Ausstellung „Zeichen“ von Volker Thehos in Remagen und Kunst
Gelungene Beiträge zur visuellen Kommunikation
Vernissage lockte am Samstag zahlreiche Gäste in den ModernArt Showroom
Remagen. „Zeichen“, mal als Gebrauchsgrafik, mal als Kunst, das präsentiert der Remagener Diplom-Designer Volker Thehos, auch Vorsitzender der Remagener Werbegemeinschaft „Remagen mag ich“, in seiner jüngsten Ausstellung im ModernArt Showroom, kurz M.A.S.H. Zahlreiche Gäste konnte Thehos bei der Vernissage willkommen heißen. Die Begrüßung oblag Eva Töpfer als Schirmherrin der Ausstellung. Eva Töpfer gehört zu der Künstlergruppe, die den ModernArt Showroom betreibt. Sie begrüßte neben zahlreichen Freunden, Künstlerkollegen und Interessierten auch den ersten Beigeordneten der Stadt Remagen, Hans-Joachim Bergmann und Wirtschaftsförderer Marc Bors. Die einleitenden Worte zu seiner Ausstellung „Zeichen“, die noch bis zum 9. Juni im M.A.SH. an der Ecke Kirchstraße, Bachstraße, Drususplatz zu bewundern ist, sprach der Diplom-Designer und Künstler Volker Thehos selbst. Seit 30 Jahren beschäftige er sich mit der Gestaltung von Zeichen, das heiße, Logos, Signets und Pictogrammen.
Mit Lineal und Zirkel
Seine erste Ausstellung an der er teilnahm, fand in Mainz in der Galerie Brückenturm während seines Studiums statt. Spiritus rectus der Gruppe war sein Hochschulprofessor für Geometrie. „Das ganze Semester lang hatten wir bei ihm mit Lineal und Zirkel, mit Ziehfeder und Tusche, also noch voll manuell aber mit höchster Präzision alle möglichen geometrischen Konstruktionen gezeichnet. Vielecke, die Quadratur des Kreises, den Goldenen Schnitt und vieles mehr. Das war erst mal reine Fleißarbeit. Dann aber kam der kreative gestalterische Teil. Die geometrischen Konstruktionen wurden variiert, reduziert, addiert, gespiegelt, um daraus optisch ansprechende Flächen zu gestalten, die dann farbig gefüllt wurden. Die zwei besten aus unserem Semester durften dann bei der Gruppe PI und der Ausstellung mitmachen. Einer davon war ich“, erzählte Thehos . Eines seiner Werke aus dieser Zeit hat Thehos auch in seine Ausstellung „Zeichen“ integriert. Den Geometrieübungen im 2. Semester folgte dann, auf dieser Basis, die Logo- und Piktogrammgestaltung. „Ein Logo muss schnell, eindeutig, prägnant wahrzunehmen sein. Optimal ist es, wenn es eine sogenannte gute Form hat, wie sie unser Wahrnehmungssystem präferiert“, erläuterte Thehos. Der Unterschied zu den schönen, guten Formen seien Logos und Piktogramme, die Zeichen seien, wie beispielsweise Verkehrszeichen, die keinen Selbstzweck haben. Sie stünden nicht für sich selbst, sondern immer für etwas anderes. Sie hätten immer eine Aufgabe, würden bestimmte Informationen vermitteln, auf etwas hinweisen. Sie seien interaktiv und sollten bestimmte Reaktionen oder Handlungen auslösen.
Gut 35 Jahre in Gebrauch
Sein erstes wirklich genutztes Logo, für das er auch Honorar erhalten habe, habe er damals im 3. Semester entworfen. Es ist immer noch in Nutzung, es ist das Logo für die Werbegemeinschaft Ahrweiler. Und nur wenig später entwarf Volker Thehos ein Signet, das auch immer noch nun gut 35 Jahre lang in Gebrauch ist, das für das Friedensmuseum Brücke von Remagen. „Vor einiger Zeit ist mir der Gedanke gekommen, ob die Logos, die ich im Laufe der Jahre so entworfen habe auch, als gute Formen, als gefällige Flächengestaltungen wirken, so wie wir es damals in der Gruppe PI gemacht haben. Dazu habe ich alles an Schrift, was auf den eigentlichen Verwendungszweck hindeutet weggenommen. Ich habe die Grafik, quasi isoliert, alleine gestellt, ich habe versucht, ihnen so weit wie möglich ihre Funktion zu nehmen. Ich habe festgestellt: bei einigen klappte das prima, bei einigen klappt das nicht oder nur teilweise. Wieso, weshalb und warum? Das zu erkunden, dazu möchte ich Sie beim Betrachten der Ausstellung einladen. Ob als Grafik-Designer oder als Künstler, das sind für mich ganz verschiedene Arbeitsweisen. Und was ich hier in dieser Ausstellung zeige, das ist die spannende Schnittmenge zwischen Gebrauchsgrafik und Kunst. Und das ist auch für so eine Galerie wie der ModernArt Showroom mal eine neue, etwas andere, aber nicht minder interessante Thematik.
Zahlreiche Gäste waren zur Vernissage erschienen.
