„Ich möchte nicht als Museumsstück enden“
Remagener Künstlerin Mary Willach hatte zu ihrer letzten Ausstellung in der Curanum Seniorenresidenz eingeladen
Remagen. Man sieht ihr ihr Alter wirklich nicht an, aber dennoch möchte sie Schluss machen mit Ausstellungen. Zu ihrer letzten Ausstellung in der Curanum Seniorenresidenz hatte die allseits bekannte Remagener Künstlerin Mary Willach eingeladen. Noch ist sie 74 Jahre jung, doch sie sagt: „Ich möchte nicht als Museumsstück enden. Deshalb möchte ich heute in der Seniorenresidenz meine letzte Ausstellung eröffnen“. Und in ihrer bescheidenen Art wollte sie eines ganz und gar nicht, und das ist viel Rummel um ihre Person. So sprach sie nicht selbst, sondern überließ die Begrüßung der Residenzleiterin Gisela Dröge. Im Anschluss hieß der Sohn von Mary Willach, Robby Willach, die Gäste, unter ihnen Bewohner, Remagener Künstler und einige ihrer Schüler herzlich willkommen. „Meine Mutter wurde 1938 in den Niederlanden, in Amsterdam, geboren und ist gelernte Porzellanmalerin. In zahlreichen Ausstellungen, unter anderem in Bonn, Köln, Koblenz, Oberwinter und Remagen, hat sie in den letzten Jahrzehnten ihre Werke präsentiert und einem großen Publikum zugänglich gemacht. Zusätzlich ist sie seit nunmehr 25 Jahren Dozentin an der Volkshochschule Remagen und gibt ihr Wissen in Kohle-, Aquarell- und Pastelltechnik an die Schülerinnen und Schüler weiter. Besonders am Herzen liegen ihr auch Kinderkurse, die sie ebenfalls Jahre lang angeboten hat. Viele ihrer Kursteilnehmer haben über Jahre den Weg meiner Mutter begleitet und es teilweise selbst zu eigenen Ausstellungen gebracht“, so Robby Willach.
VHS-Malkurse gehen weiter
Aufgrund ihres Alters habe sich seine Mutter dazu entschlossen, dass dies ihre letzte Ausstellung sein werde. Das heiße aber nicht, dass sie in den künstlerischen Ruhestand trete. Die Volkshochschulkurse, die teilweise im Hause der Seniorenresidenz und in der Realschule plus stattfinden würden, würden wie bisher weiterlaufen. Der nächste Kurs starte am 21. Februar in der Realschule plus. Interessenten könnten sich in den Heften der VHS, in den aktuellen Remagener Wochenzeitungen, sowie bei seiner Mutter selbst, melden.
Mit einem Gläschen Schampus stießen die Gäste mit Mary Willach auf die letzte Ausstellung an, bevor die Ausstellung gemeinsam mit der Künstlerin in Augenschein genommen wurde. Die Ausstellung ist noch bis zum 31. März zu den üblichen Öffnungszeiten täglich von 8 bis 20 Uhr in der Residenz zu sehen. AB
