassung

Kreis Neuwied. Aufgrund der Sperrung der Bahnunterführung „La Porte“ muss die Buslinie 61 seit geraumer in beide Fahrtrichtungen über die Andernacher Straße und die Bundesstraße 42 umgeleitet werden. Wegen der daraus resultierten längeren Fahrstrecke und längeren Fahrzeiten wurde die Linie 61 angepasst und fährt aktuell in Richtung Feldkirchen nur noch die unteren Haltestellen in Irlich an.

Weiterlesen