Erste heilige Messe des neuen Pfarrers in St. Johannes Nepomuk war für die Kripper Pfarrgemeinde etwas Besonderes
Frank Klupsch zog alle in seinen Bann
Kripp. Offiziell war Pastor Frank Klupsch bereits in sein Amt als Remagener und Kripper Pfarrer eingeführt worden. Dennoch war seine erste heilige Messe in St. Johannes Nepomuk für die Kripper Pfarrgemeinde etwas Besonderes. Und für den neuen Pfarrer auch, denn ihm war wichtig, dass er nicht nur die Gemeinde „in Besitz nahm“, sondern die Frauen, Männer und Kinder kennenlernte. Zur Feier des Tages hatte er sein komplettes pastorales Team mitgebracht: Pater Prof. Dr. Bitter, der konzelebrierte, die Gemeindereferentinnen Sabine Gilles und Anita Schneider sowie die Pfarrsekretärinnen Marion Wassong und Gabriele Mansi.
Zum Zeichen der Verehrung inzensierte Pfarrer Klupsch mit Weihrauch das Kreuz und den Altar, bevor er die Gläubigen herzlich begrüßte. Er freue sich sehr, nun auch Pfarrer von Kripp zu sein und sich gemeinsam mit allen auf den Weg zu machen: „Mit allem, was wir glauben, was uns trägt und was uns wert und heilig ist. Stolz können wir sein, weil Gott es uns zutraut, die Zukunft der fünf Gemeinden gemeinsam zu gestalten.“
Michaela Ockenfels trug die Lesung aus dem Buch Jesaja vor: „Ich bin der Herr und sonst niemand. Außer mir gibt es keinen Gott.“ Das Evangelium berichtete von den Pharisäern, die Jesus mit der Frage auf die Probe stellten: „Ist es nach deiner Meinung erlaubt, dem Kaiser Steuer zu zahlen oder nicht?“ In seiner Predigt ging Pfarrer Klupsch auf die kluge Reaktion Jesu ein, der auf die zwei Seiten einer Münze verwies und antwortete: „Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist , und Gott, was Gottes ist.“ Heute sei das nicht mehr so eindeutig. Die Euromünzen und -scheine zeigten keine Porträts mehr, sondern abstrakte Muster und Symbole. Das sei die Realität. Mit jedem Geld, das durch die Hand gehe, wird einem „Kaiser“ gedient, der nicht so recht fassbar und doch allgegenwärtig sei. Aber nicht beim Geld, sondern bei vielem, was die Menschen heute machten, hätten sie längst den Überblick verloren, wem gedient wird und und welche Systeme gestützt werden.
In seiner Freiburger Rede habe der emeritierte Papst Benedikt „Entweltlichung“ von der Kirche gefordert. Das bedeute aber nicht, sich aus der Welt zurückzuziehen, sondern das Gegenteil. Die Christen glaubten, dass Gott selbst die menschliche Gestalt angenommen habe in Christus. Gott habe damit die Welt angenommen, nicht, um sie zu lassen, wie sie sei, sondern um sie zu verwandeln.
Der Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Professor Dr. Peter Ockenfels, begrüßte Pastor Klupsch am Ende des Gottesdienstes. Der neue Pfarrer wurde auf einen Stuhl vor den Altar gebeten, während sich viele Kinder und Erwachsene neben ihm aufstellten. Hubertine Klein sagte: „Wenn so viele ganz kleine, kleine und große Menschen sie heute neugierig und fröhlich anschauen, dann können sie ganz sicher sein: Es sind die Kinder, Eltern und Erzieherinnen des katholischen Kindergartens St. Johannes Nepomuk.“ Sie seien gekommen, um Klupsch in ihrer Mitte zu begrüßen. Wenn er etwas über die Menschen in Kripp erfahren wolle, wie sie miteinander umgingen, was ihnen wichtig sei, wofür sie arbeiteten und sich einsetzten, dann soll er in den Kindergarten kommen, denn hier fange Vieles, so ganz im Kleinen, an. Während des Liedes „Du bist uns sehr willkommen, das soll ein jeder sehn“ überreichten die Kinder Blumen an die beiden Priester und die Seelsorgerinnen, die ebenfalls in die Willkommensgrüße eingeschlossen waren.
Der neue Pfarrer wurde auf einen Stuhl vor den Altar gebeten, während sich viele Kinder und Erwachsene neben ihm aufstellten.
