Allgemeine Berichte | 17.09.2013

Hunderte Menschen genossen Kunst und Kultur bei der siebten Auflage des Remagener Kunstsalons im Historischen Dreieck

„Das neue Remagen - Von der Muse (wach-)geküsst“

Lesung von Sabine Hampel vom SWR stieß in der Galerie Rosemarie Bassi auf großen Zuspruch

Sabine Hampel vom SWR-Fernsehen begeistert mit ihrer lebendigen Lesung das Publikum. AB

Remagen. War der Samstag angesichts der Besucherzahlen schon ein großer Erfolg für den 7. Kunstsalon in Remagen, so war der Sonntag noch stärker besucht.

Lebhaftes Treiben herrschte in der Innenstadt und natürlich besonders im Historischen Dreieck, wo in 13 Galerien rund 80 Künstler zum 7. Kunstsalon in Remagen ihre Werke der Öffentlichkeit präsentierten.

Sicher hatte auch der gleichzeitig stattfindende Rhein-Ahr-Triathlon mit rund 500 Triathleten und ihren Familien, vor allem aus weiterer Entfernung, dazu beigetragen, dass die Galerien durchweg recht gut besucht waren. Viele Sportler waren mit ihren Familien aufgrund der großen Entfernung schon am Samstag angereist und haben übernachtet, so dass Zeit blieb, sich Remagen und damit auch den Kunstsalon anzusehen.

Zudem verlief die Laufstrecke der Triathleten durch die Innenstadt, so dass auch große Zuschauerscharen auf den Kunstsalon aufmerksam wurden. Glanzpunkt am Sonntag war sicher die Lesung von Sabine Hampel von SWR-Fernsehen, die im Europäischen Kulturzentrum, in der Galerie von Rosemarie Bassi, stattfand. Unter dem Titel „Das neue Remagen - Von der Muse (wach-)geküsst“ las Hampel aus dem Buch „Tipps & Tricks“ im Südwesten - Kultouren mit der Redaktion Landesart des SWR“ vor einem großen Publikum, das sich in der Galerie eingefunden hatte. Vor rund drei Monaten sei sie mit ihrer Sendung in Remagen gelandet, weil sich gerade hier eine Art von Kultur um den Marktplatz angesiedelt habe, die eine Vielfalt an Kunst und Kultur biete.

Lesung von Sabine Hampel

Zahlreiche Tipps gab Hampel zu Sehenswertem in der Umgebung und ausführlich erläuterte sie die Kunststationen, die sie in Remagen gefunden habe. Natürlich sprach sie auch über das Arp-Museum, in dem sie einen ganzen Tag habe drehen dürfen, und bei deren Eröffnung sie auch gewesen sei. Was sie aber nicht verhehlte, war, dass sie den Rolandsbogen, so oft sie schon in Remagen gewesen sei und an Remagen vorbeigefahren sei, noch nicht kenne. Dies werde sie schnellstens nachholen. Mit ausgesprochener Lebendigkeit unterhielt sie das Publikum bestens und gab manch wertvollen Tipp. Bei einem Rundgang durch die Stadt war im Anschluss zu erleben, wie lebendig auch Remagen sich präsentierte, am zweiten Tag des Kunstsalons. Von Kunststation zu Kunststation ließen sich die Gäste und Kunstinteressierten dank der großen erläuternden Plakate führen. Auch eine Stadtführung mit Volker Thehos war auf enormes Interesse gestoßen. In der Galerie Bassi selbst präsentierten Robert Diners und Lilija Dinere ihre Malerei, Grafik, Skulpturen und Objekte, während im Kunstraum remagen mitte bei Herbert Höcky Robert Meyer aus der Partnerstadt Georgsmarienhütte seine altmeisterlichen großformatigen Menschenbilder präsentierte.

„Chronisch Pink“

Wenige Meter weiter zeigte zum ersten Mal Martine Seibert-Raken unter dem Titel „Querschnitte“ ihre Kunst, Design und Raumkonzepte. Die Innenarchitektin begeisterte mit Objekten, Leuchten und Zeichnungen. Weitere wenige Schritte entfernt präsentierten im Modern Art Showroom die Künstler Janko Arzensek, Gudrun Hillmann, Almuth Leib und Eva Töpfer unter dem Titel „EDEN war gestern“ ihre Werke. Da standen die akkuraten Zeichnungen von Janko Arzensek im krassen Gegensatz zu Almuth Leib´s großflächigen knallgrünen Fotowelten. In der Marktstraße gab es dann noch eine neue weitere Galerie von Molly Noebel, die zum ersten Mal beim Kunstsalon mit dabei war. Hier setzte sich „Chronisch Pink“ in Collagen und Mischtechniken tatsächlich absolut durch. Schon beim Hereinschauen in die Galerie war dies ein wirklicher „Hingucker“. Bis in den frühen Abend genossen die vielen Gäste die breit gefächerte Kunst in Remagen und die Künstler konnten sich freuen über den vielen Besuch der Kunstinteressierten.

Martine Seibert-Raken (l) in ihrer neuen Galerie „Wohnraum-Kunst“ in der Bachstraße.

Martine Seibert-Raken (l) in ihrer neuen Galerie „Wohnraum-Kunst“ in der Bachstraße.

Sabine Hampel vom SWR-Fernsehen begeistert mit ihrer lebendigen Lesung das Publikum. Fotos: AB

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