Über 200 Künstler und Kunsthandwerker beim Remagener LebenKunstMarkt
Die Innenstadt wurde zur Galerie
Große Beteiligung von Remagener Künstlergruppen und Galerien - Tausende Besucher füllten die Straßen
Remagen. Jedes Jahr denken die Veranstalter: „Mehr geht nicht.“ Doch es ging mehr. Was am Wochenende bei der zwölften Auflage des LebensKunstMarktes in Remagen los war, ist wirklich kaum mehr zu toppen. Zehntausende Menschen tummelten sich in der Remagener Altstadt und Fußgängerzone. Außerhalb herrschte reger Parkplatznotstand. Ob entlang der B 9 oder in allen Straßen im Remagener Süden, kaum mehr gab es einen Parkplatz zu ergattern, und auch die Shuttlebusse, die ständig pendelten, waren voll mit Menschen. Menschen, die das Mekka der Kunst in Remagen sehen und erleben wollten. Sowohl Samstag als auch Sonntag schoben sich Menschenmassen durch die Innenstadt und genossen Kunst, Kunsthandwerk und kulinarische Genüsse.
Über 200 Künstler, Kunsthandwerker und Künstlergruppen aller Sparten verwandelten die Remagener Innenstadt auch beim zwölften LebensKunstMarkt in eine einzige große Kunstgalerie. Auch dieses Jahr hatten die Organisatoren, die Stadt Remagen mit Wirtschaftsförderer Marc Bors und Günter Balas und die Werbegemeinschaft „Remagen mag ich“ mit ihrem Vorsitzenden Volker Thehos wieder großes Augenmerk auf ein qualitativ hochwertiges Angebot gelegt: Kunst vom Feinsten präsentiert in einer lockeren Urlaubsatmosphäre.
Sehr gut an kam wieder die Zeltgalerie auf dem Parkplatz im Historischen Dreieck zwischen Rathaus und Pfarrkirche an der Römermauer. Die Zahl der Zelte war auf 20 erhöht worden, um noch mehr Künstlern die Möglichkeit zu geben, ihre Exponate zu präsentieren. Auch in der direkt angrenzenden Kulturwerkstatt im Alten Jugendheim hatten Künstler im großen Saal ihre Werke ausgestellt, ebenso wie in der neuen Galerie in der Kulturwerkstatt.
In großer Zahl waren auch die Remagener Künstler in ihren Galerien oder anderen Räumlichkeiten mit von der Partie. Ob Ateliers und Galerien wie Artspace K2 und das Europäische Kulturzentrum Rosemarie Bassi, die hochkarätige Ausstellungen präsentierten, oder Künstlergruppen wie RheinArt, die sich in diesem Jahr dem Thema „Schuh weit, Schuh gut“ gewidmet hatten, ob das Künstlerforum Remagen in der Villa Heros mit einem Direktverkauf, der Kunstraum Remagen Mitte oder der Modern Art Showroom, ob die Galerie NoMo oder auch das Arp-Museum Rolandseck - wo man hinschaute, gab es Kunst zu bewundern. Mit dabei waren auf dem Marktplatz auch wieder zahlreiche Kinder, die sich das Angebot, selbst künstlerisch bei Aktionen aktiv zu werden, nicht entgehen ließen.
Bei einer so hohen Beteiligung präsentierte sich Remagen wie eine riesige Galerie. Wohin das Auge blickte, war Kunst oder Kunsthandwerk zu sehen. Während die Künstler ihre Werke überwiegend in der Kirchstraße sowie in Gemeinschaftsausstellungen in der Villa Heros hinter dem Rathaus, in der Kulturwerkstatt, im katholischen Pfarrzentrum, in der Galerie Rosemarie Bassi, in der Galerie Artspace K2, auf dem Parkplatz hinter dem Rathaus, sowie in der Kirchstraße vor den Toren der Pfarrkirche St. Peter und Paul und weiteren Räumen mehr präsentieren, hatten die Kunsthandwerker in der Bachstraße, der Marktstraße und im Anschluss an den Markt der Provence in der Josefstraße bis über den kompletten Parkplatz auf der Grabenstraße ihre Stände.
Die Bandbreite von Kunst und Kunsthandwerk präsentierte sich erneut enorm groß, und so manchem Künstler konnten die Festgäste beim kreativen Schaffen über die Schulter blicken. Ob Öl- oder Aquarellmalerei, ob Skulpturen oder Wandmalerei, ob Fotografik oder Acrylmalerei, ob Glasobjekte oder Schmuckdesign, ob Installationen oder Keramik, ob Zeichnungen oder Patchwork, ob Collagen oder Aktmalerei, die Kunstfreunde waren begeistert von der Vielfalt künstlerischen Schaffens.
Riesig präsentierte sich auch bei der zwölften Auflage des LebensKunstMarktes für die Tausende Gäste die Auswahl an Kunsthandwerk: ob Schmuckdesign in großer Vielfalt, Tiffanystil, handmodellierte Puppen, handgeschnitzte Figuren, Filze, Hüte, Floristik, Holzspielzeug, Möbel- und Wohnaccessoires, Leinenkleider, Tuniken, Antiquitäten, Liköre und Brände, Holzdrechselarbeiten, Kissen, graviertes und veredeltes Glas, hochwertige Lederbekleidung, Patchwork, Stickerei, Modedesign, Keramiken vieler Stilrichtungen und vieles mehr - die Bandbreite des Kunsthandwerks war einfach überwältigend.
Hoch erfreut zeigten sich Wirtschaftsförderer Marc Bors und Volker Thehos vom hervorragenden Besuch und der hohen Qualität von Kunst und Kunsthandwerk.
So kamen Tausende Kunstinteressierte beim LebensKunstMarkt wieder ganz auf ihre Kosten. Deutlich zeigte sich auch wieder, dass das Publikum ein ganz anderes ist als beispielsweise beim Jakobsmarkt, der ebenfalls meist hohe Besucherzahlen verzeichnet. Zum LebensKunstMarkt kommen Menschen aus nah und fern aufgrund der Vielfalt von Kunst und Kunsthandwerk sowie des mediterranen Flairs. Doch nicht nur die Innenstadt präsentierte sich voll mit Menschen. Auch an der Rheinpromenade war kaum ein Platz zu ergattern.
Neben Malern zeigten auch Vertreter anderer künstlerischer Sparten wie Bildhauer ihre Werke,
Beim LebensKunstMarkt kann man den Künstlern auch einmal bei der Arbeit über die Schulter Schauen und die Entstehung eines Kunstwerks hautnah verfolgen.
Zahlreiche Künstler präsentierten ihre Werke in der - in diesem erweiterten - Zeltgalerie.
