Eifelverein Remagen: Letzte Wanderetappe führt entlang der Nette bis Weißenthurm
Den Reiz der Natur erleben
Remagen. Bei seiner letzten Etappe entlang der Nette konnte der Eifelverein Remagen von Ochtendung bis nach Weißenthurm durch Naturschutzgebiet wandern. Auch wenn von den vielen Mühlen entlang der Nette nur noch wenig übrig ist, konnte das Tal seinen Reiz behalten und dem Wanderer manche Überraschung bieten. Hoch über dem Tal thronte zum Beispiel auf einem Felssporn die renovierte Burgruine Wernerseck. Die Gemeinde Plaidt zeigte sich im Nettepark von ihrer schönsten Seite. Große Basaltblöcke sind an verschiedenen Stellen aufeinander getürmt, und einige haben ein Gesicht erhalten wie die Göttermonumente auf der Osterinsel im Stillen Ozean. Danach gab sich die Nette im Rauscherpark übermütig und wildromantisch, zwängte sich zwischen großen Basaltblöcken hindurch oder sprang brausend in Kaskaden über sie hinweg. In Jahrtausenden hat sich die Nette dort durch einen erstarrten Lavastrom hindurchgesägt, und schon die Römer verstanden diesen wertvollen, harten Stein abzubauen und für ihre Bauwerke zu nutzen. Bearbeitungsspuren aus römischer Zeit sind noch vielfach zu erkennen.
Malerische Landschaft
Vor dem Gut Nettehammer zeigte sich ein ähnlich beeindruckendes Bild. Dort stehen gewaltige, uralte Eichen. Sieben Wanderer waren erforderlich, um den Stamm zu umfassen. Wenig später rauschte dicht am Weg der große Wasserfall der Nette an den 20 Wanderfreunden vorbei. Allerdings handelte es sich hierbei um das Ergebnis einer Staumauer, wodurch keine Konkurrenz zum echten Wasserfall bei Mayen entstand, der über eine Felsenklippe hinunterstürzt. Unter B 9 und Bahn ging es wenig reizvoll hindurch, aber die Flussmündung ist umso eindrucksvoller. Vor Jahren wurde das Gelände renaturalisiert, und nun ergießt sich die Nette zwischen zahlreichen kleinen Kiesbänken wieder malerisch in den Rhein.
Über mehr als 500 Meter Höhenunterschied fließt sie talwärts auf ihrem knapp 60 Kilometer langen Weg. Einen schöneren Ort für die Siegerehrung hätte nicht gewählt werden können. Fünf Wanderer waren alle vier Etappen mitgewandert. Sie wurden vom Wanderführer passenderweise mit einem Nette-Pils belohnt.
