Neue Fenster in der Evang.-Freikirchlichen Gemeinde Rhein-Ahr
Eine leuchtende Osterüberraschung
Remagen. Im Karfreitagsgottesdienst blickten die Besucher der Evang.-Freikirchlichen Gemeinde Rhein-Ahr (kurz: Credogemeinde) noch auf schwarze bodenlange Stoffbahnen, die zwei neu gestaltete Kirchenfenster im Altarraum verdeckten. An Ostersonntag gingen dann so manchem Besucher beim Betreten des Kirchenraumes die Augen über:
Die strahlende Ostersonne brachte die farbigen Kirchenfenster zum Leuchten und erfüllte den Raum mit einem sakralen, dabei warmen und lebendigen Licht.
„Was für eine unglaubliche Verwandlung, wunderbar!“, flüsterte ein älteres Gemeindemitglied staunend. Nachdem die Künstlerin Andrea Lawrenz vor eineinhalb Jahren bereits zwei farbige Kirchenfenster an den Seitenwänden gefertigt hatte, wurde sie jetzt mit der Aufgabe betraut, für die beiden schmalen, aber deckenhohen Fenster zu beiden Seiten des Kreuzes Konzepte zu entwerfen und umzusetzen. Zwei zentrale Rituale, die alle christlichen Kirchen gemeinsam haben, waren die leitenden Themen: So entstand rechts eine Komposition zum „Abendmahl“, links eine zur „Taufe“.
Andrea Lawrenz, die im Hauptberuf Kunst- und Religionslehrerin am Rhein-Gymnasium in Sinzig ist, verwendete bewusst eine gemäßigt abstrakte Formensprache, in der christliche Symbole wie zum Beispiel Kelch, Brot, Weinrebe, Taube und Wasser noch deutlich zu erkennen sind und sich als Einheit verbinden. „Wenn die Farben und Symbole dazu dienen, dass die Atmosphäre des Raumes durchleuchtet wird und der Betrachter sich besser auf die Stille, auf Gott und sich selbst besinnen kann, dann ist die Gestaltung gelungen!“, kommentiert Andrea Lawrenz.
Die Besucher des Ostergottesdienstes bestätigen es - die Kunstwerke können berühren, beleben und zum Nachdenken anregen.
