„musik&talk“ in der Kulturwerkstatt
„Barth und Roemer“ begeisterten mit Grooves Chansons
Remagen. Zu einem musikalischen Genuss wurde einmal mehr die Veranstaltung music&talk in der Kulturwerkstatt Remagen. Auch wenn nur gut zwei Dutzend Gäste zur Veranstaltung gekommen waren, so erlebten die jedoch einen sehr angenehmen und unterhaltenden Abend mit Livemusik. Neben der Hausband um Kiki Schumacher, die mit bluesigem und jazzigem Soul die Gäste verwöhnten, gab es mit dem Kölner Duo „Barth und Römer“ ein ganz anderes Musikgenre zu erleben: Grooves Chansons, eigene Songs, sowohl in Ton wie in Text.
„Barth und Roemer“, das Kölner Duo, das seit über zehn Jahren auf den Bühnen der Republik zu Hause ist, begeisterte mit einem Programm aus eigenen Songs in deutscher Sprache, gänsehauttreibend und hitverdächtig.
Die ebenso wort- wie stimmgewaltige Sängerin Astrid Barth schreibt Texte, die plausibel erscheinen, ohne zu dozieren, die tief empfunden sind, ohne kitschig zu wirken. Sie wird niemals müde, ihre Zuhörer zum Anderssein und Mitdenken zu motivieren und hält über einen ganzen Abend hinweg jene seltene Spannung, mit der man eine Bühne elektrisieren kann. Da denkt sie zum einen: „Morgen fang ich ein neues Leben an“ und vergisst aber auch nicht den Rückblick mit „So war´s“, melodische Erinnerungen an verblasste Bilder und Erlebnisse.
Unter „Mit im Tritt“ geht sie gegen alle an, die denken „ne eigene Meinung ist ne Last, besser wenn du erst gar keine hast“. Sie attackiert alle Menschen, die „äußerlich machen auf 20, doch in der Birne sind sie ranzig“.
Kontrapunktiert wurde sie von Philipp Roemer, dessen Grooves mit Leichtigkeit und Souveränität daherkommen, dessen Akkordreichtum dem seiner melodischen Einfälle gleichkommt, und der hin und wieder mit einer zweiten Gesangsstimme Glanzlichter setzt.
Zwischen den einzelnen Musikdarbietungen gab ein Interview, bei dem Kiki in seiner lockeren Art mit der sympathischen Sängerin Astrid Barth und dem virtuosen Gitarristen Phillip Roemer, der Jazzgitarre studiert hat und dann doch was anderes machte, auch über deren künstlerisches Leben auf den Kleinkunstbühnen dieser Welt plauderte. Bestimmt wurde der Abend aber durch Livemusik, die die Gäste in angenehmer Atmosphäre einfach nur begeisterte, und das bei freiem Eintritt.
