Kölner Mundartgruppe singt von Situationen aus dem Leben
„De Familich“ einmal ganz familiär
Remagen. Sie fühlten sich so wohl, als wären sie zu Hause, daraus machte Wolfgang Anton kein Hehl. „So eine Location brauchten wir bei uns in der Südstadt“, sagte der Kölner Sänger und Songwriter von „De Familich“ nach ihrem „Ausflug“ in die „Kulturwerkstatt“. „Kölsche Krätzche“ standen auf dem Programm der Band, die seit Jahren von „Steckdose zu Stecksode“ reist, um ihre Musik an den Mann und die Frau zu bringen. Zwischenzeitlich gehören sie zu den Erfolgreichsten der Szene und sind aus der Bandbreite der „Kölschen Musik“ nicht mehr weg zu denken. Und „Köln ist die schönste Stadt der Welt, „ wird Wolfgang nicht müde zu erwähnen und kölsche Musik kommt auch in Mexiko an, plaudert er gerne unterhaltsam aus dem Nähkästchen. Kleine Ereignisse nehmen sie unter die musikalische Lupe, beschreiben die Situation in ihrem „Veedel“, singen von tagtäglichen Erlebnissen, im Supermarkt oder in der Straßenbahn. Die Band lebt ihre Musik, spielen um des Spielens Willen, beweisen stimmungsvolle Bühnenpräsenz. „De Familich“ nimmt nicht die bekannten Karnevalslieder aus der Domstadt auf, sie behält ihre eigene Note, eigene Texte, eigene Lieder, unverkennbar aber immer „kölsche Tön“. Natürlich werden Erinnerungen wach an de „Bläck Föös“ oder die „Höhner“. Kein Wunder, stammt manches deren Lieder doch aus der Feder von Wolfgang Anton, der gemeinsam mit Josef Loup die heutige Band gründete. Tiefe Gefühle bediente „De Familich in der „Kulturwerkstatt“, deutlich heraus gespielt mit der „Quetsch“ von Ralf Thomas und der Geige von Volker Becker . „Wenn et Hetz dir övverlööf“, Mundart pur, fast Folklore, „Kölsche we mer“, da ging den FC Fans aus Remagen das Herz auf, bei „Südstadt life“ die letzten Feuerzeuge an. Einen schöneren „Kölner Abend“ mit Musik life kann sich der Musikfan im fernen Schatten des Doms kaum wünschen, ging der Dank an „De Familich“ aus Köln.
