KG Narrenzunft Remagen feierte Spitzensitzung
In der Narrhalla ging die Post ab
Herausragende heimische Kräfte sowie tänzerische und musikalische Highlights aus Köln begeisterten
Remagen. Eine gelungene Mischung aus schmissigen und akrobatischen Tänzen mit wundervollen Choreografien, fantastischen Gesangsnummern, das eine Mal fein und leise mit humorigen Untertönen, das andere Mal fetzig und temperamentvoll, und mitreißenden Musikdarbietungen präsentierte die KG Narrenzunft Remagen am Samstag bei ihrer Prunksitzung in der prächtig geschmückten Narrhalla der Rheinhalle. Rund 320 Gäste kamen in den Genuss einer tollen Sitzung, die mit herausragenden Leistungen heimischer Kräfte begann und mit Musik und Tanz aus der Karnevalshochburg Köln endete.
Schon der Einzug der bunt kostümierten Remagener nach der kurzen Begrüßung durch den KG-Vorsitzenden Martin Dinkelbach begeisterte das närrische Publikum. Ob der Elferrat mit Sitzungspräsident Guido Selbach, der seinen Part hervorragend meisterte, die Prinzengarde der KG um Kommandant Dr. Paul Alfter, der Kinder- und Jugendkarneval um Jugendsitzungspräsident Roman Kötter mit den Gardepflänzje der Prinzengarde - es war eine Augenweide. Im Gepäck hatten sie die Remagener Kinderprinzessin Cheyenne I. Oliveira, die vom Sitzungspräsidenten Guido Selbach zu einem angeregten Zwiegespräch motiviert wurde. Mit aufgezogen war die Casimirgarde des KVK Kaiserlautern, die mit ihren Solomariechen und dem Junior-Mariechen-Gardetanz gleich drei perfekte Auftritte auf die Bühne legte. Auch die Remagener Prinzengarde präsentierte ihren neuesten Gardetanz und hatte das Publikum rasch im Griff. Einen Showtanz mit einer tollen Choreografie mit Piraten und Piratenbräuten um den furchterregenden Piratenkapitän Dr. Paul Alfter und seine elfenhafte Braut, alias Klaus Reuter, zeigte die Prinzengarde im späteren Verlauf der Sitzung und erntete frenetischen Applaus.
Als „Die zwei Lausbuben“ kam das Parodisten-Duo Uwe Hillers und Manfred Schaffrath mit zwei Gitarren, Gesang und so manchem „Verzällche uss dem Alltag“. Sie machten nicht halt vor Attacken auf das Alter, die Frauen oder die Politik. Die Narren dankten mit herzhaftem Gelächter. Tänzerisch überzeugte die Hafengarde aus „Wölle“ um ihren Vorsitzenden Frank Gilles, Kommandant Daniel Scheil und Trainerin Alexandra Gilles. Absolutes Heimspiel hatte auch das Remagener Stadtsoldatenkorps um Kommandant Marcel Möcking. Mit schmissigen Klängen und einem Brings-Medley begeisterten die Musiker um Regimentskapellmeister Frank Weiss und Sänger Marcel Möcking, der auf den Gästetisch kletterte und die Jecken im Saal zum Mitsingen und Mitschunkeln animierte. Riesigen Applaus erntete auch das Solomariechen der Stadtsoldaten Anna Schäfer mit ihrem akrobatischen Tanz sowie die Mariechengarde. Eine absolute Bereicherung waren die neuen Gesangssterne „A cappella Oh Weh“ mit Jürgen Heno, Frank Gilles, Albert Kessel, Axel Schmitz, Thilo Schreiber und dem Youngster Moritz Heno. Mit leisen Tönen zum meckernden „Hein an der Thek“ oder dem Traum von „Gezückten Feuerzeugen nur für mich“ sorgten die Jungs aus Wölle für Gänsehautfeeling und ein hundertprozentig aufmerksames Publikum, das mit jeder Menge Applaus für diesen bemerkenswerten Auftritt dankte.
Eine Spitzen-Show lieferte ein Eigengewächs aus der KG Narrenzunft, die Magic Dancers. Die frisch gebackenen Deutschen Meister, inzwischen zum dritten Mal, entführten mit einem akrobatischen Tanz in „Himmel oder Hölle“, eineLeistung, die den Titel ganz sicher verdiente. Dreistöckige Pyramiden waren zu sehen. Die Narren im Saal tobten vor Begeisterung. Nach so vielen heimischen Tanz-, Musik- und Gesangsstars kamen drei Topacts aus der Karnevalshochburg Kölle zum Schluss des sehr ausgewogenen Sitzungsprogramms. Da rockten Cat Ballou regelrecht den Saal mit „Et jitt kei Wood“, „Hück steiht die Welt still“ oder „Die Stääne stonn joot“. Die „Katzen“ heizten dem Saal richtig ein, bevor die Grün-Weißen Funken vom Zippschen us Kölsch-Büllesbach mit ihrem traditionellen Gardeprogramm und über 50 Tänzerinnen und Tänzern das Publikum begeisterten. Den Abschluss des offiziellen Programms markierte das Traditionskorps „Altstädter Köln 1922 e.V.“. Mit Musik und tänzerischen Glanzleistungen begeisterte das riesige Korps, das bereits zum dritten Mal die Bühne der Remagener Rheinhalle fast zum Wanken brachte.
Nach dem Programm, das im Übrigen von der Kapelle „Wahnsinn total“ perfekt begleitet wurde, wurde bei der After-Show-Party mit DJ Josi mit Singen, Tanzen und Schunkeln die rundum gelungene Sitzung der KG Narrenzunft bis in den Morgen gefeiert.
Zahlreiche Ehrengäste konnte Sitzungspräsident Guido Selbach zwischen den Darbietungen begrüßen, darunter Kommunalpolitiker, närrische Formationen sowie Ortsvereine aus Remagen und der Umgebung, sowie die Gäste aus Kaiserslautern und Prinz Hagen aus Ottweiler mit einer großen Gruppe.
Die Remagener Stadtsoldaten trafen den richtigen Ton in der Rheinhalle. Fotos: AB
Sitzungspräsident Guido Selbach begrüßte die Kinderprinzessin Cheyenne I. auf der Bühne.
Ein neuer Stern auf Remagens Bühnen: die A-cappella-Formation „Oh Weh“ aus Oberwinter.
