Zugang zur Hypocaustheizung im „Alten Jugendheim“ geschaffen
Auf den Spuren der Vergangenheit
Remagen. Dass im „Alten Jugendheim“ an der Kirchstraße einer der größten Schätze der Stadt Remagen schlummert, wusste der ein oder andere Einheimische. Beim Bau des Gebäudes war die „Hypocaustheizung“ freigelegt worden. Mehr als 2000 Jahre unberührter Nachweis der römischen Geschichte ist im Keller des altehrwürdigen Gebäudes zu sehen. Zu besichtigen war die alte „Fußbodenheizung“ des Chefs des römischen Kastells so gut wie nicht.
Denn einen wirklich begehbaren Weg gab es nicht. Das hat sich geändert, davon konnten sich Landrat Jürgen Pföhler, Remagens Bürgermeister Herbert Georgi und weitere Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft beim Rundgang über den Lebenskunstmarkt überzeugen. Wochenlang hat das Team um Vereinsvorsitzenden Rolf Plewa mit Unterstützung der Stadt gebastelt, um von außen einen Zugang in das Kellergewölbe des denkmalgeschützten Gebäudes zu schaffen. Einzelpersonen und Gruppen wird es so in Zukunft möglich sein, ein weiteres Stück römischer Geschichte in Remagen zu bewundern.
Die Öffnungszeiten werden mit denen des römischen Museums gleich nebenan gekoppelt werden. Auch den Stadtführungen soll es möglich gemacht werden, den Besuchern zu zeigen, dass der Titel von „Cäsar bis Caracciola“ mit dem Caracciola-Gedächtniszimmer und den Hypocausten ein Alleinstellungsmerkmal der Stadt Remagen ist. Bereits beim Lebenskunstmarkt war der Andrang in die „Hypocausten“ groß, und selbst manch Remagener sagte: „Huch, das wusste ich ja gar nicht, dass es hier so alte Beweise der Geschichte gibt.“ Bürgermeister Herbert Georgi freute sich, dass Remagen nun ein weiteres Stück Attraktion für Besucher und Touristen zu bieten hat.
