Allgemeine Berichte | 01.12.2014

Arbeitskreis für entwicklungspolitische Bildung e.V., Remagen

Ein Gott: Gemeinsamkeiten in Islam und Christentum

Vortrag und Diskussion im Remagener evangelischen Gemeindehaus

Zwei Religionen, zwei Wege zu Gott: Johannes Stein referierte vor interessiertem Publikum. privat

Remagen. Was sind die großen Gemeinsamkeiten zwischen Islam und Christentum – und wo liegen die wichtigsten Unterschiede? Über diese Kernfragen des interreligiösen Dialogs referierte am Montag Pfarrer Johannes Stein im evangelischen Gemeindehaus von Remagen. Eingeladen hatte der Arbeitskreis für entwicklungspolitische Bildung im Rahmen des Lokalen Aktionsplans Remagen und gekommen waren unter den zahlreichen Besuchern auch Vertreter der islamischen DITIB-Gemeinde aus der Römerstadt.

Anhand von drei Grundfragen erläuterte der Referent, der auch Bundespräses der Katholischen Arbeitnehmerbewegung in Deutschland ist, praktisch anhand von zahlreichen Koran- und Bibelzitaten Verbindendes und Trennendes beider Religionen: Was dürfen wir als Christen oder Muslime hoffen, d.h. was sind die Grundlagen von Bekenntnis und religiöser Lehre? Hier konnte Pfarrer Stein unter anderem anhand des Beispiels der Idee des „Jüngsten Tages“ und der dabei stattfindenden Beurteilung der Menschen durch Gott nach ihren Taten, entsprechend Verdammung oder „ewiger Frieden“, auf eine sehr wichtige Gemeinsamkeit verweisen. Aber auch Begriffe wie Propheten, Engel, Gut und Böse oder Vorherbestimmung sind beiden Religionen gemeinsam. Während allerdings Jesus im Christentum die zentrale Stellung einnimmt, ist er im Islam nur ein, allerdings wichtiger Prophet Gottes.

Der zweite Themenkomplex des Abends bezog sich auf ethische Gedanken in beiden Religionen, mündend in der Frage „Was sollen wir tun?“ bzw. „Was ist gutes Verhalten des Menschen?“ Im dritten Teil wurden Gebet und Gottesdienst behandelt unter der Fragestellung „Wie ehren Christen und Muslime Gott?“ Die Kernaussage des in den Einzelheiten der Lehre beider Religionen ausgewiesenen Referenten zur Gemeinsamkeit der Religionen stammte dann allerdings weder von einem Christen noch einem Muslim. Vielmehr wurde der Hindu Mahatma Ghandi zitiert mit seiner Aussage zum Kern der Religionen: „Wer im Herzen seiner Religion angekommen ist, der ist auch im Herzen aller anderen Religionen angekommen.“ Wer es also mit seiner Religion Ernst meint und im Rahmen ihrer ethischen Vorgaben handelt, der wird keine andere Religion herablassend behandeln oder gar verdammen.

Natürlich kamen auch sehr aktuelle Fragen zur Sprache wie die Morde und Selbstmorde fanatischer Attentäter im Nahen Osten. Hierzu waren sich der christliche Referent und die Gäste des Moscheevereins in der Interpretation entsprechender islamischer Religionsaussagen absolut einig: Wer einen Menschen ermordet, stellt sich außerhalb der Religion des Islam, was in gleichem Maße für Selbstmordattentäter gilt. Erneut eine absolute Übereinstimmung mit christlichem Gedankengut, wie Pfarrer Stein feststellte. Für den gastgebenden Arbeitskreis dankte Vorsitzender Frank Bliss dem Referenten auch im Namen des Publikums und verwies auf die geplante Fortsetzung der Veranstaltungsreihe im ersten Quartal 2015.

Zwei Religionen, zwei Wege zu Gott: Johannes Stein referierte vor interessiertem Publikum. Foto: privat

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