Allgemeine Berichte | 03.06.2013

Hans-Jürgen Vollrath stellt in der Remagener Galerie Bassi aus

Farben und Schönheit der Landschaft im Visier

Rosemarie Bassi erläuterte nicht nur die „Kunstfotografien“ von Hans-Jürgen Vollrath, sondern stellte die Landschaftsmotive des Ahrtales in den Vordergrund der Betrachtung.AB

Remagen. Normalerweise fokussiert er sich auf Menschen. Hans-Jürgen Vollrath ist der wohl bekannteste Pressefotograf im Kreis Ahrweiler. Von Kindesbeinen an sieht er bereits die Welt durch die Ausdruckskraft der Linse. Bereits sein Vater war mit dem Objektiv auf Motivsuche unterwegs. Von daher umfasst auch das vollrathsche Archiv eine Bildfolge, die dem des Kreisarchivs nur um wenig nachsteht. Das Einfangen von Situationen in Sekundenbruchteilen, das Stellen von Bildern, wie es denn ein Redakteur gerne haben möchte, ist eigentlich das Markenzeichen des Pressefotografen. Vollrath beherrscht diese Kunst aus dem ff. Doch er wäre nicht im wunderschönen Ahrtal geboren, hätte er nicht einen Blick für die Natur in die Wiege gelegt bekommen. In der Ausstellung in der Galerie Bassi am Remagener Marktplatz stellt er seine Schaffenskraft unter Beweis. Licht und Schatten, Farbenspiel im Gezeitenwandel hat er eingefangen und auf Leinwand und Aluminium gebannt. „Die Klarheit des Ausdrucks, das Erkennen des Wesentlichen, das Spiel mit der landschaftlichen Schönheit, das hat mich an den Werken von Hans-Jürgen Vollrath so begeistert“, formulierte dann auch Galeristin Rosemarie Bassie bei der Vernissage vor zahlreichen Kunst- und Fotofreunden im „Europäischen Kulturzentrum“. Wanderfreunde und Heimatkundler hätten ihre wahre Freude an einem Besuch der Ausstellung, in der großformatige Leinwandbilder eindrucksvoll ein Spiegelbild des Rotweinwandergebietes wiedergeben. Der Wein beherrscht die Landschaft in allen Facetten des Farbenspiels. Bad Neuenahr im Frühjahrsnebel dokumentiert die Sicherheit des Auges des Fotografen. Die Treppenlandschaft der Weinberge bei Mayschoß, ein Spiel mit Licht und Schatten, Blicke in das herbstliche Ahrtal, Kunstwerke, die die Natur geschaffen hat, eingefangen mit dem sicheren Blick des Landschaftsfotografen. Die Olbrück als herausragender Finger im abendlichen Gegenlicht, unverkennbares Wahrzeichen des Brohltales. Hans-Jürgen Vollrath ist wanderfreudig. Details interessieren ihn, sie nimmt er wahr, im Geäst der Bäume, im silbern funkelnden Wasserlauf der Ahr. „Erntezeit“, ein Roggenhalm biegt sich im Wind vor glasklarem blauem Himmel - kein einfaches Landschaftsbild, sondern Landschaft mit dem Blickwinkel des Landschaftskünstlers eingefangen. „Traubenlese“, nicht einfach die Kelter, aus der die Früchte rinnen, nein, die Kelter ist Aktionswerkzeug, bietet die Spannung im Vordergrund des Bildes, in dem dahinter, das Ahrtal Ruhe und Gelassenheit ausströmt. New York, Paris, Notre Dame des Nachts, schwarz-weiß, Hans-Jürgen Vollrath unterstreicht die Aussage mancher namhafter Fotografen, die sagen, die wahre Kunst der bildhaften Aufnahme liegt immer noch in der Schwarz-Weiß-Fotografie. Schwarz-weiß dient nicht nur der Dokumentation, es dient der Handwerkskunst des Fotografen. Die Ausstellung ist zu besichtigen mittwochs bis sonntags von 14 bis 18 Uhr, für Gruppen nach Vereinbarung unter Tel. (01 72) 9 44 81 24.

Rosemarie Bassi erläuterte nicht nur die „Kunstfotografien“ von Hans-Jürgen Vollrath, sondern stellte die Landschaftsmotive des Ahrtales in den Vordergrund der Betrachtung.Foto: AB

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