Einsatzreicher Wonnemonat für die Feuerwehr Remagen
14 Mal die Gefahr gebannt
Remagen.Der Mai bescherte der Feuerwehr Remagen einen einsatzreichen Monat. Insgesamt wurde die Einheit 14 Mal alarmiert, sechsmal zu Einsätzen der technischen Hilfeleistung sowie zu acht Brandeinsätze. Gleich zu Beginn des Monats bewährte sich eine gerade erst geübte Rettungsmaßnahme - in Kripp galt es, eine schwer verletzte Person patientengerecht aus einem schmalen Schacht zu retten. Mit Hilfe der Drehleiter und einem besonderen Abseilsystem konnte dem Mann schnell geholfen werden, anschließend flog der Rettungshubschrauber den Verletzten in ein Krankenhaus nach Koblenz. Im weiteren Verlauf wurde die Feuerwehr zu mehreren gemeldeten Bränden und kleineren Hilfeleistungen alarmiert, diese waren allerdings meist unspektakulär, teilweise war ein Eingreifen der Feuerwehr nicht notwendig. Schlag auf Schlag ging es dann aber in der letzten Maiwoche für die Einsatzkräfte der Feuerwehr Remagen zu. Innerhalb von fünf Tagen wurden sie insgesamt sieben Mal zu Einsätzen alarmiert. So führte eine kleine Unaufmerksamkeit eines Baggerführers in Kripp zu einem Großeinsatz der Feuerwehr - er hatte eine Gasleitung beschädigt, Gas trat in großen Mengen aus. Die Folge war ein Einsatz der Feuerwehren Remagen, Kripp, Teilen des Gefahrstoffzuges des Kreises Ahrweiler, der Polizei und des Ordnungsamtes, sowie des Rettungsdienstes. Insgesamt waren rund 50 Kräfte mehr als drei Stunden lang im Einsatz. Des Weiteren waren mehrfach steinerne Blumenkübel in der Straße „An der alten Rheinbrücke“, die seitens der Stadt dort platziert worden waren, derart verschoben worden, dass einerseits keine Einsatzfahrzeuge mehr die Stelle passieren konnten, andererseits eine Gefahr für Verkehrsteilnehmer durch mitten auf der Fahrbahn stehende Hindernisse bestand. Beamte der Polizei Remagen ordneten daher die Sicherstellung der Kästen an, um die Gefahr zu bannen - mildere Maßnahmen hatten zuvor keinen Erfolg gezeigt. Aufgrund des Gewichts der Kästen wurde die Feuerwehr im Rahmen der Amtshilfe gebeten, die Kübel zu entfernen. Passanten hatten einen ausgelösten Rauchmelder in einer Wohnung gemeldet, die aus Remagen und Kripp angerückten Wehrleute konnten jedoch schnell Entwarnung geben, eine Kontrolle des Wohnhauses ergab, dass es sich um einen Fehlalarm handelte. Gerade aus Kripp zurückgekehrt, wurde die Drehleiter nach Sinzig angefordert. Ein ausgedehnter Kellerbrand beschädigte ein frei stehendes Einfamilienhaus, zwei Bewohner wurden bei dem Feuer verletzt. Sämtliche Feuerwehren der Stadt Sinzig, der Gerätewagen Atemschutz und ein Messfahrzeug des Gefahrstoffzugs des Kreises Ahrweiler waren ebenfalls im Einsatz. Die Drehleiter wurde für eine eventuelle „Anleiterbereitschaft“ benötigt, zudem ging ein Remagener Angriffstrupp gemeinsam mit Kameraden der Nachbarstadt unter Atemschutz im Innenangriff vor. Am Nachmittag des gleichen Tages stürzte im Wald ein Baum auf die L79, dieser wurde mittels Kettensäge zerkleinert und von der Fahrbahn geräumt. Nachts ereignete sich dann noch in Unkelbach ein Pkw-Brand. Zur Unterstützung der Einheiten Unkelbach und Oedingen wurde das in Remagen stationierte Tanklöschfahrzeug alarmiert. Den zuerst eingetroffenen Einsatzkräften gelang es, den im Vollbrand stehenden Pkw mit eigenen Mitteln zu löschen, die Einsatzfahrt der Remagener Wehrleute konnte daher auf halben Weg abgebrochen werden.
In Remagen brannte dann noch ein Motorrad. Das Feuer griff auch auf einen Holzzaun und eine Abfalltonne in unmittelbarer Nähe über. Passanten löschten den Brand vor Eintreffen der Feuerwehr, sodass diese lediglich kleinere Nachlöscharbeiten durchführen musste. Das Fahrzeug ist jedoch vollständig zerstört worden, Beamte der Polizeiinspektion Remagen leiteten Ermittlungen zur Erforschung der Brandursache ein.
Sonstiges
Die Feuerwehr sicherte mit einem größeren Kräfteansatz die traditionelle Großveranstaltung „Rhein in Flammen“ ab, am Monatsende gestalteten sie noch mit Schauübungen, Kinderattraktionen und einer großen Ausstellung für ihre Bevölkerung den „Tag der offenen Tür“.
Regelmäßige Übungen sorgen dafür, dass keine Fehler passieren.
