Zweite Nonnenwerter Jazznight begeisterte das Publikum
Jazz der ersten Klasse
Remagen. Zwölf Trompeten, acht Posaunen, 16 Saxophone und zwei Rhythmusgruppen befanden sich zu Beginn und am Ende der zweiten Nonnenwerther Jazznight auf der Bühne, dazwischen zwei schwitzende Bigbandleiter und davor ein johlendes Publikum - wie kam es dazu?
Im Jahr 1961 wurde Jazzgeschichte geschrieben: Zum ersten Mal waren die Bigbands von Count Basie und Duke Ellington zusammen im Tonstudio. Das Ergebnis dieser „Bigband XXL“ war famos - und somit waren die Schuhe groß, die für die Nonnenwerther Rhine Island Big Band und die Nonnenwerther Vorbigband bereitstanden. Doch sehr zum Erstaunen des Publikums war das Ergebnis nicht minder interessant.
Die erste Konzerthälfte gestaltete die Vorbigband, der musikalische Nachwuchs des Gymnasiums aus den Jahrgangsstufen fünf bis neun. So jung die Musizierenden auch sein mochten, so routiniert wirkte schon ihr Spiel. Ob bei einem Pop-Klassiker wie „Thriller“ oder bei einer Bigbandversion von „Antonins Twist“ aus dem Dvorak-Experiment der ARD im Jahr 2014 oder bei „Happy“, einem Arrangement von Pharrell Williams Chart-Hit - Ensemble und Solisten präsentierten sich spielfreudig und allen Herausforderungen gewachsen. Ergänzt wurde das Programm der ersten Hälfte um kurze Beiträge des neu formierten Saxohonensembles, das bewies, dass es nach einer zweimonatigen Anlaufzeit bereits ein Publikum unterhalten kann.
Die zweite Hälfte gestaltete dann bis auf das Finale die Rhine Island Big Band. Wer die Konzerte der Band im letzten Herbst erlebt hat, wusste bereits, dass er sich auf musikalische Beiträge freuen durfte, die nicht nach einer Schülerband klingen, und sollte damit recht behalten. Überdies gab es mehrere Premieren. Zum ersten Mal mit dem Ensemble präsentierte sich Victoria Birrenbach als neue Sängerin des Ensembles und ließ mit ihrem Beitrag „Don’t Know Why“ trotzdem keine Fragen offen. Ebenfalls neu formiert war die Rhythmusgruppe, das Herzstück jeder Bigband, und es gab mit „I Want You Back“, „Road Song“ und „Superstition“ drei neue Titel im Repertoire.
Erwähnenswert waren überdies Beiträge aller Solisten sowie einiger ehemaliger Schüler, die aus Verbundenheit zur Band gekommen waren und ein musikalisches Wiedersehen feierten. Umrahmt wurde der Abend von Count Basies „Spanky“, Eröffnungstitel des Konzerts und abschließende Zugabe für die zweite Nonnenwerter Jazznight.
