Allgemeine Berichte | 29.08.2014

Kath. Erwachsenenbildung - Experimentelle Kirche Bad Bodendorf

Ausstellung zu Psalmen

Eröffnung am Freitag, 19. September in der Pfarrkirche Bad Bodendorf

Bad Bodendorf. Die katholische Erwachsenenbildung und experimentelle Kirche Bad Bodendorf präsentieren die Ausstellung „Lebens-Raum Psalmen“. „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln...“ - So beginnt einer der

wohl bekanntesten Psalmen der Bibel vom „guten Hirten“. In Psalmen wird Gott gelobt, es wird verflucht, gedankt, um Hilfe gefleht: Dass die kurzen Gebete Grenzsituationen ansprechen und auch heute noch aktuelle Lebensfragen aufgreifen, möchten die Veranstalter mit der neuen Ausstellung „Lebens-Raum Psalmen“ zeigen.

Von Freitag, 19. September, bis Sonntag, 5. Oktober, wird sie in der Pfarrkirche Bad Bodendorf zu sehen sein.

„Die Ausstellung richtet sich an alle - an Familien, Alleinstehende, Senioren. Die Psalmen sind förmlich dazu geschaffen, seine eigenen Lebensdaten in sie einzutragen“, erklärt Georg Falke von der katholischen Erwachsenenbildung Koblenz. Die Ausstellung sei ein Gemeinschaftsprojekt mehrerer Bistümer und teile sich auf in fünf Räume, bestehend aus mehreren Tafeln. Bilder, Malereien, lyrische Texte und Bibelstellen illustrierten Fragen zum Universum, zum Gottvertrauen und zur Bedeutung der Psalmen in der jüdischen und christlichen Liturgie. „Sie waren für die private Frömmigkeit gedacht und transportieren alle möglichen Lebensbereiche. Nöte, Gefahren, Sorgen aber auch Jubel-Themen, die auch heute aktuell sind.“

So etwa die Psalmen des „Sozial-Raums“. Hier gehe es um Fragen der Gerechtigkeit und Solidarität: Schon vor 2.000 Jahren bewegten die Menschen Situationen wie Krieg, Armut, Flucht und Vertreibung. „Ich finde es faszinierend, dass die Psalmen und die gesamte Bibel nicht nur fromme Texte sind, sondern immer auch den Blick auf die politische und soziale Situation haben“, sagt Guido Groß, der die Ausstellung mitkonzepiert hat. „Sie fragen danach, wo Unrecht geschieht, wo Menschen ausgebeutet werden. Die Psalmen möchten anleiten, Worte zu suchen für Unrecht, für das, was einen bewegt. Das vor Gott auszusprechen kann helfen, es zu bewältigen.“ Psalmen, erklärt Falke, hätten auch unzählige Künstlerinnen und Künstler wie Rose Ausländer, Nelly Sachs oder Arnold Stadler zu Nachdichtungen inspiriert. Allein von Psalm 23 gebe es über 35 Vertonungen, unter anderem von Felix Mendelssohn Bartholdy.

Weitere Informationen zur Ausstellung in Bad Bodendorf gibt es bei Dekanatsreferent Wolfgang Henn unter Tel. (0 26 36) 8 09 77 11.

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