Lokalsport | 01.02.2014

Sport-Klub Wadenheim als neuer Frauenfußballverein in Bad Neuenahr-Ahrweiler

„Arbeit an allen Fronten“

Am 11. März findet um 20 Uhr in Bachem ein Schnuppertraining statt

„Arbeit an allen Fronten“

Kreisstadt. Mit dem Sport-Klub Wadenheim gründete sich ein neuer Frauenfußballverein in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Seitdem sind etwas mehr als zwei Monate vergangen. Im Hintergrund arbeitete der Vorstand rund um den Vorsitzenden Benjamin Netz akribisch am Aufbau des noch jungen „Klubs“, wie er sich schreibt. Der Verein befindet sich inzwischen im Vereinsregister, die Gemeinnützigkeit wurde bescheinigt, Anmeldung bei Sportbund und Fußballverband befinden sich im laufenden Verfahren, geeignete Sportstätten sind ebenfalls gefunden. „Wir sind voll im Zeitplan!“, resümiert Netz. Demnächst soll mit der Mitgliederwerbung begonnen werden. Auch die Kaderplanung ist im vollen Gange. An vielen Fronten wird momentan parallel gearbeitet, um dann zum Stichtag ein Gesamtpaket veröffentlichen zu können. „Am 11. März werden wir auf dem Sportplatz in Bachem ein Schnuppertraining für alle interessierten Frauen und Mädchen Jahrgang 1998 und älter abhalten. Bis dahin wollen wir eine Struktur in den Verein gebracht haben“, legt Netz eine Frist fest. Eine Internetseite befindet sich momentan im Aufbau, natürlich in Eigenarbeit. „Eines unserer Gründungsmitglieder hat sich bereit erklärt, eine Internetpräsenz für uns aufzubauen und geht damit mit gutem Beispiel voran, was Alltag in unserem Verein sein soll und wird. Es wird alles in ehrenamtlicher Eigenarbeit durchgeführt, wo es nur geht. Die individuellen Fähigkeiten eines jeden Mitglieds sind bei uns gefragt und auch nötig!“, so Netz. Denn an einer Sache hapert es noch: „Wir verfügen natürlich nicht über die finanziellen Mittel wie andere, höherklassige Clubs. Und die Konkurrenz in der Region ist ja nicht gerade klein“, verweist der gelernte Industriekaufmann auf die lange und erfolgreiche Frauenfußballtradition im Ahrgebiet. „Dennoch können wir potenziellen Sponsoren ein interessantes und lohnenswertes Konzept bieten. Durch die Förderung unseres Vereins unterstützt man ja nicht nur uns, sondern auch verschiedene soziale Projekte, beispielsweise die OKUJA“, antwortet Netz auf die Frage, was den SK Wadenheim für potenzielle Sponsoren und Unterstützer denn so attraktiv mache. Bei der OKUJA handelt es sich um die „Offene Kinder- und Jugendarbeit“ in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Der SK Wadenheim arbeitet eng mit der OKUJA zusammen und bietet in Zukunft verschiedene Angebote und Workshops auch außerhalb des Fußballfeldes an. Filmabende, Workshops mit den Themen Homophobie, Rassismus und Sexismus im Fußball, Präventionsveranstaltungen und gemeinsame (Zaunfahnen-)Malabende mit Kindern sind nur einige der Projekte, die in Zukunft geplant sind. Nebenbei fördert der Verein auch die Übungsleiter- und Schiedsrichterausbildung von jungen Menschen. Netz dazu: „Während eines Treffens mit der OKUJA haben sich zwei Interessenten gemeldet, die gerne eine Ausbildung zum Schiedsrichter machen würden. Wir unterstützen diese beiden nun finanziell wie auch anderweitig und hoffen, dass dies weiter Schule macht und sich gegebenenfalls weitere Unterstützer für diese beiden finden lassen.“ Auch mit der Flüchtlingshilfe steht der Verein inzwischen in Kontakt, um Flüchtlingsfamilien im Kreis Ahrweiler unterstützen zu können. „Wir wollen den Frauen und Mädchen wenigstens einige Stunden aus ihrem Elend herausholen. Die Verhältnisse für Flüchtlinge im Kreis Ahrweiler sind nicht einfach, Unterkünfte sind Mangelware und es wird zu wenig für diese Familien getan. Gerade die Frauen und jungen Mädchen leiden darunter“, mahnt Netz und fügt weiterhin an: „Auf dem Fußballplatz können sie ihre Probleme vielleicht für ein paar Stunden vergessen.“ Integration spielt hier natürlich auch eine große Rolle. Wo funktioniert dies besser, schneller und einfacher, als in einem Sportverein? Gerade in Deutschland hat kaum etwas eine höhere Strahlkraft und Wirkung, als der Fußball. Der weitere Weg des kleinen Sport-Klubs Wadenheim ist noch weit und steinig, aber erfolgsversprechend. Und wie sagte Konfuzius bereits: „Der Weg ist das Ziel!“ Wer sich indes für den Verein interessiert und sich aktiv für den Club betätigen möchte, der hat die Möglichkeit am 11. März ab 20 Uhr an einem „Schnuppertraining“ auf dem Sportplatz in Bachem, St Pius-Straße, teilzunehmen. Des Weiteren hat der Verein ein Spendenkonto eingerichtet und freut sich über jegliche finanzielle Unterstützung.

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