#nahdran: Jenny Groß zu Besuch in der Polizeiinspektion in Montabaur
Montabaur. „Wie sicher leben wir im Westerwaldkreis? Wie ist es um unsere Polizei bestellt? Wie ist der aktuelle Sachstand bei den Social Clubs, seitdem die Landesregierung in RheinlandPfalz die Freigabe von Cannabis ermöglicht hat?“ Fragen, die sich die Landtagsabgeordnete Jenny Groß stellte und sich daher zum jährlichen Austausch mit der Polizei Montabaur traf. Dort empfang sie der Leiter der Polizeidirektion, Stefan Heimes, die stellvertretende Leiterin der Polizeiinspektion Montabaur, Tanja Hoch sowie der stellvertretende Leiter der Kriminalinspektion Montabaur, Ralph Zöller.
Unter den Gesprächsteilnehmern kam sehr schnell der zunehmend raue Umgang in Teilen der Gesellschaft mit der Blaulichtfamilie, zu der auch die Polizei gehöre, zur Sprache. Dies sei auch im ländlichen Raum zu spüren. Auch über das Kriminalitätsphänomen Geldautomatensprengungen wurde gesprochen.
„Der Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Montabaur erstreckt sich über den Westerwaldkreis sowie große Teile des Rhein-Lahn Kreises und mit der Anbindung an die überregionalen Autobahnen, A3 und die A48, haben die Tätergruppierungen leider gute Infrastrukturmöglichkeiten, um sich schnell vom Tatort zu entfernen“, so Direktor Stefan Heimes. Erfreut zeigten sich die Polizeivertreterinnen und -vertreter darüber, dass die Menschen im Westerwald sicher leben können. „In keinem Deliktsbereich gebe es einen signifikanten Anstieg der Fallzahlen“ so Heimes. Nach den Corona-Jahren hätte sich das Fallaufkommen wieder auf dem niedrigen Vor-Corona-Niveau eingependelt.
Intensiv wurde über die Legalisierung von Cannabis gesprochen. Bisher gebe es noch keinen genehmigten Social Club, der Cannabis im Westerwald anbauen könne. Jenny Groß kritisierte deutlich „Die Freigabe von Cannabis war das falsche Signal, dies belegen auch Ärzte, Justiz und die Polizeigewerkschaften. Ebenso fatal ist die Verdreifachung des Cannabis-Grenzwertes im Straßenverkehr. Ohne Not wurde dort die Verkehrssicherheit gefährdet.“
Ein weiterer Aspekt des Austauschs war die Prävention an den Schulen im Kreis. Hier sei man im guten Austausch und habe, ob zum Thema Alkohol, Drogen oder Verkehrssicherheit, stets Präventionstermine vor Ort. Auch die Verkehrslage an den Schulzentren wurde beleuchtet.
Grundsätzlich sei die Polizeidirektion in Montabaur personell gut aufgestellt und das Gebäude befinde sich in einem ordentlichen Zustand. Natürlich spüre auch die Polizei beim Auswahlverfahren, dass sich die Nachwuchsgewinnung als stets herausfordernd darstelle. Umso wichtiger sei es, dass die Polizei für ihren Berufsstand werbe und auf allen Berufsmessen und im Internet aktiv sei und für sich als Arbeitgeber werbe
Pressemitteilung Büro Jenny Groß
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