Allgemeine Berichte | 29.07.2013

Hochschule Koblenz - RheinAhrCampus Remagen

Internationaler Medien-Workshop

Ein zweiwöchiges Seminar in Izmir/Türkei hatte europäische Vielfalt zu bieten

Die Studenten waren zu einem zweiwöchigen Medienworkshop in der Türkei.privat

Remagen. Studierenden des RheinAhrCampus bot sich im Juli die einmalige Möglichkeit, mit Unterstützung der Europäischen Kommission die Partnerhochschule in Izmir zu besuchen und dort im Rahmen eines zweiwöchigen Intensivseminars ein Medienprojekt durchzuführen. Bei 36 Grad im Schatten trafen die Remagener Studierenden und ihr Dozent Dr. Laurent Borgmann auf weitere 20 internationale Studierende und deren Dozenten aus verschiedenen europäischen Ländern und diskutierten über den Umgang von Wirtschaftsunternehmen mit der Presse, über kulturelle Identität in Europa und den kreativen Einsatz neuer Medien.

„Wenn man mal geballte europäische Vielfalt hautnah erleben möchte, sollte man an solch einer Exkursion teilnehmen - da saß ich bis spät in die Nacht mit einer Ungarin, einem Australier, einem Polen, einer Studentin aus Serbien und zwei Deutschen gemeinsam an einem Laptop mit Programmen in ungarischer Sprache, um ein Medienkonzept auf Englisch zu schreiben, für das wir die Verantwortung übernommen hatten“, berichtet Cedric Lensing, einer der Remagener Studenten. Nach zahlreichen virtuellen Begegnungen in internetbasierten Rollenspielen und Simulationen reisten die Teilnehmer Ende des Semesters in die Türkei, um dort konkrete Projekte in internationalen Teams zu bearbeiten. In einem zwölftägigen Intensivseminar des Programms Sokrates ERASMUS nahmen sie an Vorlesungen und Workshops zu interkulturellen Themen und zum Thema Medienkompetenz teil.

Zudem war auch „community work“ angesagt, also die Zusammenarbeit mit den lokalen Redaktionen. Es wurde aber nicht nur international gearbeitet, sondern auch interkulturell gefeiert. Neben gemütlichen Abenden in den wunderschönen Parkanlagen der Gasthochschule und Ausflügen in die orientalisch anmutenden Basare Izmirs fand auch ein Abschieds-Dinner in einem Lokal mit Livemusik statt, in dem die Studierenden selbst mal Bauchtanz ausprobieren wollten. Und wer bisher dachte, dass es für Kartenspiele und Brettspiele in Deutschland schon zu viele verschiedene Regeln gibt, der sollte mal mit Teilnehmern aus fünf verschiedenen Nationen im Teelokal in Izmir spielen. Wer dieser Herausforderung gewachsen ist, den kann so schnell keine interkulturelle Begegnung mehr schocken. Dr. Elmar-Laurent Borgmann vom RheinAhrCampus erläuterte in seiner Begrüßungs-Mail im digitalen Forum, dass es nicht das Ziel des Programms sei, passives interkulturelles Wissen in Vorlesungen zu vermitteln, sondern die Teilnehmer wirklich international handlungsfähig zu machen.

Der enge Kontakt zu den türkischen Gastgebern hat dabei eine große Rolle gespielt. Unter anderem besuchten die Projektteilnehmer eine Nachrichtenagentur und auch die Lokalredaktion einer großen Zeitung und konnten sich an den verschiedenen Arbeitsplätzen bei den Mitarbeitern genau über die Abläufe von der Meldung bis zum fertigen Titelblatt informieren. Judit Gossler, eine ungarische Studentin in der deutschen Gruppe, war begeistert von der Gastfreundschaft: „Das Interesse der Leute vor Ort ist riesig. Jeder will wissen, was wir genau machen in unseren Workshops, und viele Studenten an der Gasthochschule wollten aktiv an unseren Workshops teilzunehmen und – typisch türkische Gastfreundschaft - ein paar Studenten zu sich nach Hause einladen. Am Ende der zwei Wochen war klar, dass alle Teilnehmer und die Gastgeber vom Intensivprogramm profitiert haben.

Die Studenten waren zu einem zweiwöchigen Medienworkshop in der Türkei.Foto: privat

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