Allgemeine Berichte | 14.03.2014

Schwungvolles „Aus“ in Remagen für Corinna, Frank, Alexandra und Jessica

Abschied unter Tränen

Noch einmal "knallen" ließen es zum Abschied Corinna I., Frank I. und Alexandra II. mit Rudi und Tünn in der „Kulturwerkstatt“. AB

Remagen. "Am Aschermittwoch ist alles vorbei." Diese Weisheit wollten die kleinen und großen Tollitäten der Stadt Remagen einfach nicht wahr haben. Doch insgeheim wussten sie es: Um „Punkt Mitternacht“, am Veilchendienstag schlägt ihnen die Stunde. „So richtig krachen lassen wir es noch einmal“, so im Vorfeld Remagens Prinzessin Corinna I. Und da sie den Abschiedsschmerz gerne teilen wollte, hatte sie Oberwinters strahlendes Tollitätenpaar Frank I. und Alexandra II. mit in die „Kulturwerkstatt“ eingeladen. Es sollte eine ebenso strahlende Abschiedsparty werden. So toll wie die gesamte Session im Hafenort und in der Römerstadt gelaufen war, so freudig und voller Temperament präsentierten sich die Tollitäten noch einmal ihren närrischen Untertanen. „Wir kommen mit alle Mann vorbei“, hatte es geheißen und Abordnungen der Möhne, der Nachtjacken, der Hafengarde, der Stadtsoldaten und ganz besonders der KG Narrenzunft natürlich, gaben ihren Tollitäten das närrische Geleit. Als erstes musste Kinderprinzessin Jessica lernen, was Abschiedsschmerz bedeutet. Doch auch sie wollte es noch einmal richtig krachen lassen: „De kölsche Jung“, ihr Lieblingslied im Fastelovend, brachte sie im Brings-Kostüm zu Gehör und der ganze Saal geriet in Ekstase.

"Der letzte Tanz"

Doch es nutzte nichts, KG-Chef Martin Dinkelbach musste seiner Kinderprinzessin den Abschied nahe bringen. Tränchen am meisten bei Schwester Lea. Einmal noch „Alaaf“, dann hieß es unter den Klängen von „Der letzte Tanz“ die Bühne verlassen.

Das war der Auftakt für die letzte Sause. Sebastian Schmickler moderierte. Die Paniker gaben noch einmal musikalisch alles, Dirigent Tommi gab den Takt an und Corinna war immer mitten drin. Die Prinzengarde, die ihrer Prinzessin drei Monate das Geleit gegeben hatten, luden sie zum bajuwarischen Tanz ein. Das „Weiße Rössl“ erlebte eine Wiedergeburt, die Twirling Sticks mit Hofdame Ramona Ruhmann ertanzten sich die Prinzessin und diese sang ein Lied nach dem anderen, rauf und runter. Und alles sagte Dank. Ganz besonders brillierte da Prinz Frank aus Oberwinter.

Die Sonne lachte mit

Er schenkte sogar seinen Schal der kleinen Leonie aus der Prinzengarde, die den großen Prinzen eine Session lang angehimmelt hatte. Frank Gilles erwähnet besonders, wie gut der Kontakt der Grün-weißen Karnevalisten aus Oberwinter und der Rotjacken aus Remagen gewesen sei, sein Dank galt nicht nur seinem Hofstaat, sondern dem ganzen Hafenort Oberwinter. „Hier lebt unser rheinischer Karneval“, sagte der Mann, der mit der Gruppe „a capella OW“ im Hafenort jede Bühne gerockt hatte.

„Das war ne super geile Zeit“, nicht nur das Lied, das sich Prinzessin als Einmarschmelodie auserkoren hatte, brachte immer wieder den Saal zum Toben, alle KG-Mitglieder und närrischen Begleiter waren sich einig, „diese hatte ihnen Prinzessin Corinna bereitet“. Selbst beim sonntäglichen Umzug hatte die Sonne über so viel Freude am Leben gelacht. Einen Film über den großen Tag an dem es Kamelle geregnet hatte, schenkten der Prinzessin die „Kulturwerkstatt“, die Paniker und die Stadtsoldaten. Er soll demnächst in Breite der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Der schönste Wagen

An Martin Dinkelbach war es die Wagen- und Gruppensieger vom Zug zu ehren. Den schönsten Wagen stellten in diesem Jahr die „Piraten“ der Kripper Junggesellen, die Gruppe „Abba“ um Gerhard Odenthal erhielten den Gruppenpreis. Ein Geschenk hatte sich die Prinzessin zum Abschluss noch selber bereitet: „Rudi und Tünn“ aus Sinzig marschierten auf. Der Saal tobte. Und die Prinzessin auch. Auf der Bühne. „Magdalena“, und wieder „Magdalena“, alles sang „Magdalena“.

Im Saal waren sich die Jecken einig, es bedarf keiner großen Stars um Stimmung pur zu erzeugen – Corinna reicht. „Wenn am Himmel die Sterne tanzen“ – die Tollitäten und die Jecken waren noch einmal im Karnevalshimmel. Einmal? Und noch einmal: „Wenn am Himmel die Sterne tanzen“. Doch die Stunde Null rückte unerbittlich näher. Blumen, Dank, Umarmungen, die letzten Dankesworte von Martin Dinkelbach, die Tränchen blitzten. Fazit der Prinzessin: „Es war ne superjeile Zick“. Fazit der närrischen Begleiter: „Das war es, Danke Corinna, doch nach dem Karneval ist vor dem Karneval“.

Noch einmal "knallen" ließen es zum Abschied Corinna I., Frank I. und Alexandra II. mit Rudi und Tünn in der „Kulturwerkstatt“. Foto: AB

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